Sportgroßveranstaltungen

Fußball WM startet

Am 14. Juni 2018 um 17:00 Uhr ist es soweit. Das Eröffnungsspiel der FIFA Fußball WM 2018, Russland gegen Saudi Arabien, ist das erste von 64 Spielen, nach deren Absolvierung am 15. Juli 2018 voraussichtlich gegen 18:45 Uhr der neue FIFA Fußball Weltmeister feststehen wird.

Für dieses Sportspektakel, an dem insgesamt 32 Nationen teilnehmen, wurden im Gastgeberland Russland 13 Stadien in zwölf Städten auf den modernsten Stand der Technik gebracht oder überhaupt neu gebaut. Mit einem Fassungsvermögen von 81.000 Personen ist das LUZHNIKI-Stadion, eine der zwei Moskauer Fußballarenen, das größte Stadion während der FIFA Fußball WM 2018.

"Österreich ist bei der FIFA WM 2018 in Russland sportlich nicht vertreten. Das Bundesministerium für Inneres trifft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) dennoch Vorkehrungen, um österreichische Gäste in Russland bei Bedarf bestmöglich unterstützen zu können. Wir wünschen den teilnehmenden Mannschaften viel Erfolg und den Zuschauern einen schönen und sicheren Aufenthalt", sagte Generalsekretär Peter Goldgruber.

Faneinreise nach Russland

Auch wenn sich die österreichische Fußballnationalmannschaft nicht für dieses Turnier qualifizieren konnte, herrscht hierzulande großes Interesse an dieser Sportgroßveranstaltung. Etwa 1.000 Personen aus Österreich haben eine Fan-ID beantragt, um direkt vor Ort dabei zu sein. Dieses Dokument dient als wichtiges Tool im Fan-Identifizierungssystem der WM und ermöglicht die visafreie Einreise nach Russland zwischen 4. Juni und 25. Juli 2018.

Es gibt zwei Arten dieser Fan-ID: Die erste Variante stellt eine Printversion mit dem Foto des Fans und seinen persönlichen Daten dar, die auch den Zugang zum Stadion sowie kostenfreien Transport ermöglicht; die zweite ist eine elektronische ID, die lediglich zur visafreien Ein-und Ausreise dient.

Nähere Informationen in Bezug zu Reisen zur FIFA WM 2018 finden sich auf der Homepage des BMEIA, wo auch wieder die beliebte Reiseregistrierung vorgenommen werden kann. So werden österreichische Fans im Anlassfall vom BMEIA rasch mit relevanten Informationen per SMS oder E-Mail versorgt.

Sicherheitsmaßnahmen des BMI

Auch seitens des BMI wurden bereits Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich der WM getroffen: So steht der BMI-Verbindungsbeamte in permanentem Kontakt mit allen russischen Sicherheitspartnern. Damit ist gewährleistest, dass das BMI über jede sicherheitsrelevante Information verfügt und jederzeit ein aktuelles Lagebild abgeben kann, was insbesondere bei Großlagen von hoher Wichtigkeit ist.

Sowohl bei Fan-Ausschreitungen als auch bei möglichen terroristischen Lagen ist der Informationsaustausch mit relevanten Ansprechpartnern über den BMI Verbindungsbeamten sichergestellt. Ebenso kann auch bei Einzelfällen in Not geratenen Österreichern Unterstützung angeboten und gewährleistet werden. Diese Unterstützung erfolgt in Absprache und Koordination mit dem österreichischen Konsulat.

Die Grenzkontrollstellen auf den österreichischen internationalen Flughäfen sowie der in Moskau eingesetzte österreichische Dokumentenberater wurden im Hinblick auf Reisebewegungen von Fans, die zur WM nach Russland reisen, sensibilisiert.

Die seitens der russischen Behörden für die WM getroffenen Sicherheitsmaßnahmen sind enorm hoch. Spezielle Stadionzugangskontrollsysteme, überwachte Sicherheitsperimeter wie auch die genaue Kontrolle relevanter Positionen gehören zum Alltag während der FIFA WM 2018.

