Einsätze

Allein in den Bergen - keiner weiß wo

Wenn man alleine in den Bergen unterwegs ist und in eine Notsituation gerät, so kann es für die angeforderten Rettungskräfte oft zu einer "Suche der Nadel im Heuhaufen" kommen. Damit im Fall der Fälle rasche Hilfe gewährleistet ist, sollten einige Tipps der Alpinpolizei beachtet werden.

Im Jahr 2017 verzeichnete die Alpinpolizei in Österreich 416 Sucheinsätze im alpinen Gelände (2016: 392).
Oft müssen dabei langwierige Ermittlungen geführt werden, um herauszufinden, wohin die vermissten Personen unterwegs waren. Dabei wissen die Angehörigen meistens nicht, welchen Berg oder gar welche Route ins Auge gefasst wurde. Die Polizei muss also zuerst das Auto finden, Hüttenpersonal befragen, Gipfelbücher kontrollieren.
Das kostet wertvolle Zeit, die schlussendlich dem Abgängigen zum Verhängnis werden kann, wenn im alpinen Gelände ein Unfall passiert ist, und die Rettungskräfte zu spät kommen.
Die beste Möglichkeit wäre, in der Familie oder in Freundeskreisen darüber zu reden, welche Route geplant ist. Doch die neuen Kommunikationsmedien bieten eine Reihe von weiteren Optionen seinen Standort oder die Route mitzuteilen. Hier eine kleine Auswahl von Möglichkeiten:

• Standortfreigabe über Google Maps, Whats App, Facebook (Es ist möglich, den aktuellen Standort mit einem bestimmten Nutzer zu teilen oder die Standortfreigabe zeitlich zu befristen.)
• Ortungsdienste mittels App (z. B. Familien GPS Ortung)
• Nutzerdaten via Samsung Cloud oder ICloud (Zugangsdaten erforderlich, können bei Angehörigen hinterlegt werden)
• Notruf via SMS: WENN KEINE HANDYVERBINDUNG – ABER SMS MÖGLICH – Gehörlosennotruf 0800133133

Vorsorge kann also langwierige Einsätze vermeiden helfen.

J. Bierbaumer

Die Hubschrauberflotte des BM.I  unterstützt Einsätze der Alpinpolizei
Foto: ©  BMI
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Artikel Nr: 15478 vom Mittwoch, 17. Jänner 2018, 07:41 Uhr
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