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Geschichtlicher Rückblick

Das Europäische Parlament  vertritt die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union
Im Moment werden ungefähr 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus den Mitglieds-Staaten durch das Europäische Parlament vertreten.
Die Mitglieder des Europäischen Parlaments heißen auch Abgeordnete.
Jeder Mitglied-Staat ist durch seine gewählten Mitglieder im Europäischen Parlament vertreten.
Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden alle 5 Jahre statt.

1957:

6 Staaten gründen die Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft  und richten das Europäische Parlament ein.
Die jeweiligen nationalen Parlamente entsenden die Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Es sind am Anfang 142 Abgeordnete.
Die Gründungs-Verträge heißen Verträge von Rom.
Diese 6 Staaten legen auch die Zuständigkeiten des Europäischen Parlamentes fest.

Die Mitglieds-Staaten erweitern die Zuständigkeiten in den nächsten Jahren immer mehr.
Es gibt auch immer mehr Abgeordnete, da immer wieder neue Mitglieds-Staaten der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft beitreten.

1979:

9 Staaten führen gleichzeitig die ersten Wahlen durch.
Die Abgeordneten werden für 5 Jahre gewählt.

1986/1987:

Die Einheitliche Europäische Akte wird unterzeichnet. Das ist ein Vertrag, den die damaligen 12 Mitglieds-Staaten unterschreiben.
Durch die Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte wird das Europäische Parlament gestärkt und erhält mehr Einfluss.
Die Zusammenarbeit mit dem Europäischen Rat  wird dadurch verbessert.
Im Europäischen Rat sind die Staats-Chefs und Regierungs-Chefs der Mitglieds-Staaten vertreten.

Die Einheitliche Europäische Akte tritt im Jahr 1987 in Kraft.

1992/1993:

Der Vertrag von Maastricht über die Europäische Union  wird unterzeichnet. Er tritt im Jahr 1993 in Kraft.
Seit diesem Zeitpunkt heißt die Gemeinschaft der Staaten Europäische Union. Die Abkürzung dafür ist EU.

Das Europäische Parlament hat wieder neue Zuständigkeiten dazu bekommen. Zum Beispiel kann es im Gesetzgebungs-Verfahren mitentscheiden.
Das Gesetzgebungs-Verfahren  ist das Verfahren, in dem neue Gesetze erlassen werden.

1994:

In Österreich gibt es eine Volksabstimmung, ob Österreich der EU beitreten soll.
Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher stimmen dafür.

1995:

Österreich tritt der EU bei. Neben Österreich treten in diesem Jahr auch Finnland und Schweden der EU bei.

Der Nationalrat schickt die ersten vorübergehenden österreichischen Mitglieder in das Europäische Parlament. Die Aufteilung der Parteien ist die gleiche wie im Nationalrat.

1996:

In Österreich findet die erste Europa-Wahl statt.

Es handelte sich dabei um eine Nachwahl, weil Österreich zum Zeitpunkt der letzten Europa-Wahl im Jahr 1994 noch kein Mitglied war.
Die Europa-Wahl muss innerhalb von 2 Jahren nach dem Beitritt stattfinden.

2003:

Der Vertrag von Nizza tritt in Kraft.

Die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments wird neu geregelt.
Als neue Höchstgrenze der Mitgliederzahl wird 732 festgelegt.
Das ist notwendig, weil es ab 2004 schon 27 Mitgliedstaaten gibt.

2009:

Der Vertrag von Lissabon tritt in Kraft.
Das ist ein Vertrag, den die damaligen 27 Mitglieds-Staaten unterschreiben.
In diesem Vertrag wird die Höchstzahl für die Abgeordneten wieder geändert.

2013:

Kroatien tritt als letztes Land der EU bei.
Die EU hat zu diesem Zeitpunkt 28 Mitglieds-Staaten.

Bei der Europa-Wahl im Jahr 2014 können 18 österreichische Mitglieder des Europäischen Parlaments gewählt werden.
In der Zeit von 2014 bis 2019 hat das Europäische Parlament 751 Mitglieder.

Österreich ist mit 18 Mitgliedern vertreten.
Die Mitglieds-Staaten sind mit 6 bis 96 Mitgliedern im Europäischen Parlament vertreten. Das hängt von der Größe des Mitglieds-Staates ab.

Die nächste Wahl zum Europäischen Parlament findet in Österreich am 26. Mai 2019 statt.

Hier finden Sie Links mit den genauen Informationen zu den einzelnen Europa-Wahlen in Österreich:

Europa-Wahl 1996

Europa-Wahl 1999

Europa-Wahl 2004

Europa-Wahl 2009

Europa-Wahl 2014

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