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  3. Der 4. Hate-Crime-Bericht ist jetzt auf der BMI-Internet-Seite

Der 4. Hate-Crime-Bericht ist jetzt auf der BMI-Internet-Seite

Hate Crime ist Englisch und wird so ausgesprochen: Hejt kreim. Auf Deutsch heißt Hate Crime: Hass-Kriminalität. Hate Crimes sind Straftaten, die Täterinnen oder Täter wegen Vorurteilen gegenüber anderen Menschen begehen. Die Täterinnen und Täter haben ein Vorurteil gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen und wollen den Menschen deshalb schaden.

Am 22. Juli war der Europäische Gedenktag für Opfer von Hate Crime.
Er findet jedes Jahr statt. An diesem Tag hat das Innenministerium seinen 4. Hate-Crime-Bericht herausgebracht. Die Abkürzung für das Innenministerium ist BMI und steht für Bundesministerium für Inneres.

Im Bericht steht, welche Vorurteils-Motive die Täterinnen und Täter bei Hate-Crime-Fällen im Vorjahr hatten und wie sich Hate Crime entwickelt hat. Ein Motiv ist ein Grund, warum Täterinnen oder Täter eine Straftat begehen. Bei einem Vorurteils-Motiv ist das Motiv das Vorurteil, das die Täterin oder der Täter gegenüber dem Opfer hat.

Vorurteils-Motive bei Hate Crimes sind zum Beispiel:

  • Herkunft:
    Die Täterin oder der Täter hat etwas gegen Menschen aus bestimmten Ländern oder Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe.
  • Religion:
    Die Täterin oder der Täter hat etwas gegen Menschen, die an eine bestimmte Religion glauben, zum Beispiel das Christentum oder den Islam.
  • Geschlecht:
    Die Täterin oder der Täter hat etwas gegen Frauen, Männer oder Menschen mit einem anderen Geschlecht.
  • Welt-Anschauung:
    Die Täterin oder der Täter hat etwas gegen Menschen mit einer bestimmten
    Welt-Anschauung. Eine Welt-Anschauung kann eine Religion oder eine politische Meinung sein.

Die Menschen, die den Hate-Crime-Bericht lesen, sollen die Entwicklung und die Folgen von Hate Crime sehen und verstehen. Im Bericht steht auch, welche Maßnahmen es gegen Hate Crime gibt.

Innenminister Gerhard Karner sagt: „Wir müssen als Gesellschaft gegen jede Form der Hass-Kriminalität auftreten. Alle von Hate Crime betroffenen Menschen sollen in Österreich jene Hilfe und jenen Schutz erhalten, den sie brauchen." Der Innenminister sagt, dass ein Groß-Einsatz im März 2025 gezeigt hat, wie gut die Polizei gegen Hate Crime vorgeht. Bei dem Groß-Einsatz wurden 15 Personen festgenommen, die zu einem Verbrecherinnen- und Verbrecher-Netzwerk gehören.

2024 hat es ungefähr 1.000 mehr Fälle als im Jahr davor gegeben. 2024 hat es mehr Anzeigen gegeben, weil es inzwischen mehr Maßnahmen von der Polizei gibt und weil sich jetzt mehr Menschen trauen, Straftaten anzuzeigen. Seit dem letzten Jahr wurden viel mehr Menschen über Hate Crime informiert. Die meisten Menschen wurden in Salzburg, Wien und Kärnten informiert.

Die meisten Tatverdächtigen bei Hate Crime sind Männer. Jede oder Jeder 4. Tat-Verdächtige ist keine Österreicherin oder kein Österreicher. Mehr als die Hälfte aller Opfer von Gewalt bei Hate Crime-Fällen sind Männer. Jeder 4. Fall von Hate Crime passiert online, also im Internet. 3 von 4 Hate Crime-Fällen verstoßen gegen das NS-Verbots-Gesetz.

Das waren die häufigsten Straftaten bei Hate Crime-Fällen im Jahr 2024:

  • Verstöße gegen das NS-Verbots-Gesetz.
    Im NS-Verbots-Gesetz steht, dass man nichts tun oder sagen darf, das den
    National-Sozialismus als etwas Gutes darstellt.
  • Sach-Beschädigungen.
    Bei Sach-Beschädigungen machen die Täterinnen oder Täter Gegenstände oder Gebäude kaputt, die anderen Personen gehören.
  • Körper-Verletzungen.
    Bei Körper-Verletzungen verletzen die Täterinnen oder Täter eine andere Person.
  • Verhetzungen.
    Bei Verhetzungen sagen die Täterinnen oder Täter etwas Schlechtes über bestimmte Gruppen von Menschen und hetzen Andere gegen sie auf. Verhetzungen können draußen auf der Straße oder auch im Internet passieren.

Für die Bekämpfung von Hate Crime gibt es vom Innenministerium verschiedene Maßnahmen:

  • Schulungen für Polizistinnen und Polizisten, bei denen sie lernen, Vorurteils-Motive besser zu erkennen und genau zu verfolgen.
  • Aufklärungs-Arbeit in der Bevölkerung. Die Bevölkerung soll dadurch ein besseres Verständnis für Hate Crime bekommen.
  • Präventions-Programme an Schulen. Schülerinnen und Schüler werden bei Vorträgen und in Arbeitsgruppen über Hate Crime aufgeklärt. Junge Menschen sollen so früh wie möglich über Hate Crime aufgeklärt werden, damit Hate Crime-Fälle in Zukunft verhindert werden.

Sie können den Hate-Crime-Bericht auf der BMI-Internet-Seite herunterladen.
Sie können den Hate-Crime-Bericht auch online auf der BMI-Internet-Seite lesen.

 

Artikel von Dienstag, 22. Juli 2024, 11:06 Uhr

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