Asyl- und Fremdenwesen

Andreas Achrainer Geschäftsführer der "Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen"

Innenminister Wolfgang Peschorn hat am 6. Dezember 2019 nach einer öffentlichen Interessentensuche Andreas Achrainer zum interimistischen Geschäftsführer der "Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen" (BBU) bestellt. Die Funktion ist mit maximal 24 Monaten zeitlich beschränkt.

"Die Aufgabe des interimistischen Geschäftsführers, Andreas Achrainer, liegt darin, die BBU organisatorisch und personell zu entwickeln, um sicherzustellen, dass diese zukünftig ihre Aufgaben sachkundig und effizient wahrnehmen kann", sagte Innenminister Peschorn.

Andreas Achrainer ist Jurist mit langjähriger Erfahrung im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie mit Erfahrung in der Umstrukturierung von Unternehmen in schwierigen Situationen. Er war Landesgeschäftsführer des Roten Kreuzes in Niederösterreich und Burgenland, danach fusionierte er in Wien das Hartmannspital und das Krankenhaus St. Elisabeth zum heutigen Franziskus-Spital. Derzeit ist Achrainer in der "Austrian Medicines Verification System GmbH" (AMVS) für die Umsetzung der Arzneimittelrichtlinie in Österreich zuständig.

Gleichzeitig mit der Bestellung des BBU-Geschäftsführers hat Innenminister Peschorn jene sechs Aufsichtsratsmitglieder nominiert, die er in den BBU-Aufsichtsrat entsendet. Die Betreuung von Asylwerbern obliegt Bund und Ländern gemeinsam. Innenminister Peschorn informierte daher auch am 6. Dezember 2019 die Landesflüchtlingsreferentinnen und -referenten im Rahmen ihrer jährlichen Tagung in Wien über seine Entscheidungen.

Notariatsakt zur Errichtung der BBU

Bereits am 5. Dezember 2019 ist Innenminister Peschorn dem ihm obliegenden gesetzlichen Auftrag nachgekommen und hat den Notariatsakt zur Errichtung der BBU unterzeichnet.

"Durch die öffentliche Interessentensuche wurde Transparenz bei der Auswahl gewährleistet und auch externen Bewerberinnen und Bewerbern angesprochen. Durch die Bestellung von Andreas Achrainer und der neuen Geschäftsführung wird sichergestellt, dass die BBU ihre Aufgaben zukünftig sachkundig und unbeeinflusst wahrnehmen kann", sagte Innenminister Peschorn.

Mit dem von der ÖVP/FPÖ-Regierung im Mai 2019 beschlossenen BBU-Gesetz wurde der Innenminister zur Errichtung einer Gesellschaft verpflichtet, die spätestens ab dem 1.7.2021 die Grundversorgung wahrzunehmen hat.

"Die gesetzlich angeordnete Überführung der Aufgaben der Grundversorgung auf die BBU bietet die Chance eines Kassensturzes und eine Neuausrichtung bei der Betreuung der Asylwerber. Ich erwarte mir, dass die Gesellschaft diese Chance im Interesse der Republik Österreich nützt", sagte Innenminister Peschorn.

Innenminister Wolfgang Peschorn unterzeichnete am 5. Dezember 2019 den Notariatsakt zur Errichtung der BBU.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 17557 vom Freitag, 6. Dezember 2019, 11:54 Uhr
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