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Mobile-Polizei-Kommunikation

Innenminister Sobotka präsentierte Smartphones und Tablets für Österreichs Polizei. Bis Ende 2019 sollen jede Polizistin und jeder Polizist ein Dienst-Smartphone erhalten und jede Dienststelle mit mindestens einem Tablet ausgestattet werden.

Apps, die speziell für den Polizeidienst entwickelt werden, sollen den Beamten jederzeit und ortsungebunden Zugriff auf die wichtigsten Datenbanken sichern. Über einen dienstlichen Messenger können Dateien und Fotos versandt und ausgetauscht werden. Gemeinsam mit den bei Einsätzen weiterhin als Hauptkommunikationsmittel verwendeten Funkgeräten sollen die mobilen Geräte und Anwendungen auch den Informationsfluss zwischen den Einsatzkräften und der Einsatzleitung verbessern.
Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka und der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler präsentierten am 29. August 2017 im Innenministerium die Smartphones, Tablets und Polizei-Apps.

Da die Hauptarbeit der Polizei auf der Straße stattfindet, wurden bisher Anfragen via Funk oder Telefon an die Leitstellen gestellt oder die Funkstreifen mussten dafür ihre Polizeidienststellen aufsuchen. Die Abfragen über "Mobiler Polizei-Kommunikation" (MPK) ermöglichen eine Abfrage vor Ort und schneller verfügbare Informationen am Einsatzort.

"Die Polizistinnen und Polizisten in Österreich leisten täglich Großartiges für die Sicherheit der Menschen im Land. Die mobile Polizei-Kommunikation wird unsere Polizistinnen und Polizisten darin noch weiter unterstützen", erklärte Innenminister Sobotka. "Die dienstlichen Smartphones, Tablets und Apps bringen Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger, für die Polizistinnen und Polizisten sowie für die Polizei als Organisation. Unterm Strich wird mehr Polizei auf der Straße sein, sie wird mehr Erfolg in der Kriminalitätsbekämpfung haben und damit mehr Sicherheit sowie eine erhebliche Zeitersparnis für die Beamtinnen und Beamten und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger bringen."

"Österreich befindet sich damit im europäischen Spitzenfeld. Innerhalb Europas beschäftigen sich derzeit alle Polizei-Organisationen mit ähnlichen Fragen der mobilen polizeilichen Kommunikation", erklärt Generaldirektor Konrad Kogler. Experten des Innenministeriums haben Polizeiorganisationen in den Niederlanden, der Schweiz, Deutschland sowie den USA besucht und sich bestehende oder in Probe befindliche Kommunikationssysteme angesehen." "Um professionell und rasch agieren zu können, braucht die Polizei die gleichen Kommunikationsmittel, wie sie die Bürgerinnen und Bürger verwenden. Deshalb ist die mobile Polizei-Kommunikation eine wichtige Grundlage für die weitere Professionalisierung der Polizei."

Applikationen – Mobile-Device-Management

Die Datensicherheit hat oberste Priorität. Mit dem "Mobile-Device-Management" werden unter anderem Berechtigungen, Benutzerprofile sowie Geräte- und App-Verwaltung zentral gesteuert. Damit wird garantiert, dass dienstliche Daten vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt werden. Die Übertragung erfolgt über moderne Verschlüsselungen wie auch die Trennung zwischen öffentlichen und dienstlichen Apps. Alle mit dienstlichen Apps erzeugten Daten (Bilder, Notizen usw.) werden auf zentralen BMI-Servern abgelegt und stehen den Bediensteten auch auf ihrem Büro-Computer zur Verfügung. Fotos, die privat aufgenommen werden, bleiben lediglich auf dem Gerät.

Auf den Geräten ist die App "MPK-Abfragen" installiert, die an die interne Abfrage-Plattform (IAP) angebunden ist, die Abfragen wie beispielsweise die Personenfahndung oder Kfz- Fahndung ermöglicht. Das sorgt für mehr Sicherheit und Handlungsfreiheit.

Ein weiteres Kernstück der Polizei-Smartphones ist der Polizei-Messenger zum Versenden von Dateien und Fotos sowie zur Kommunikation innerhalb einer Chatgruppe.

Smartphones und Tablets

Bei den Smartphones handelt es sich um "iPhone 7"- Handys, mit 32 GB Speichervolumen und Rundumseitenrahmen sowie Panzerfolie ausgestattet. Bei den Tablets handelt es sich um "iPads" mit ebenfalls 32 GB Speichervolumen, verstärkten Schutzhüllen und Panzerfolie. Die Smartphones und Tablets werden in einer 36 Monate Leasingvariante und einem "Managed Service" angeschafft. Der Rollout und die Verwaltung der Geräte erfolgt durch "A1", die Smartphones und Tablets gehen direkt vom Anbieter an den Nutzer, da nach Auslieferung keine weitere Programmierung nötig ist. Während des Rollouts wird eine Support-Hotline installiert.
Am 4. September 2017 beginnt die Ausgabe der ersten Smartphones und Tablets. Anfänglich werden alle Funktionsträger der Initiative "Gemeinsam.Sicher in Österreich" ausgestattet. Die Tablets sollen in allen Dienststellen allen Bediensteten zur Verfügung stehen. Bis Ende August 2018 wird ein Drittel der Polizistinnen und Polizisten mit den Smartphones ausgestattet sein. Ende 2019 wird jede Polizistin und jeder Polizist in Österreich über ein dienstliches Smartphone verfügen.

Bis Ende 2019 sollen jede Polizistin und jeder Polizist ein Dienst-Smartphone erhalten.
©  Gerd Pachauer
"Die Smartphones, Tablets und Apps bringen Vorteile für die Bürger, die Polizisten und für die Polizei als Organisation", sagte Sobotka.
©  Gerd Pachauer

Artikel Nr: 15031 vom Dienstag, 29. August 2017, 11:40 Uhr
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