Einsatzkommando Cobra/DSE

Tauchen für die Sicherheit

Ihr Element ist das Wasser, und die Sicherheit in Österreichs Gewässern steht für sie an erster Stelle: die Einsatztaucher des Einsatzkommandos Cobra/DSE. Sei es das Tauchen unter Eis, Strömungstauchen oder Tieftauchen – jeder Einsatz ist anders, Routine gibt es nicht. Die Taucher des EKO Cobra/DSE werden jährlich zu mindestens 30 Einsätzen gerufen. Aus- und Weiterbildung spielen dafür eine zentrale Rolle.

Vermisst: ein 21-jähriger Ire. Nachdem er mit Freunden in einem Wiener Szenelokal gefeiert hatte, fehlte von ihm jede Spur. Es wurde vermutet, dass er in den Donaukanal gestürzt ist. Ein Job für die Taucher des Einsatzkommandos Cobra/DSE. Sie überprüften die Bereiche des Donaukanals, an denen der Mann vermutet wurde. In einer Tiefe von 1,7 Metern und rund drei Meter vom Ufer entfernt, fanden sie schließlich den Leichnam des jungen Iren – dies ist einer von mindestens 30 Einsätzen, zu dem die Taucher des EKO Cobra/DSE jährlich gerufen werden.

Das Einsatzspektrum der Taucher beschränkt sich aber nicht nur auf das Bergen von Personen. Sie suchen beispielsweise nach Waffen und Beweismitteln in Flüssen und Seen und durchsuchen Schiffe und Hafenanlagen nach Gegenständen, die eine Gefahr für die Sicherheit darstellen. Manche Einsätze können sogar bis zu einer Woche dauern. "Besondere Einsätze erfordern auch eine besondere Ausrüstung. Die Einsatztaucher des EKO Cobra/DSE verfügen über eine der besten Ausrüstungen, die Polizeieinheiten in Europa besitzen. Das beginnt bei der Infrastruktur, zum Beispiel bei den Allrad-Tauchfahrzeugen, über Tauchcomputer bis hin zur Sonderausrüstung wie Vollgesichtsmasken mit Funk, Unterwasser-Videokameras, etc.", sagt Generalmajor Erwin Strametz, Leiter der Abteilung 2 (Sondereinsatz und Ausbildung) beim EKO Cobra/DSE.

Aus- und Weiterbildung

"Die Taucher des EKO Cobra/DSE sind sehr oft mit schwierigen, oft auch lebensgefährlichen Einsätzen konfrontiert. Taucheinsätze erfordern daher eine besondere psychische Stärke und sehr viel Training. Eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung sowie laufende Fort- und Weiterbildung – auch in Zusammenarbeit mit internationalen Einheiten – ist daher ganz wichtig", sagt Major Wolfgang Schwaiger, stellvertretender Referatsleiter für Einsatz und Ausbildung. Das EKO Cobra/DSE verfügt derzeit über 14 Taucher, zusätzlich wird auf vier Taucher des Entschärfungsdienstes zurückgegriffen, wenn es für den Einsatz erforderlich ist.

Die Taucher des EKO Cobra/DSE verfügen über eine Grundtauchausbildung, Spezialausbildungen und eine Kampfschwimmerausbildung. Während der fünfwöchigen Grundtauchausbildung stehen Frei- und Gerätetauchen, Orientierung in Gewässern, Rettungstechnik/Notfallmanagement, Such- und Bergeaufgaben sowie Tatortarbeit/Dokumentation im Fokus. Zu den Spezialausbildungen zählen unter anderem Tieftauchen, Strömungstauchen, Tauchen unter Eis und Motorbootausbildung. Die Kampfschwimmerausbildung dauert ebenfalls fünf Wochen, in denen die Taucher Geräteübungen, taktische Übungen und ein Schießtraining absolvieren müssen. Vier bis sechs Wochen Schwerpunkttraining pro Jahr, laufendes Training an zwei Tagen im Monat und internationale Fortbildungen sorgen dafür, dass die Taucher des EKO Cobra/DSE ständig auf dem neuesten Stand sind und bestens vorbereitet ihre oftmals schwierigen Einsätzen meistern.

Neben den Einsatztauchern gibt es beim EKO Cobra/DSE sieben weitere Sonderausbildungsbereiche: Fallschirmspringen, Sprengen, Präzisionsschießen, Hundeführer, Einsatztechnik, Fahrtechnik und Alpinausbildung.

Die Taucher des EKO Cobra/DSE werden jährlich zu mindestens 30 Einsätzen gerufen.
Foto: ©  Eko COBRA/DSE

Artikel Nr: 15540 vom Freitag, 2. Februar 2018, 09:49 Uhr
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