Opferhilfe
Tag der Kriminalitätsopfer 2025 – Symposium zum Thema Schadenersatz
Anlässlich des Europäischen Tags der Kriminalitätsopfer fand am 18. Februar 2025 ein Symposium im Innenministerium statt.
Anlässlich des Europäischen Tags der Kriminalitätsopfer fand am 18. Februar 2025 ein Symposium im Innenministerium statt. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Schadenersatz für Kriminalitätsopfer gaben Innenminister Karner, Justizministerin Zadic und Sektionschef Zach Statements zum Terroranschlag in Villach ab.
"Zu frisch, zu hoch sind die Emotionen nach der Tragödie. In so einer Ausnahmesituation ist es wichtig, Mitgefühl und Anteilnahme zu zeigen. Den Opfern und den Angehörigen, den Beteiligten in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen – so wie das der WEISSE RING auch immer wieder tut", sagte der Innenminister.
Inhalt des Symposiums
Das Symposium thematisierte finanzielle Hilfen für Kriminalitätsopfer und diesbezügliche Herausforderungen in der Praxis. Nach der Begrüßung durch Angelika Schäffer-Fischill vom WEISSEN RING und den Statements von Innenminister Karner, Justizministerin Zadic und Sektionschef Zach folgten Fachvorträge und eine Paneldiskussion.
"Opfer brauchen verlässliche Anlaufstellen, die sie begleiten und ihnen zu ihrem Recht verhelfen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Opferhilfe, der Opferschutzeinrichtungen sowie des WEISSEN RINGS und allen Beratungsstellen für Gewaltbetroffene in Österreich", betonte Justizministerin Zadic.
Das Symposium beleuchtete das Thema Schadenersatz für Kriminalitätsopfer aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Fragen "Welche Ersatzansprüche stehen Opfern von Straftaten gesetzlich zu?", "Welche Erwartungen haben sie an das System, und wie können sie ihre Rechte effektiv durchsetzen?" standen im Fokus.
Drei Vorträge vermittelten facheinschlägige Informationen und veranschaulichten unterschiedliche Perspektiven:
• Rechtliche Rahmenbedingungen des Schadenersatzes (Lyane Sautner, JKU Linz)
• Herausforderungen für Opfer (Susanne Kammerhofer, WEISSER RING)
• Opferhilfe in der Schweiz (Karin Portmann, Kanton Zürich, Opferhilfestelle)
Sektionschef Zach hob hervor: "Das Attentat in Villach führt vor Augen, dass schwere Verbrechen wie Terror, Mord und Missbrauch es erfordern, kontinuierlich über weitere Anpassungen und Verbesserungen für Verbrechensopfer und deren Hinterbliebene nachzudenken und sich für deren Umsetzung einzusetzen."
Die abschließende Paneldiskussion behandelte finanzielle Hilfeleistungen, zivil- und strafrechtliche Ansprüche sowie den Terroropferfonds.
Der WEISSE RING
Der WEISSE RING ist die einzige gesetzlich anerkannte Opferhilfeeinrichtung Österreichs. Er bietet Beratung, rechtliche Informationen und finanzielle Hilfen. Zudem engagiert sich die Organisation für Opferrechte und betreibt den Opfer-Notruf 0800 112 112.