Innenministerium
EU-Asylagentur launcht neues Projekt mit nordafrikanischen Partnerstaaten
Am 26. und 27. November 2025 fand der offizielle Kick-off des neuen Projekts der EU-Asylagentur unter dem Titel "Regional Protection Project for the Southern Neighbourhood" in Malta statt. Den feierlichen Auftakt bildete eine Konferenz zum Thema "International Protection, Fundamental Rights and the role of International Cooperation".
In mehreren Panels diskutierten Vertreterinnen und Vertreter seitens der EU-Asylagentur (EUAA), EU-Mitgliedstaaten, IOM, UNHCR, OHCHR sowie des Europarates, des Gerichtshofs der Europäischen Union, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und der Wissenschaft. Die Beiträge unterstrichen die Bedeutung einer verstärkten internationalen Kooperation zur Stärkung des Zugangs zu Schutz entlang zentraler Migrationsrouten.
Im Rahmen der Breakout-Session zum Thema "Practical application of Human Rights in the Context of International Protection" hatten Teilnehmende die Möglichkeit, Fachwissen und Erfahrungswerte auszutauschen.
An der Eröffnungskonferenz nahmen u.a. Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Malta, Niederlande, Österreich, Slowakei, Slowenien und Tschechische Republik) und fünf nordafrikanischen Partnerstaaten (Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Mauretanien) teil.
Das neue Projekt baut auf einem erfolgreichen Vorgängerprojekt der EUAA auf und wird seitens Dänemark ko-finanziert. Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten, darunter Österreich, beteiligen sich mittels der Bereitstellung von Expertise. Das Projekt verfolgt das Ziel, Partnerstaaten in Nordafrika dabei zu unterstützen, Schutzstrukturen aufzubauen bzw. zu stärken – sowohl innerhalb der Staaten, auf regionaler Ebene als auch entlang wesentlicher Migrationsrouten. Damit erfolgt ein wichtiger Beitrag zu effektivem Migrationsmanagement in Nordafrika. Geplant sind vielfältige Formate wie Konferenzen, Seminare, Workshops und Studienbesuche, um umfangreiche und maßgeschneiderte Unterstützung zu gewährleisten.
Das Innenministerium bringt sich wie bereits im Rahmen des Pilotprojekts unter Federführung des Referates V/B/8/b (Internationale und europäische Asylangelegenheiten) mittels fachlicher Expertise aktiv in die Projektumsetzung ein.