Landespolizeidirektion Tirol

Polizei in Kufstein erstmals unter weiblichem Kommando

Mit Oberstleutnant Astrid Mair übernimmt in Tirol erstmal eine Frau das Kommando in einem Bezirk. Innenminister Karl Nehammer wünschte der zielstrebigen Polizistin viel Erfolg bei ihrer neuen und verantwortungsvollen Aufgabe.

Astrid Mair wurde am ersten April 2021 zur neuen Bezirkspolizeikommandantin von Kufstein bestellt – das erste Mal in Tirol, dass eine solche Funktion von einer Frau übernommen wird. "Es freut mich ganz besonders, dass mit Oberstleutnant Astrid Mair die erste Frau in Tirol an der Spitze eines Bezirkspolizeikommandos steht. Ich wünsche ihr in dieser verantwortungsvollen Führungsfunktion alles Gute und viel Erfolg", beglückwünschte Nehammer die leitende Polizeibeamtin. Der Minister übereichte ihr am Montag, den 12. April 2021, gemeinsam mit Landespolizeidirektor Edelbert Kohler das Bestellungsdekret. Ebenso anwesend bei diesem Festakt waren der Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer sowie der Kufsteiner Bürgermeister Martin Krumschnabel.

Erfolg durch Zielstrebigkeit

Mair trat am 1. September 2002 in den Polizeidienst ein. Ihre Ausbildung zur polizeilichen Führungskraft absolvierte die Polizistin an der Fachhochschule in Wiener Neustadt und schloss Ihre Ausbildung mit dem "Bachelor of Arts in Police Leadership" und darüber hinaus mit einem Master in strategischem Sicherheitsmanagement ab. Zuletzt arbeitete Maier im Kabinett von Innenminister Karl Nehammer in Wien, bis sie am ersten Jänner als stellvertretende Bezirkspolizeikommandantin für den Bezirk Kufstein nach Tirol zurückkehrte. Mit April folgte sie Oberstleutnant Walter Meingassner nach, der mit Ende März in den Ruhestand wechselte. Im Bezirk Kufstein ist Mair in Zukunft für 160 Polizistinnen und Polizisten verantwortlich.

Frauen in Exekutive bei über 20 Prozent

Im Innenressort arbeiten 27 Prozent Frauen. In der Exekutive beträgt der Prozentanteil 20 Prozent und 59 Prozent in der Verwaltung. Der Anteil von Polizistinnen steigt seit der Zulassung von Frauen in den Exekutivdienst Anfang der 90er Jahre stetig an. Während der Frauenanteil 1995 noch bei 1.254 Polizistinnen (4,69 Prozent) lag, lag er am 1. Februar 2021 schon bei 6.576 (20,7 Prozent). Dieser Trend spiegelt sich auch in der Grundausbildung wider. Bei Aspirantinnen und Aspiranten gab es von 2018 bis 2020 einen Zuwachs von 28 auf 31 Prozent. Somit sind derzeit von 3.270 Aspirantinnen und Aspiranten 1.007 weiblich. "Durch verstärkte Rekrutierung konnte der Frauenanteil im Exekutivdienst in den vergangenen Jahren stetig erhöht werden", sagte der Innenminister. "Wir wollen diesen Trend weiter stärken und auch die Verbesserungen der Repräsentation von Frauen in Führungspositionen im Innenministerium weiterverfolgen."

Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen

"Es müssen alle Maßnahmen in Zukunft getroffen werden, um die Zahl der Frauen in polizeilichen Führungsfunktionen in den nächsten Jahren kontinuierlich zu erhöhen", sagte Nehammer. "Ich werde daher eine Arbeitsgruppe einsetzen, die alle Möglichkeiten der Personal- und Laufbahnentwicklung auslotet, um dieses Ziel konsequent zu verfolgen." Bei einer "Ideallaufbahn" dauere die Ausbildung zum Leitenden Beamten (Polizeioffizier) vom Eintritt in den Exekutivdienst bis zur Sponsion zum Leutnant zehn Jahre. Es sollen nun Maßnahmen geprüft werden, diesen Laufbahnweg zu verändern. "Alle Überlegungen werden unter enger Einbindung der Personalvertretung gesetzt."

In der Zentralstelle des Bundesministeriums für Inneres sind 30 Prozent der Referats- und Abteilungsleiterinnen und -leiter weiblich. "Es gibt noch viel zu tun, aber wir haben die Weichen gestellt und sind auf dem besten Weg. Gleichberechtigung und Gleichbehandlung sind wesentlich für den Erfolg der Sicherheitsbehörde und eine zentrale Säule im Wertekanon Österreichs", betonte der Innenminister.

Oberstleutnant Astrid Mair und Innenminister Karl Nehammer (re.) bei der Dekretverleihung.
Foto: ©  BMI/Karl Schober

Artikel Nr: 18587 vom Dienstag, 13. April 2021, 11:46 Uhr
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