Staatliches Krisenmanagement

Start des Masterprogramms "OeRISK: Risikoprävention und Katastrophenmanagement"

Das Postgraduate-Center der Universität Wien und das Innenministerium vereinbarten eine Kooperation für das Masterprogramm "OeRISK: Risikoprävention und Katastrophenmanagement", das am 1. Oktober 2015 startete.

Das Masterprogramm "Risikoprävention und Katastrophenmanagement" an der Universität Wien ist die erste universitäre postgraduale Weiterbildung in Österreich, die das Thema ganzheitlich präsentiert. Der Universitätslehrgang wurde in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagement (SKKM) des Bundesministerium für Inneres (BMI) sowie in fachlicher Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien, der Technischen Universität Graz, dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS), dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) entwickelt. Zeitgleich zum Lehrgangsstart am 1. Oktober 2015 unterzeichneten die Kooperationspartner nun den Vertrag.

Ziele und Inhalte des Lehrgangs

Das postgraduale Weiterbildungsprogramm beschäftigt sich mit den Themen Vorsorge, Bewältigung und Wiederaufbau im österreichischen Katastrophenmanagement und richtet sich an Personen, die im Bevölkerungsschutzes sowie in der Risikoprävention und im Katastrophenmanagement tätig sind. Angesprochen sind Berufstätige von Einsatzorganisationen (Rettung, Polizei, Feuerwehr, Bundesheer u. a.), Personen in Forschung und Lehre, Mitglieder von NGOs sowie Mitarbeiter der Stadt- und Raumplanung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben interdisziplinäres und praxisbezogenes Wissen über das System der Risikoprävention und des Katastrophenmanagements. Ziel ist es, den Studierenden jene Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ihren Beruf oder eine angestrebte Erwerbstätigkeit in den einschlägigen Berufsfeldern benötigen, und dadurch den Bedarf an Experten zu decken, die über ein fachübergreifendes interdisziplinäres Verständnis über den Katastrophen- und Risikokreislauf verfügen.

Kooperationsvertrag unterstreicht enge Zusammenarbeit

Unterzeichnet wurde der Kooperationsvertrag von Christa Schnabl und Heinz Faßmann, Vizerektoren der Universität Wien, sowie von Johann Bezdeka, Leiter der Gruppe II/B (Fremdenpolizei, Zivil- und Katastrophenschutz) im BMI. Um die Praxisorientierung des Masterprogramms bestmöglich gewährleisten zu können, war das Innenministerium von der Konzeption an eingebunden. Gruppenleiter Bezdeka hob bei der Vertragsunterzeichnung das umfassende und interdisziplinäre Konzept des Universitätslehrgangs hervor und begrüßte das Mitwirken namhafter Organisationen des staatlichen Katastrophenmanagements an der Entwicklung des Lehrgangs. "Der Lehrgang ist ein anschauliches Beispiel, wie die Absichtserklärung zur Kooperation im Jahr 2013 zu konkretem Leben erweckt wird. Es ist erfreulich, dass er auf reges Interesse gestoßen ist", sagte Gruppenleiter Bezdeka.

Experte für Risikoforschung leitet Masterprogramm

Thomas Glade, wissenschaftlicher Leiter des Masterprogramms, ist Professor am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien und ausgewiesener Experte im Bereich der Risikoforschung: "Jede Weiterbildung muss zum Ziel haben, bereits im Berufsleben stehenden Personen ein fundiertes theoretisches und aktuelles praktisches Rüstzeug zu vermitteln. Jede und jeder Studierende wird befähigt, dieses neue Wissen im jeweiligen Berufsumfeld einzubringen und dadurch gemäß den jeweiligen Gegebenheiten neue Ideen zu entwickeln und Impulse zu setzen. Dieses lebenslange Lernen muss nachhaltig erfolgreich garantiert werden. Dazu stellt die Kooperation zwischen dem BMI und der Universität Wien einen sehr wichtigen Beitrag dar."

Links:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Glade (li.), Vizerektorin Ao. Univ.-Prof. Mag.Dr. Christa Schnabl und Gruppenleiter Mag. Hans Bezdeka bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.
Foto: ©  Universität Wien/Vera Aichhorn
Abdruck honorarfrei
Albert Kern (ÖBFV), Gerhard Mannsberger (BMLFUW), GL Hans Bezdeka, Vizerektorin Christa Schnabl, Lehrgangsleiter Thomas Glade, Friedrich Teichmann (BMLVS) und Thomas Schindler (ÖBFV).
Foto: ©  Universität Wien/Vera Aichhorn
Abdruck honorarfrei

Artikel Nr: 12917 vom Montag, 5. Oktober 2015, 07:00 Uhr
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