Polizei

Gefahrstoffkundige Organe stellen ihr Können unter Beweis

In der vierten Mai-Woche fand am Institut für medizinische Mikrobiologie in Wien ein Ringversuch statt, an dem Gefahrstoffkundige Organe der Polizei teilnahmen. Ziel des Ringversuchs war, die Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die verwendeten Testverfahren zur Feststellung von Krankheitserregern wie Milzbrand, Pest und Ebola zu testen.

Milzbrand, Pest und Ebola – das waren drei der Krankheitserreger, die in der vierten Mai-Woche im Rahmen eines wissenschaftlichen Ringversuchs nach Wien gebracht wurden. Federführend in Österreich war die "Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" (AGES). Um ihre Kompetenz in diesem Bereich zu überprüfen und unter Beweis zu stellen, nahmen an diesem Ringversuch Gefahrstoffkundige Organe (GKO) der Polizei teil.

Es gehört zu den Aufgaben der Gefahrstoffkundigen Organe, am Ort einer möglichen Gefahr Schnelltests auf das Vorhandensein von biologischen Gefahrstoffen durchzuführen. Der Kontakt mit "echtem" Milzbrand, Pest und Ebola ist zum Glück sehr selten. Deswegen ist es für die Polizei wichtig, Übungen in diesem Bereich durchzuführen. Die Proben der verschiedenen Krankheitserreger wurden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen vom Robert-Koch-Institut in Berlin nach Wien eingeflogen. Am Institut für medizinische Mikrobiologie konnte dann überprüft werden, wie gut die jeweiligen Testverfahren funktionieren.

Die von den Gefahrstoffkundigen Organen der Polizei verwendeten Nachweisverfahren haben sich im Rahmen dieses Versuchs bewährt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil diese Verfahren für die Anwendung direkt am Einsatzort ausgelegt sind und daher im Normalfall ohne Laborumgebung auskommen müssen. Einige bei diesen Versuchen gewonnene Erkenntnisse werden in die Fortbildung der Gefahrstoffkundigen Organe einfließen und so zur kontinuierlichen Verbesserung dieser spezialisierten Kräfte beitragen.

Gefahrstoffkundige Organe sind speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, die dann zum Einsatz kommen, wenn im Zuge der polizeilichen Tätigkeiten mit CBRN-Gefahr- und Kampfstoffen (chemisch-biologisch-radiologisch-nuklear) zu rechnen sind bzw. aufgetreten sind. Auch wenn das Umfeld mit CBRN-Gefahr- und Kampfstoffen kontaminiert sind, kommen die Beamtinnen und Beamten dieser Einheit zum Einsatz. Die Tätigkeiten umfassen unter anderem die Detektion und Identifizierung derartiger Stoffe, die Probennahme und Transport zu einem geeigneten Labor sowie die Beratung der Polizistinnen und Polizisten vor Ort.

Um ihre Kompetenz in diesem Bereich zu überprüfen und unter Beweis zu stellen, nahmen an diesem Ringversuch Gefahrstoffkundige Organe (GKO) der Polizei teil.
Foto: ©  LPD Wien/Lebinger
Ziel des Ringversuchs war, die Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die verwendeten Testverfahren zur Feststellung von Krankheitserregern wie Milzbrand, Pest und Ebola zu testen.
Foto: ©  LPD Wien/Lebinger

Artikel Nr: 17920 vom Samstag, 6. Juni 2020, 08:12 Uhr
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