Internationale Zusammenarbeit

Österreichische Alpinpolizisten helfen in Aserbaidschan

Bedienstete der österreichischen Alpinpolizei bildeten vom 6. bis 12. Jänner 2018 im Kaukasus in Aserbaidschan Bedienstete des "Ministry for Emergency Situations" im alpinen Skilauf und in Rettungstechniken aus.

Die Ausbildungskooperation zwischen dem Bundesministerium für Inneres und der Republik Aserbaidschan wurde im Jänner 2018 fortgesetzt. Bezirksinspektor Adolf Harrer (LPD Oberösterreich), Revierinspektor Mathias Außerdorfer (LPD Tirol) und Revierinspektor Markus Greussing (LPD Vorarlberg) – alle drei staatlich geprüfte Diplomskilehrer und Bergführer bei der österreichischen Alpinpolizei – schulten vom 6. bis 12. Jänner 2018 in Tufandag in der Region Gabala im Kaukasus zwölf Teilnehmer aus Aserbaidschan im alpinen Skilauf sowie Rettungstechniken auf der Piste und bei Lawinenunfällen.

Bei den Teilnehmern handelte es sich um Angehörige des aserbaidschanischen Rettungsdienstes, die in das "Ministry for Emergency Situations" eingegliedert sind. Der Rettungsdienst in der Republik Aserbaidschan ist staatlich organisiert und wird von hauptberuflichen Rettern durchgeführt. Freiwilligenorganisationen wie in Österreich gibt es nicht.

Unterstützung bei Ernstfall

Während der Ausbildung unterstützten die österreichischen Alpinpolizisten beratend bei einer Vermisstensuche – seit 26. Dezember 2017 werden drei Bergsteiger im Gebiet des dritthöchsten Berges Aserbaidschans (Mount Tufandag, 4.206 Meter) vermisst. Es wurde vermutet, dass die Bergsteiger bei einem Lawinenabgang verschüttet wurden. Auf Grund von Lawinengefahr und ohne konkreten Hinweis auf den Unfallort erwies sich die Suche als besonders schwierig, weshalb bis zum Heimflug der österreichischen Polizisten die Suche erfolglos geblieben war.

Die Teilnehmer aus Aserbaidschan mit den österreichischen Ausbildern.
Foto: ©  Markus Greussing

Artikel Nr: 15472 vom Montag, 15. Jänner 2018, 08:00 Uhr
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