Sicherheitsakademie

Die Sicherheitsakademie (SIAK)

MR Dr. Norbert Leitner
MR Mag. Dr. Norbert Leitner © BMI

Die Aus- und Fortbildung hat bei der Exekutive eine langjährige Geschichte.

Speziell in den Bereichen der Polizei- und Sozialwissenschaften sowie in der Führungs-, Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung sehen wir unsere Kernkompetenzen. Praxisnähe und qualitativ hochwertige Inhalte kennzeichnen unsere Bildungsveranstaltungen.

Als Direktor der Sicherheitsakademie bin ich stolz, dass wir erstmalig unser umfangreiches, ständig aktualisiertes Wissen und unsere Handlungskompetenz auch interessierten Privatpersonen anbieten können.

Wie keine andere Organisation können wir in diesen Bereichen auf einen großen Erfahrungsschatz sowie fachliches Know-how zurückgreifen.
Auch im Hinblick auf ein vereinigtes Europa ist es uns möglich, durch Kooperationen mit anderen europäischen Polizeiakademien vernetzte Inhalte anzubieten.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Durchsehen unseres Bildungsangebotes und würde mich freuen, Sie als Teilnehmer an einem unserer zehn Bildungszentren begrüßen zu dürfen.

MinRat Mag. Dr. Norbert Leitner

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Organisation

Hier finden Sie die einzelnen Zentren der SIAK mit ihren Tätigkeitsbereichen.

Unter der Leitung des Akademiedirektors gliedert sich die SIAK in:

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Österreichisches Bundesheer

Am 28. März 2012 wurde zwischen dem BM für Landesverteidigung und Sport und dem BM für Inneres eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung in Ausbildungsvorhaben unterzeichnet.

Ziel dieses Übereinkommens ist es, die vorhandenen Ausbildungseinrichtungen, Ausbildungsmittel und Ausbildungsangebote möglichst wirtschaftlich, sparsam und zweckmäßig zu nutzen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und für beide Ministerien eine "Win-Win-Situation" zur erreichen.

Die Vereinbarung regelt die Kooperation auf den Gebieten

  • Aus- und Fortbildung
  • Nutzung der Infrastruktur
  • Logistik
  • Lehre und Forschung

Besonders der letzte Punkt bietet erhebliche Möglichkeiten für Landesverteidigungsakademie und Sicherheitsakademie.

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Anti-Defamation-League

Seit dem Jahr 2001 kooperiert das BMI mit der Anti-Defamation-League (ADL). Sie tritt gegen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung auf und hat das Ziel, Verständnis und Toleranz innerhalb kulturell und sozial inhomogener Gemeinschaften zu stärken.

2001 wurde  der erste  Vertrag zwischen der Anti-Defamation League und dem Bundesmi-nisterium für Inneres unterzeichnet. Das Ziel dieser Kooperation war und  ist es, Maßnahmen in der Fortbildung zugunsten einer vorurteilsfreien Haltung der österreichischen Sicherheits-exekutive zu setzen.

2004  wurde der zweite Vertrag unterzeichnet, und die Kooperation ausgeweitet: sowohl in der Fortbildung als auch in der Grundausbildung stellt das A WORLD OF DIFFERENCE® Training nun einen für Exekutivbedienstete verpflichtenden Teil der Menschenrechtsbildung dar. Es wurde außerdem in die Ausbildung für Auslandseinsätze im Rahmen von UN-Missionen integriert.

Im September 2006 unterzeichnete das BMI einen Vertrag für die Jahre 2007 - 2009. Die Seminardauer wurde auf drei Tage ausgedehnt.

Seit Oktober 2013 läuft der aktuelle Vertrag. Halbjährlich findet eine Überprüfung des Programms statt.

Diese Kooperation stellt die in Europa größte und umfassendste Zusammenarbeit auf diesem Gebiet dar und wurde auch bei Konferenzen der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) als "best practice example" vorgestellt und gewürdigt.

Bis Ende des Jahres 2013 haben ca. 7500 Exekutivbedienstete im Rahmen der Fortbildung an einem A WORLD OF DIFFERENCE® Training teilgenommen.

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Fachhochschule Wiener Neustadt

Die Fachhochschule Wiener Neustadt ist mit ihren Hochschuleinrichtungen und den interdisziplinären Vernetzungsmöglichkeiten in Lehre und Forschung eine interessante Partnerin für die Sicherheitsakademie des BMI.

Die Offiziersausbildung im Wachkörper Bundespolizei erfolgt seit 2006 in Form des Fachhochschul-Bachelorstudiengangs "Polizeiliche Führung" an der FH-Wr. Neustadt.
Seit 2008 kooperieren wir auch mit dem Fachhochschul - Masterstudiengang "Strategisches Sicherheitsmanagement".

Die auf akademischem Niveau geführte Polizeioffiziersausbildung entspricht international üblichen Standards.
Jährlich stehen 20 Studienplätze zur Verfügung, die auch Studenten aus dem privaten Sicherheitsgewerbe offen stehen. Der FH-Studiengang schließt mit dem akademischen Grad "Bachelor of Arts in Police Leadership" ab und folgt der Studiensystematik des "Bologna-Prozesses" in Europa (Bachelor – Master – PhD).

