Lesermeinungen

Mit E-Autos in die Zukunft?

Die Meinung unserer Leserinnen und Leser ist uns wichtig. Deshalb haben wir am 22. November 2017 gefragt, welche Meinung Sie zum Thema "Elektroautos und ihre Brauchbarkeit für den Exekutiveinsatz" haben. Ein Auszug aus den Antworten.

Zahlreiche Leser haben uns ihre Meinung zum Thema "E-Mobilität" geschrieben, nachdem wir auf der Homepage des Bundesministeriums für Inneres im Artikel "Begegnung mit einem Golf ohne Verbrennungsmotor" am 22. November 2017 dazu aufgerufen haben. Interessante Standpunkte aus ganz Österreich haben uns erreicht – vielen Dank dafür. Hier eine Auswahl.

Oberst Heinrich Lindner vom Stadtpolizeikommando Linz sieht E-Autos als imagefördernd an, "im Sinne, dass die Polizei sich für die Umwelt einsetzt", und sinnvoll oder besser als konventionelle Dienstautos im "urbanen Bereich bei Stop-and-go-Verkehr und vermehrter Selbstaufladung der Batterie". Ob es wirklich für die Polizei lohnend sei, eine Fahrzeugflotte umzurüsten, müsse die Studie ans Tageslicht bringen, bemerkt Bezirksinspektor Andreas Zaller von der Polizeiinspektion Traiskirchen EAST.

Manfred Witzeneder von der Landesverkehrsabteilung Salzburg hält fest, dass E-Autos "für die Exekutive, insbesondere für Verkehrsabteilungen", für eine Reichweite von mindestens 500 Kilometer ausgelegt sein müssten sowie ausreichend Ladestationen mit schnellen Ladezyklen bräuchten. Elektromobilität heiße nicht nur, Elektroautos zu kaufen, schreibt Richard Miszlinger von der Logistikabteilung der Landespolizeidirektion Tirol, es gehöre auch die Umstellung auf erneuerbare Energieformen, wie zum Beispiel "Fotovoltaik in Verbindung mit Batteriepufferspeichern", dazu.

"Die Batterie-Herstellungs- und Recycle-Industrie ist nicht so weit, dass sie umweltfreundlicher produzieren kann", hält Ing. Christian Winkler vom Bundeskriminalamt fest. Positiv hingegen sei, dass ein E-Fahrzeug einen etwas höheren Wiederverkaufswert aufweise als ein herkömmliches Fahrzeug, allerdings ohne Berücksichtigung der Batteriekosten, ergänzt Winkler. Kritisch könnte der Winter werden, wenn das E-Auto mit Klimaanlage, Funkgerät und Dauerlicht im Nachtbetrieb beispielsweise bei einem Verkehrsunfall mit Bergungen im Einsatz stehe, gibt Paul Geppert von der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA) in Wien zu bedenken.

Als Pionier der Elektromobilität sieht sich Gruppeninspektor Werner Müller von der Fachinspektion Handelskai/See- und Stromdienst in Wien. 45.000 elektrische Kilometer habe er bereits zurückgelegt, schreibt Müller. "Bei einer Reichweite von etwa 140 km muss allerdings die Ladeinfrastruktur geplant werden, um dann auch wieder nach Hause zu kommen. Ein "begeisterter Elektroautofahrer" ist auch Gruppeninspektor Robert Höggerl von der Verkehrsinspektion 3 in Graz, der sich für die "Feinstaubhochburg Graz" einen elektromobilen Fahrzeugbestand wünschen würde. Klaus Selmeister aus derselben Polizeiinspektion sieht es als positiv an, dass man sich auch bei der Polizei dieser zeitgerechten Mobilität widmet. "In Graz wäre es dringend an der Zeit, den Fuhrpark der zumindest innerstädtischen Streifen in diese Richtung zu erneuern", schreibt Selmeister. Neben der Reduktion von Lärm- und Feinstaubbelastung stelle auch die positive öffentliche Wirkung der Elektrofahrzeuge ein begrüßenswertes und wünschenswertes Merkmal dar. Eine beschränkte Anzahl von Hybridfahrzeugen mit Elektro- und Benzinmotor würde sich Chefinspektor Manfred Ottenbacher aus Salzburg wünschen, insbesondere in Ballungsgebieten.

Als Stadtfahrzeug sei ein E-Auto geeignet, schreibt Chefinspektor Werner Lebitschnig von der Landesleitzentrale Kärnten, als Einsatzfahrzeug aus heutiger Sicht noch nicht.

Text: Reinhard Leprich

Links:

Sind Elektroautos für den Exekutiveinsatz brauchbar?
©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 15352 vom Donnerstag, 30. November 2017, 11:37 Uhr
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