Asylwesen
Österreich und Italien enge Partner im Kampf für ein strengeres europäisches Asylsystem
Beim Gespräch zwischen Innenminister Gerhard Karner und seinem italienischen Amtskollegen Matteo Piantedosi wurden am 19. November 2025 die Stärkung der europäischen Außengrenzen, die Neuauslegung der EMRK und mehr Abschiebungen aus ganz Europa als gemeinsame Ziele besprochen.
"Es geht um eine zeitgemäße Auslegung der europäischen Menschenrechtskonvention. Italien, Dänemark und Österreich gehören auch durch die Initiative von Bundeskanzler Christian Stocker zu jenen Ländern, die diese Arbeit konsequent vorantreiben. Daher wird es Mitte Dezember dazu auch ein Ministertreffen in Straßburg geben, mit dem klaren Ziel, noch mehr Abschiebungen aus Europa durchzusetzen", sagte Innenminister Gerhard Karner nach dem Arbeitsgespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Matteo Piantedosi am 19. November 2025 in Rom.
Österreich und Italien verfolgen das gemeinsame Ziel, illegale Migration gegen Null zu drängen und durch Asylverfahren außerhalb Europas den Migrationsdruck auf die EU-Außengrenzen zu reduzieren. "Der Migrationsdruck aus Libyen und Tunesien auf Italien ist gesunken. Daher gibt es auch weniger Druck in Richtung Österreich. Wir müssen konsequent weiterarbeiten, damit die Migrationszahlen weiter zurückgehen. Wenn Italien vom Kampf gegen die illegale Migration profitiert, profitiert davon auch Österreich und ganz Europa", ergänzte Karner.
Besuch des "Nationalen Koordinationszentrums für Migration"
Nach dem Arbeitsgespräch besuchte Innenminister Gerhard Karner das "Nationale Koordinationszentrum für Migration", aus dem alle Maßnahmen zur Bekämpfung von Schlepperei und illegaler Migration koordiniert werden. Hier arbeiten unter anderem Grenzpolizei, Marine, Küstenwache, Carabinieri aber auch Finanzpolizei und Hafenverwaltung in engem Kontakt mit Frontex zusammen.