Die Absolventinnen und Absolventen des Master-Studienganges werden durch eine wissenschaftlich fundierte Top-Führungsausbildung befähigt, strategische Führungsaufgaben im Sicherheitsbereich zu übernehmen.

Der Studiengang richtet sich an Führungskräfte, die im weitesten Sinne mit Aufgaben im Bereich der öffentlichen und privaten Sicherheit, der Kriminalitätsbekämpfung sowie des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements befasst sind.

Weiterführende Informationen zu den  Fachhochschulstudiengängen finden Sie auch auf der Internetseite der Fachhochschule Wiener Neustadt.

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Lehrpersonal und Qualitätsmanagement

Eine Professionalisierung der Lehrtätigkeit ist für uns im Bereich der Polizeiausbildung wichtig. Daher fließen wissenschaftlich anerkannte Grundlagen sowie politische Zielrichtungen im Sinne der Bologna-Reform in die Lehrer- und Trainerausbildung ein.

Die Lehrkräfte der Sicherheitsakademie verfügen neben fundiertem Fachwissen auch über eine professionelle pädagogische Ausbildung.

Polizeilehrer/innen absolvieren den Fachochschul-Lehrgang "Polizeiliches Lehren" (POL) an der Fachhochschule Wiener Neustadt und sind danach "Akademische Lehrer des Exekutivdienstes".

Polizeilehrer/innen

Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement © BMI

In einer Bildungseinrichtung wie der Sicherheitsakademie ist die Qualitätssicherung in der Ausbildung ein Muss. Gesellschaftspolitische Veränderungen bedeuten auch Anpassungen im Bereich der Polizeiausbildung. Diesem Umstand trägt die Sicherheitsakademie Rechnung, indem neue, wissenschaftlich anerkannte Grundlagen sowie politische Zielrichtungen im Sinne der Bologna-Reform und der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Polizeilehrer/innenausbildung berücksichtigt werden.

Das Zentrum für Grundausbildung organisiert dazu jährlich eine sogenannte "Programmkonferenz", deren Ziel es ist, neue Ausbildungsinhalte (aufgrund von Änderungen der Rechtslage, Organisationserfordernisse, neueste Erkenntnisse etc.), unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Grundlagen (Verordnungen), zu adaptieren bzw. aufzunehmen.

Als zweite Qualitätssicherungsmaßnahme wurden neben der jährlich stattfindenden Programmkonferenz dreizehn "Fachzirkel" eingeführt. Sie sind themenspezifisch aufgeteilt. Für jeden Fachzirkel ist mindestens ein Lehrer eines Bildungszentrums als Koordinator verantwortlich. Jeder Polizeilehrer in Österreich ist als Teilnehmer einem Fachzirkel zugeordnet.

Die Fachzirkelkoordinatoren organisieren einmal jährlich ein Fachzirkeltreffen (Fachzirkel-Workshop). In diesen werden neben Inhalten der Programmkonferenz auch die für den Unterricht erforderlichen Lehrunterlagen auf Aktualität geprüft und adaptiert, vereinheitlicht oder neu geschaffen.

Die Ergebnisse der Fachzirkeltreffen werden in der SIAK auf ihre mögliche Umsetzung geprüft und fließen auf direktem Wege in die jeweiligen Grundausbildungslehrgänge (PGA, E 2a, E 1, Allgem. Verwaltung) ein. Die Aktualisierungen der entsprechenden Lehrpläne bilden zudem die Basis für die nächste Programmkonferenz.

Die dritte Qualitätssicherungsmaßnahme ist die Verpflichtung für hauptamtliche Lehrerinnen und Lehrer, jährlich zwischen zwei und vier Wochen Dienst auf einer Polizeiinspektion zu versehen, um den Bezug zur "Praxis" zu erhalten. Gleichzeitig erleben sie, wie die Lehrinhalte, die sie in der Theorie vermitteln, in die Praxis umgesetzt werden können. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Theorie und Praxis werden so herausfiltert und bilden die Grundlage für weitere Verbesserungen.

Ausbildung der Trainerinnen und Trainer

Die SIAK ist Dienstleister für insgesamt rund 29.000 Bedienstete des BMI. Für verschiedene Themen werden daher interne Trainerinnen und Trainer ausgebildet, die ihr Wissen an die Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Für die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern ist das Zentrum für Fortbildung verantwortlich. Die Trainertätigkeit erfolgt zusätzlich zum "normalen" Dienst, sodass der Bezug zur Praxis gewährleistet ist. Dienststellen aller Ressorts, aber auch private Organisationen können auf das Wissen unserer Trainerinnen und Trainer zu Ausbildungszwecken zurückgreifen (siehe auch "Seminarangebote extern").

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Bildungszentren und Standorte

Aufgaben der Bildungszentren:

Die Bildungszentren sind Organisationseinheiten der Sicherheitsakademie, zur bedarfsorientierten Ausrichtung der Bildungsinhalte für Exekutivbedienstete. Dabei werden regional spezifische Erfordernisse in die Ausbildung integriert.

Standorte:

Die Sicherheitsakademie verfügt insgesamt über elf Bildungszentren, die in den Bundesländern eingerichtet sind. Das größte Bildungszentrum ist Wien, das kleinste Feldkirch-Gisingen.

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Downloads

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