Innenministerium

Drohnen im Kampf gegen illegale Migration

Während einer Schwerpunktaktion an der österreichisch-ungarischen Grenze konnten zwei Schlepper aufgegriffen werden.

"Das konsequente und nachhaltige Vorgehen gegen die Schleppermafia ist ein Eckpfeiler zur Eindämmung der illegalen Migration. Das gemeinsame Vorgehen der österreichischen und ungarischen Polizei gegen diese menschenverachtende Form der organisierten Kriminalität ist daher wichtiger denn je", kommentierte Innenminister Gerhard Karner den jüngsten Erfolg gegen die Schleppermafia.

Ungarische Grenze

Am 28. Juli 2022 konnten im Rahmen einer Schwerpunktaktion eine Drohnenstreife der Landespolizeidirektion Burgenland zwei Schlepper an der österreichisch-ungarischen Grenze aufspüren, die mehrere Flüchtlinge aus ihrem Fahrzeug aussteigen ließen. Dank der raschen Reaktion der Einsatzkräfte konnten die Verdächtigen angehalten und der ungarischen Polizei übergeben werden.

Menschenverachtend

Fast zeitgleich zeigte eine Person die Absetzung von geschleppten Personen im Bereich Mannswörth in Niederösterreich an. Insgesamt wurden 35 Personen indischer, pakistanischer und afghanischer Herkunft aufgegriffen. Die Asylwerber gaben an, pro Person 1.000 Euro für die Schleppung bezahlt zu haben. Die Fahndung nach dem Schlepperfahrzeug verlief negativ, internationale Ermittlungen wurden eingeleitet.

Drohnen-Programm

"Etwa 80 Prozent der illegalen Migranten kommen mit Unterstützung von Schleppern an unsere Grenze. Zumeist gelockt mit völlig falschen Versprechungen und oftmals transportiert unter Lebensgefahr", sagte Karner, der die Bedeutung von Drohnen im Kampf gegen illegale Migration unterstrich. Insgesamt konnten heuer bereits 130 Schlepper im Rahmen gemeinsamer Streifen auf ungarischem Staatsgebiet festgenommen und 1.600 Flüchtlinge aufgegriffen werden. "Wir werden den Einsatz von Drohnen an der Staatsgrenze kontinuierlich erhöhen", kündigte der Innenminister an. In den vergangenen zwei Jahren wurden in einem europäischen Ausschreibungsverfahren 90 Drohnen angekauft und vor allem zur Überwachung an der burgenländisch-ungarischen Grenze zum Einsatz gebracht.

Symbolfoto.
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma

Artikel Nr: 19848 vom Donnerstag, 4. August 2022, 12:00 Uhr
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