Sicherheitsmaßnahmen in Russland

Die russischen Ministerien und Behörden, aber auch private Sicherheitsfirmen warten mit enormen personellen Ressourcen und technischem Equipment auf, um den hohen Ansprüchen der FIFA an Austragungsnationen nicht nur gerecht zu werden, sondern diese sogar zu übertreffen. Allein die Zahlen des Einsatzpersonals des russischen Katastrophenschutzministeriums EMERCOM mit 40.000 oder auch die 18.000 für Maßnahmen bei den Veranstaltungsstätten ausgebildeten Stewards sollen höchsten Standards gerecht werden.

Auch auf etwaige Vorfälle im Zusammenhang mit Hooliganismus ist man in Russland laut Behördenvertretern bestens vorbereitet. Fehlverhalten in diesem Zusammenhang wird keinesfalls geduldet und hätte sofort gezielte Maßnahmen des Sicherheitsapparats zur Folge, so die Sicherheitsbehörden.

Von den umfassend geplanten Sicherheitsmaßnahmen und deren Umsetzung konnten sich im Rahmen der vom Gastgeberland veranstalteten Sicherheitskonferenz im Mai 2018 Vertreter der für internationale Sportgroßveranstaltungen zuständigen Referate des BMI (I/13/a sowie II/2/b) überzeugen. Die Vorträge, Präsentationen und Besichtigungen boten einen außergewöhnlich hohen Informationsgehalt für das Ressort sowie wertvolle Gelegenheiten zum Austausch mit internationalen, insbesondere aber mit russischen Verantwortungsträgern in Hinblick auf die Sicherheit bei Sportgroßveranstaltungen.

So werden etwa weitere (Sicherheits-)Maßnahmen im Rahmen der WM in Russland gesetzt: Über große LED Screens werden Sporttouristen im Bedarfsfall in mehreren Sprachen mit relevanten Informationen versorgt. Bei den Stadien selbst werden Sicherheitsboxen dazu dienen, die nicht zur Mitnahme in die Veranstaltungsstätten erlaubten Gegenstände zu verwahren. Zudem sollen Sprachkurse eingesetzter Beamter dazu dienen, auch die persönliche Verständigung mit den internationalen Gästen zu verbessern. Neben dem obersten Gebot der Sicherheit von Beginn bis zum Ende der FIFA Weltmeisterschaft 2018 ist Freundlichkeit des gesamten eingesetzten Personals eine weitere Vorgabe der verantwortlichen russischen Behörden.

Die internationale Zusammenarbeit, etwa durch Errichtung eines IPCC (International Police Cooperation Center) sowie darüber hinaus die Kommunikation auch mit den Nationalen Fußballinformationsstellen der nicht qualifizierten Nationen ist für internationale Turniere durch die Konvention des Europarats (Convention on an integrated safety, security and service approach at football matches and other sport events) geregelt. 155 internationale auf Fußball-Hooliganismus spezialisierte Exekutivbeamte der zur Teilnahme qualifizierten Nationen, davon 64 im IPCC und 91 als Beobachter der nationalen Fanszene (sogenannte Spotter), werden heuer in Russland eingesetzt.

Public Viewing in Österreich

Auch nach Österreich wird das Fußballfieber an einige Schauplätze übertragen. Fast 40 Veranstaltungen wurden als sogenannte Public Viewing Zonen mit einem Fassungsvermögen von 300 bis zu mehreren tausend Personen bei der Behörde angemeldet. Zur Gewährleistung der Sicherheit wurde durch das BMI bereits für die EURO 2016 ein Empfehlungskatalog für Public Viewing Bereiche ausgearbeitet, der nach erfolgter Überarbeitung auch diesmal zur Anwendung kommt.

Diese nationalen und internationalen Vorkehrungen sollen dazu beitragen, dass einer erfolgreichen – und sicheren – Fußball WM 2018 in Russland sowie in Österreich nichts im Wege steht.

Im Luzhniki-Stadion in Moskau findet das erste Spiel statt.
Foto: ©  BMI/Martin Schlosser

Artikel Nr: 15990 vom Donnerstag, 14. Juni 2018, 11:28 Uhr
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