Kooperation

Forschen für die Sicherheit: Innenministerium und TU Graz verlängern Partnerschaft

Am 16. Juni 2021 wurde das 2015 geschlossene "Memorandum of Understanding" um fünf Jahre verlängert. Die Kooperation beinhaltet den Austausch von aktueller Forschung mit Praxiserfahrung und Expertise.

"Die Zusammenarbeit mit der TU Graz hat sich seit der 2015 unterzeichneten Vereinbarung immer weiter vertieft. Es freut mich, dass heute das 'Memorandum of Understanding' verlängert wird", sagte Karl Hutter, Leiter der Sektion I, Präsidium, im Innenministerium (BMI) anlässlich der Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem BMI und der Technischen Universität Graz am 16. Juni 2021 in Graz.

Bestes Beispiel für die gute Zusammenarbeit sei die Kooperation im Rahmen des österreichischen Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS. Seit 2008 hat sich das BMI an sieben KIRAS-Projekten beteiligt, die von vier Instituten der TU Graz koordiniert wurden. In einem Projekt geht es zum Beispiel um die Aufbereitung relevanter Informationen zur Unterstützung von Einsatzorganisationen im Katastrophenmanagement. "Ein Thema, das von besonderer Bedeutung für das BMI ist", betonte Hutter.

Basis für die an der TU Graz unterzeichnete Verlängerung der Vereinbarung, wonach die beiden Institutionen in den kommenden fünf Jahren noch intensiver zusammenarbeiten werden, ist ein 2015 geschlossenes "Memorandum of Understanding" (MoU).

Hermann Feiner, im BMI als Leiter der Sektion IV unter anderem für Technik, Ausrüstung und Kommunikationstechnologie zuständig, sagte: "Neben der guten Zusammenarbeit in der Sicherheitsforschung ist die TU Graz auch ein wichtiger und verlässlicher Partner, wenn es um die Unterstützung für das zentrale Wählerregister als auch die Verfügbarkeit von zentralen Rechnereinheiten für das BMI geht. Damit können etwa die Unterstützungsunterschriften für die Einbringung von Volksbegehren digital und ohne Bindung an die Wohnsitzgemeinde abgewickelt werden."

Sicherheit für alle kennt vielfältige Herausforderungen

Von tagesaktuellen Problemstellungen bis hin zu langfristen Zukunftsthemen – in der nationalen und internationalen Sicherheitsforschung geht es um vielfältige Herausforderungen: um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie den Schutz kritischer Infrastrukturen, um sichere Informations- und Kommunikationsinfrastruktur und um moderne IT-Systeme für neue Anforderungen im Krisen- und Katastrophenmanagement.

In gemeinsamen Forschungsprojekten widmeten sich das BMI und die TU Graz in den vergangenen Jahren daher gesellschaftsrelevanten Themen wie dem Einsatz von Drohnen zur Vermisstensuche im alpinen Raum, der Gewinnung von wichtigen Informationen für sicherheitsrelevante Einsätze aus Social-Media-Daten oder der Optimierung der Sicherheit und Logistik auf Wasserwegen durch einen verbesserten grenzüberschreitenden Informationsaustausch.

Fragen der Nachhaltigkeit und der Digitalisierung spielen in der neuen Vereinbarung zwischen BMI und TU Graz eine zentrale Rolle und stehen als langfristige Zukunftshemen auf der Kooperationsagenda beider Partner. Dabei geht es insbesondere um die Chancen der Digitalisierung unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an Datensicherheit und die Sicherstellung der Verfügbarkeit öffentlicher Dienste.

Forschen an praxisrelevanten Problemstellungen

Harald Kainz, Rektor der TU Graz, zeigte sich erfreut über die Verlängerung der erfolgreichen Partnerschaft und unterstrich deren Nutzen für Gesellschaft und Wissenschaft: "Für die TU Graz bietet diese aktiv gelebte Partnerschaft mit dem BMI die Gelegenheit, unsere Forschungsergebnisse zum Wohle der Gesellschaft und ihrer Sicherheitsbedürfnisse einzubringen."

Der Koordinator der Kooperation, Siegfried Vössner, Leiter des Instituts für Maschinenbau- und Betriebsinformatik der TU Graz, ergänzte: "Diese Kooperationsvereinbarung ist die Basis für eine weiter enge, für beide Seiten wertvolle Zusammenarbeit. Forschende erhalten Zugang zu praxisrelevanten Problemstellungen und Fachexpertise und Sicherheitsexpertinnen und -experten zu cutting-edge Technologie und Forschung – eine Win-Win Situation."

Internationale Vernetzung

Sowohl das BMI als auch die TU Graz engagieren sich gemeinsam für eine internationale Vernetzung in der Sicherheitsforschung. Beispielsweise durch gemeinsame Workshops und internationale Veranstaltungen zu zukünftigen Herausforderungen an die öffentliche Sicherheit und Chancen durch wissenschaftliche und technologische Ansätze.

Harald Kainz, Rektor der TU Graz, und Karl Hutter, Leiter der Sektion I, Präsidium, im Innenministerium, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Häusern.
Foto: ©  TU Graz/Lunghammer
AL Hager (BMI), Prof. Vössner, Dekan Haas, Sektionschef Feiner, Rektor Kainz, stv. Büroleiter Grundnig (LPD), Sektionschef Hutter, Prof. Vössner, AL Huber (BMI) und AL Fuik (LPD).
Foto: ©  TU Graz/Lunghammer

Artikel Nr: 18741 vom Mittwoch, 16. Juni 2021, 12:10 Uhr
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