Night Race Schladming

Polizistinnen und Polizisten als Sieger

Was, wenn 41.000 enthusiastische Ski-Fans auf die Planai kommen? Was, wenn die größte "Ein-Tages-Veranstaltung" im Weltcup reibungslos verläuft, weil rund 250 Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit sorgen? Es gebührt ihnen großer Dank – und das nicht nur, weil es ihre Aufgabe ist. Einen visuellen Spaziergang entlang der Planei finden Sie im unten angeführten Link.

"Schladming is back", das hieß es am 30. Jänner 1997, als der Weltcup nach sechs Jahren Pause mit dem ersten Nightrace nach Schladming zurückkehrte. Damals, da zählte man 27.000 begeisterte Ski-Fans auf der Planai, unvergessen Alberto Tombas in den Schnee gezogener Lauf zum Sieg. Das Night Race früher, das war nicht anders als heute, nur weniger Ski-Fans. Knapp 41.000 Besucher zählte man am 23. Jänner 2018 bei der 21. Auflage des Nachtrennens, auch ein Highlight fürs Fernsehen - 1,8 Millionen Menschen sahen den zweiten Durchgang des Skirennens, fast jeder zweite Fernsehkonsument. Es war seit der Olympiaabfahrt 2006 (Italien) das meistgesehene Skirennen in Österreich, mit Marcel Hirscher als großem Sieger.

Polizistinnen und Polizisten als Sieger

Ebenso große Sieger waren einmal mehr rund 250 Exekutivbedienstete aus fast allen Bezirken der Steiermark, die bei der Sportgroßveranstaltung im Einsatz standen. Es waren Polizistinnen und Polizisten vom Verkehrsdienst im Einsatz, von der Einsatzeinheit (EE), vom Einsatzkommando Cobra/DSE, der Polizei- Diensthundeabteilung, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) und von der Einsatzleitung. Wie jedes Jahr sorgten Ski-Fans für ein großartiges Ski-Fest in Schladming, und wie jedes Jahr war es für den Leiter des Einsatzstabs und Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Mag. Herbert Brandstätter eine große Herausforderung, den Sicherheitsdienstleister "Polizei" sowie Polizistinnen und Polizisten auf dieses Fest vorzubereiten.

"Ich möchte allen Polizistinnen und Polizisten danken, die am 23. Jänner 2018 rund um den legendären Nachtslalom auf der Planai in Schladming für die Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben", sagt Innenminister Herbert Kickl. "41.000 Besucherinnen und Besucher haben ein Ski-Fest feiern können, weil Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettung und Sicherheitsdiensten Großartiges geleistet haben."

Es waren 7.000 Parkplätze für Besucher mit Pkw reserviert, 300 für Busse. Die ÖBB brachte mit Sonderzügen Besucher in die Region Schladming-Dachstein, die den legendären Nachtslalom miterleben wollten. Alleine 50 Polizistinnen und Polizisten lenkten den Verkehrsstrom und leiteten die Besucher zu den Parkplätzen und zur Planai. Auch der An- und Abreiseverkehr über die Ennstalstraße sei heuer besonders reibungslos und zufriedenstellend verlaufen, sagt der Einsatzleiter. "Dies deshalb, weil wir das Verkehrsleitsystem der Lage angepasst haben und die Besucherinnen und Besucher sehr diszipliniert waren."

Taschendiebstähle, Körperverletzungen, Festnahme

"Der Einsatz muss geplant gelenkt und koordiniert, wenn notwendig nachgebessert oder der Lage angepasst sowie dokumentiert werden", sagt Brandstätter. Der Führungsstab der Behörde lag im Planai-Gebäude, "wo wir als Polizei auch vertreten waren", der große polizeiliche Einsatzstab war in der Skihandelsschule eingerichtet. "Heuer war das Publikum sehr gesittet, es gab wenig Alkoholmissbräuche und ein gutes Einvernehmen mit Läufern und Zusehern", betont Brandstätter. Wo 41.000 Besucherinnen und Besucher auf der Planai ein Ski-Fest feierten, hieß es aus polizeilicher Sicht: 16 Taschendiebstähle, drei Anzeigen nach dem Jugendschutzgesetz, drei nach Körperverletzungen, eine wegen Gefährlicher Drohung. Und eine Festnahme nach einer Ordnungsstörung. "Der war alkoholisiert und hat sich hinterher entschuldigt." Das Veranstaltungsgelände auf der Planai und die "Meile" in der Innenstadt wurden von Polizistinnen und Polizisten der Einsatzeinheit sowie von Sonderkräften gesichert, insbesondere, um Taschendiebstähle zu verhindern. "Das ist uns auch gelungen, wir haben Taschendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr auf über ein Drittel reduzieren können", betont der Einsatzleiter.

Alpinpolizisten entlang der Piste

"Bedienstete der Alpinpolizei sichern die Piste im Steilgelände, helfen vom Start bis zum Ziel den Ordnern, die zur Absperrung eingeteilt sind und versuchen das Zünden von Bengalischem Feuer im Hangbereich zu verhindern", sagt Brandstätter. "Sie unterstützen aber auch die Bergrettung und den Rettungsdienst bei Unfallaufnahmen, und nehmen Zeugeneinvernahmen vor, wenn das nach einem Unfall notwendig ist." Schneeballwürfe, wie sie beim Lauf des Norwegers Henrik Kristoffersen passiert sind, seien insbesondere durch eine Sensibilisierung der Besucher zu verhindern, bemerkt der Einsatzleiter.

Besondere Highlights?

"Immer, wenn ein Österreicher auf der Planai gewinnt, ist das ein besonderes Highlight", sagt Brandstätter, der seit 20 (von 21) Rennen "dabei" ist. "Einmal waren 50.000 Besucher da, das war etwas Besonderes, das DJ Ötzi-Konzert oder jede Startnummernauslosung am Vortag des Rennens – es gibt viele Highlights nach 21 Nachtslaloms in Schladming." Wann beginnen die Vorbereitungen für nächstes Jahr? "Die Vorbereitungen beginnen bereits mit der Nachbesprechung des letzten Rennens, wo mit Stärken und Schwächen ein erstes Resümee gezogen wird", sagt Brandstätter. "Drei Monate vor dem Rennen beginnen dann die ersten Besprechungen. Es fließen die Erfahrungswerte aus den Vorjahren mit ein, und daraus ergeben sich die Kommandierung und der Einsatzbefehl für die Polizistinnen und Polizisten."

Das Rekrutierungsteam der Kommunikationsabteilung des Innenministeriums nutzte wie in Kitzbühel das große Publikum in Schladming, um neue Interessentinnen und Interessenten für die Polizeiausbildung zu gewinnen.

Text: Reinhard Leprich

Links:

Alpinpolizisten auf der Planai in Schladming.
Foto: ©  Jürgen Makowecz

Artikel Nr: 15514 vom Freitag, 26. Jänner 2018, 15:31 Uhr
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