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Pfingsten 2024: Unfallbilanz und Verkehrsüberwachung

Ein Verkehrstoter am Pfingstwochenende, auch weniger Unfälle und Verletzte, dagegen eine Zunahme bei Drogenlenkern. Innenminister Gerhard Karner bedankte sich bei Polizei und Verkehrsteilnehmern.

Am Pfingstwochenende 2024 ereigneten sich in Österreich insgesamt 446 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das waren um 72 (13,9 Prozent) weniger als im Vorjahr (518 Unfälle). Dabei wurden 529 Personen verletzt, um 91 (14,7 Prozent) weniger als zu Pfingsten 2023 (620 Verletzte), und eine Person getötet.

Am 18. Mai 2024 (Pfingstsamstag) gegen 15:45 Uhr verlor ein 20-jähriger Motoradfahrer auf der trockeneren Fahrbahn der B 120 im Bezirk Gmunden plötzlich die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen die Leitplanke. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Es handelte sich um einen Alleinunfall, es war kein weiteres Fahrzeug am Unfall beteiligt.

Ein Verkehrstoter zu Pfingsten im Jahr 2024 bedeutet – gemeinsam mit dem Jahr 2021 - das bisher niedrigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967). Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote am Pfingstwochenende 1984 beklagt werden. Im Vorjahr (2023) kamen drei Verkehrsteilnehmer im Pfingstverkehr ums Leben.

Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung durch die Polizei wurden zu Pfingsten 54.251 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet (2023: 63.011), ein Rückgang um 13,9 Prozent. Gegen 428 Fahrzeuglenker wurde wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet (2023: 468), ein Rückgang um 8,5 Prozent. Weitere 87 Drogenlenker mussten von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden, um 13 oder 17,6 Prozent mehr als im Vorjahr (74). 296 Lenkern (+ 11,7 Prozent) wurde am Pfingstwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2023: 265). Fünf Kraftfahrzeuge wurden zu Pfingsten infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt.

Innenminister Gerhard Karner zur verkehrspolizeilichen Bilanz des Pfingstwochenendes:
"Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten, die am Pfingstwochenende im Einsatz standen, aber auch den Verkehrsteilnehmern, deren Verhalten von Vorsicht und Rücksicht getragen war. Sie alle haben einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf den österreichischen Straßen geleistet", sagte Karner.

In der gesamten Pfingstwoche vom 13. Mai bis zum 20. Mai 2024, einschließlich Pfingstmontag, verunglückten vier Menschen im Straßenverkehr tödlich: Drei Motorrad-Lenker und ein Pkw-Lenker.

Je zwei Menschen kamen in der Vorwoche auf Landesstraßen B und auf Landesstraßen L ums Leben. Jeweils zwei Verkehrstote wurden in der Vorwoche in Niederösterreich und in Oberösterreich beklagt.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren in zwei Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung und in je einem Fall Vorrangverletzung und nicht angepasste Geschwindigkeit. Zwei tödliche Unfälle waren Alleinunfälle.

Vom 1. Jänner bis 20. Mai 2024 gab es im österreichischen Straßennetz vorläufig 92 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2023 waren es 122, 2022 138, 2021 96, 2020 116 und 2019 126.

Eine genaue Aufschlüsselung der Pfingst-Bilanz (Freitag bis Pfingstmontag) für jedes Bundesland unter "Weiterführende Dokumente".

Dokumente:

Pfingsten 2024: Unfallbilanz und Verkehrsüberwachung.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 26898 vom Dienstag, 21. Mai 2024, 10:29 Uhr
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