Sicherheitsakademie

EU-Innovationspreis für SIAK-E-Learning-Center

Das Projekt "Einsatz Demenz" der Sicherheitsakademie (SIAK) des Innenministeriums in Kooperation mit der Donau-Universität Krems und der MAS Alzheimerhilfe wurde am 6. November 2019 im niederländischen Maastricht mit einem zweiten Platz beim "European Public Sector Award/EPSA" ("Europäischer Verwaltungspreis") in der Kategorie "national/EU" ausgezeichnet.

Demenz ist eine der größten Herausforderungen, die die Gesellschaft und das Gesundheitssystem in den kommenden Jahren zu bewältigen hat. Weltweit sind derzeit rund 50 Millionen Menschen von Demenz betroffen, in Österreich leiden aktuell 130.000 Menschen daran. Personen mit Demenz benötigen eine verständnisvolle und kompetente Umgebung, damit sie länger in der Gesellschaft integriert werden können. Auch Angehörige stehen einer Situation gegenüber, die schwer zu bewältigen ist, weil demente Menschen eine ganzheitliche Obsorge benötigen. Dafür kann und soll auch die Polizei Unterstützung bieten. Deswegen ist es gerade für Polizistinnen und Polizisten von Bedeutung, wie richtig dementen Menschen begegnet werden soll und wie diesen sowie deren Angehörigen bestmögliche Unterstützung geboten werden kann.

Die Sicherheitsakademie (SIAK) des Innenministeriums entwickelte dafür in Kooperation mit der Donau-Universität Krems und der MAS Alzheimerhilfe ein digitales Lernprogramm für den Umgang mit Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.

Nach dem Gewinn des Österreichischen Verwaltungspreises 2019 wurde das Kooperationsprojekt bei der feierlichen Preisverleihung am 6. November 2019 im niederländischen Maastricht mit einem zweiten Platz beim "European Public Sector Award/EPSA" in der Kategorie "national/EU" ausgezeichnet.

"Ich beglückwünsche das Team des SIAK-E-Learning-Centers zu diesem europaweiten Erfolg. Mit ‚Einsatz Demenz‘ haben Sie ein Vorzeigeprojekt erarbeitet, das weit über die Polizei in die Gesellschaft wirkt", gratulierte Innenminister Wolfgang Peschorn.

In der Kategorie "national/EU" wurden 81 Innovationsprojekte aus 24 EU-Ländern und EU-Institutionen eingereicht. 20 wurden von einer Expertenkommission als Best-Practice bewertet, vier davon wurden vor Ort näher begutachtet. Die besten drei Projekte wurden im Rahmen der Festveranstaltung präsentiert.

Jury-Begründung:

Die Jury befand in ihrer Begründung, dass "Einsatz Demenz" die "Effektivität der polizeilichen Arbeit erhöht, indem Polizistinnen und Polizisten mittels eines Online-Trainings das notwendige Wissen vermittelt bekommen, um bei Amtshandlungen mit Menschen mit Demenz kompetent und adäquat einschreiten zu können. (…)"

Der Mehrwert des Projekts besteht in dem großen Beitrag zur Enttabuisierung von Demenz in der Gesellschaft und der Unterstützung der Angehörigen dementer Personen. "Einsatz Demenz" steigert das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei, da Polizistinnen und Polizisten zusätzlich zu ihren Kernaufgaben als sozial kompetent, unterstützend und hilfsbereit wahrgenommen werden. Über 10.000 Polizistinnen und Polizisten haben das Online-Training bereits erfolgreich absolviert.

Weiteres "Best Practice" aus dem Innenministerium

Unter den 40 ausgewählten "Best Practice-Projekten" von insgesamt 158 europaweit eingereichten Projekten befinden sich vier aus Österreich, und gleich zwei Projekte des Innenministeriums. Auch das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) konnte mit seiner App "Correct or Corrupt" überzeugen. Sie wurde vom BAK in Zusammenarbeit mit Schülern der HTL Mistelbach entwickelt. Zwölf Charaktere stellen sich zahlreichen Dilemma-Situationen zum Thema Korruption. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene.

Markus Richter, stv. SIAK-Direktor/Projektleiter, Lisa Bauer, Teamkoord. SIAK E-Learning, Innenminister Wolfgang Peschorn, Deniz Sarikaya, SIAK E-Learning, Eduard Dernesch, Leiter FB SIAK E-Learning.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 17509 vom Freitag, 22. November 2019, 09:00 Uhr
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