Innenministerium

Gemeinsame Übung des Innen- und Verteidigungsministeriums bei Nickelsdorf

Die Bundesministerien für Inneres und Landesverteidigung veranstalten am 2. Juli 2020 im Raum Nickelsdorf eine gemeinsame Übung, bei der besondere Herausforderungen im Bereich der Migration an der österreichischen Grenze im Vordergrund stehen.

Bei der Übung werden etwa 160 Polizistinnen und Polizisten aus den Landespolizeidirektionen Niederösterreich, Burgenland und Wien den gemeinsamen sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Grenze im Raum Nickelsdorf üben. "Das gemeinsam Übungsvorhaben sieht mehrere Szenarien vor, in deren Fokus die Zusammenarbeit von Polizei und Bundesheer steht. Die professionelle Bewältigung von außergewöhnlichen Einsatzlagen bedarf der regelmäßigen und gemeinsam Vorbereitung. Das wollen wir mit dieser Übung sicherstellen", sagt Innenminister Karl Nehammer.

"Seit Monaten stehen das Bundesheer Seite an Seite mit der Polizei in der Bewältigung der Corona-Krise. Und es ist auch hier wichtig, dass wir unsere bisherige erfolgreiche Kooperation vertiefen. Das erhöht unseren Ausbildungsstand und wir lernen voneinander", sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Übung in Kooperation mit ungarischem Innenministerium

Die verschiedenen Szenarien der Übung wurden in enger Kooperation mit den ungarischen Behörden erarbeitet. Der stellvertretende Innenminister Ungarns, Károly Kontrát, wird ebenfalls bei der Übung anwesend sein.

Die internationale Zusammenarbeit sei ein Schlüsselfaktor zur Bewältigung globaler Herausforderungen, erläutert Innenminister Nehammer. "Die Zusammenarbeit mit den Staaten des Westbalkan und mit unseren unmittelbaren Nachbarstaaten ist seit vielen Jahren ein strategischer Schwerpunkt des Innenministeriums. Gegenwärtig sind mehr als 50 österreichische Polizistinnen und Polizisten im Frontex-Einsatz bzw. in bilateralen Einsätzen in verschiedenen Staaten Südosteuropas. Diese Beamtinnen und Beamte sind unsere vorgelagerten Augen und Ohren, um rasch auf Veränderungen reagieren zu können", sagt der Innenminister.

Eines der Szenarien hat die grenzüberschreitende Nacheile im Fokus. Darüber hinaus wird der Einsatz von geschlossenen Einheiten der Polizei, im Zusammenwirken mit Kräften des Bundesheeres geübt werden.

Migrationsbewegungen über Balkanroute müssen im Fokus stehen

Der Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität, Brigadier Gerald Tatzgern, erläutert die Situation entlang der Balkanroute: "Aktuell befinden sich in Griechenland etwa 100.000 bis 120.000 Migrantinnen und Migranten. Dazu kommen etwa 20.000 Menschen, die sich bereits in verschiedenen Staaten des Westbalkan aufhalten. Wir stellen in den vergangenen Tagen und Wochen wieder verstärkt Aufgriffe fest", sagt Brigadier Gerald Tatzgern.

Polizei und Bundesheer arbeiten schon bisher eng bei der Grenzsicherung zusammen.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 17965 vom Mittwoch, 1. Juli 2020, 13:45 Uhr
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