Asyl- und Fremdenwesen
Nächste Direktabschiebung nach Afghanistan – mehr Abschiebungen als neue Asylanträge
Karner: "Wir verzeichnen mehr Abschiebungen als neue Asylanträge. Diese Entwicklung gilt es nachhaltig abzusichern."
Die eingeschlagene Null-Toleranzpolitik gegenüber straffälligen Asylwerbern wird rigoros fortgesetzt. Das zeigt die begleitete Abschiebung eines 33-jährigen Afghanen nach Kabul am 6. April 2026, die sich nahtlos in die konsequente Rückführungspolitik der vergangenen Monate einreiht.
Ein Blick auf das Vorstrafenregister des Mannes untermauert die Notwendigkeit der Abschiebung: Vier strafrechtliche Verurteilungen im Gesamtausmaß von viereinhalb Jahren, unter anderem wegen mehrfachen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung. Darüber hinaus sind sieben kriminalpolizeiliche Vormerkungen gegen den Mann erfasst.
Der Abgeschobene ist eine jener Personen, die im September 2025 von einer Delegation der afghanischen Verwaltung als afghanischer Staatsangehöriger in Wien identifiziert wurde.
2025 verließen über 14.000 Straftäter Österreich
Im Jahr 2025 mussten über 14.000 Straftäter und illegal Aufhältige Österreich verlassen – das entspricht rund 40 Menschen am Tag, wobei hiervon rund zehn Personen straffällig wurden.
Im Jänner und Februar 2026 mussten 2.270 Straftäter und illegal Aufhältige Österreich verlassen, während im selben Zeitraum nur 768 Asylerstanträge gestellt wurden (421 im Jänner, 347 im Februar). Das bedeutet, dass mehr Personen Österreich verließen, als neu hinzukamen.
Zugleich ist mit bundesweit rund 8.200 Asylwerberinnen und Asylwerbern in der Grundversorgung die Zahl so niedrig wie seit über 20 Jahren nicht.