Krisen- und Katastrophenmanagement

Zivilschutz in Österreich

Internationales Schutzzeichen des Zivilschutzes gem. Art. 66 des "Zusatzprotokolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte" (Zusatzprotokoll I).

Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und Katastrophenschutz in Österreich

Dem Bundesministerium für Inneres obliegen die Koordination in Angelegenheiten des staatlichen Krisenmanagements und des staatlichen Katastrophenschutzmanagements, die Mitwirkung bei anlassbezogener Krisenbewältigung, die internationale Katastrophenhilfe sowie die Angelegenheiten des Zivilschutzes.

Damit ist in Österreich für die Koordination bei überregionalen bzw. internationalen Anlassfällen auf Bundesebene eine Stelle zuständig. Dadurch ist eine bessere und schnellere Reaktion und Hilfe in Krisensituationen möglich.

Im BMI gehören die Angelegenheiten

zu den Aufgaben der Abteilung II/13 - Krisen- und Katastrophenschutzmanagement.

Die Begriffe Zivilschutz, Katastrophenschutz und Bevölkerungsschutz werden oft in unterschiedlichen Bedeutungen nebeneinander verwendet. Der Terminus „ Katastrophenmanagement “ wird als Überbegriff für die Bereiche Vermeidung, Vorsorge, Bewältigung und Wiederherstellung verstanden.


Zivilschutz - Von den Anfängen bis heute

Zivilschutz einst
Zivilschutz einst © BMI

Bis in die Mitte der 1980er-Jahre wurde Zivilschutz ausschließlich als "Schutz der Zivilbevölkerung vor kriegerischen Ereignissen" verstanden. Der Zivilschutz war als Kern der "Zivilen Landesverteidigung" in das Konzept der „Umfassenden Landesverteidigung“ integriert, dem die Ost-West-Konfrontation zu Grunde lag.

Über Initiative des BMI wurde 1985 begonnen, dem Zivilschutz in Österreich ein neues Leitbild zu geben. Zivilschutz wurde zunehmend auf den Schutz vor zivilen Katastrophen ausgerichtet, der militärische Aspekt trat in den Hintergrund. Auch dem Selbstschutz und der Aufklärung der Bevölkerung über Selbstschutzmaßnahmen wurde ab diesem Zeitpunkt mehr Beachtung geschenkt.

Mit Ende des Kalten Krieges haben sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen stark gewandelt. An Stelle eines militärischen Bedrohungsbildes traten globale sicherheitspolitische Herausforderungen wie die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, der internationale Terrorismus, organisierte Kriminalität, Umweltprobleme, technologische Risiken, Epidemien und ähnliche Phänomene.

Deshalb hat der österreichische Nationalrat am 12. Dezember 2001 eine neue Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin verabschiedet, die 2011 zu einer umfassenden österreichischen Sicherheitsstrategie weiterentwickelt wurde. Diese bezeichnet Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen als Bedrohungen und Herausforderungen unserer Zeit.

Zivilschutz heute
Zivilschutz heute © BMI

Zivilschutz wird heute in Österreich definiert als „Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Naturereignissen sowie technischen, terroristischen oder kriegerischen Ereignissen ausgehen“. Katastrophenschutz wird als „Gesamtheit aller vor Eintritt einer Katastrophe getroffenen Maßnahmen in der Katastrophenvermeidung und Katastrophenvorsorge“ verstanden.

Ausgehend von Deutschland und der Schweiz, etabliert sich immer mehr der Begriff „Bevölkerungsschutz“ als Überbegriff für Zivil- und Katastrophenschutz. Der Begriff Zivilschutz wird in diesem Zusammenhang wieder in seiner ursprünglichen Bedeutung verstanden und durch den Begriff Katastrophenschutz für Natur- und technische Ereignisse ergänzt.

zurück zur Übersicht


Abteilung II/13 im BMI - Krisen- und Katastrophenschutzmanagement

Die Abteilung II/13 des BMI ist zuständig für Krisen- und Katastrophenschutzmanagement. Die Abteilung ist in drei Referate gegliedert: "Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement sowie Zivilschutz", "Internationale Krisen- und Katastrophenschutzangelegenheiten" und "Bevölkerungs- und Zivilschutzausbildung".

Gliederung und Verantwortlichkeiten in der Abteilung II/13

zurück zur Übersicht

Symbolfoto

Aktuelles

20.09.2017, 11:11 Uhr

Zivilschutz

Bezdeka dankt Zivilschutzverbänden für Zusammenarbeit

Bei der Arbeitsklausur des Österreichischen Zivilschutzverbandes am 12. und 13. September 2017 in Linz bedankte sich Gruppenleiter Mag. Johann Bezdeka bei den Zivilschutzverbänden für deren Leistungen und die Zusammenarbeit.

zum Artikel


27.07.2017, 10:42 Uhr

Strahlenschutz

23 SKOs zu Strahlenschutzbeauftragten ausgebildet

23 "Sprengstoffsachkundige Organe" (SKO) schlossen im Juli 2017 ihre Ausbildung zu Strahlenschutzbeauftragten ab. Ausgebildet wurden sie von Mitarbeitern der Zivilschutzschule der Abteilung II/13 (Krisen- und Katastrophenschutzmanagement) im Innenministerium.

zum Artikel


11.07.2017, 12:14 Uhr

Zivilschutz

Vernetzungstreffen bei Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Vom 3. bis 5. Juli 2017 fand in Genf das 15. Treffen des "Netzwerks für Notfallvorsorge und Assistenz im Falle radiologischer Notfälle" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. Unter den rund 100 Expertinnen und Experten aus 29 Ländern waren auch Vertreter der Zivilschutzschule des Innenministeriums.

zum Artikel