Bundeskriminalamt

Erfolgreicher Schlag gegen den Online-Drogenhandel

Durch die enge Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden aus Österreich, den USA sowie der europäischen Polizeibehörde Europol gelang der Polizei ein erfolgreicher Schlag gegen eine kriminelle Organisation.

Im Rahmen der "Operation Sandmann" ermittelte das Bundeskriminalamt federführend seit Juli 2018 gemeinsam mit den US-Strafverfolgungsbehörden DEA ("Drug Enforcement Administration") und HSI ("Homeland Security Investigation") gegen eine serbische Tätergruppierung, die seit knapp zehn Jahren online große Mengen an Suchtgift an europäische Abnehmer und an Kunden in den USA versendete. Im Dezember 2018 konnte ein Hauptverdächtiger festgenommen sowie insgesamt 13 Kilogramm Suchtmittel sichergestellt werden.

"Ich gratuliere den ermittelnden Behörden zu diesem Schlag gegen den internationalen Suchtgifthandel", sagte Innenminister Herbert Kickl zur "Operation Sandmann". "Dieser Ermittlungserfolg zeigt, dass unsere österreichischen Polizeibehörden international gut vernetzt sind und mit den europäischen sowie amerikanischen Behörden bestens zusammenarbeiten."

Die serbischen Täter nutzten bei ihrem Online-Handel verschlüsselte E-Mail-Dienste, und verkauften die Suchtgift-Tabletten auf Darknet-Marktplätzen. Die Anzahl der gehandelten Tabletten beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. Die kleinste angebotene Verkaufseinheit waren jeweils 1.000 Stück.

Ein im Bundeskriminalamt auf den Online-Suchtmittelhandel spezialisiertes, neu gegründetes Referat kam den Tätern auf die Spur, da sie begannen, Wien als Vertriebsweg zu nutzen. Die Tabletten wurden im Auto von Serbien nach Wien transportiert und von hier aus über verschiedene Postämter weltweit verschickt. Durch umfangreiche Ermittlungen gelang es, den betreffenden Online-Shop auf einer Darknet-Plattform ausfindig zu machen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter Gewinne aus dem Online-Shop in Form virtueller Währung in einer Höhe von knapp 13 Millionen Euro widerrechtlich erwirtschaftet hatte.

Gemeinsam mit Bediensteten des Einsatzkommandos Cobra/Direktion für Spezialeinheiten und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) des Landeskriminalamts Wien gelang dem Büro zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt im Dezember 2018 die Festnahme von einem Hauptverdächtigen in Wien. Im Zuge der Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler 13 Kilogramm Suchtmittel in Form von rund 91.000 Tabletten sicher. Der 61-jährige Haupttäter befindet sich in Untersuchungshaft und zeigt sich geständig. Er gab an, innerhalb der vergangenen Monate zwischen 40 und 50 Drogenpakete in die USA versendet zu haben.

Insgesamt 13 Kilogramm Suchtmittel konnten sichergestellt werden.
Foto: ©  Bundeskriminalamt

Artikel Nr: 16699 vom Freitag, 8. Februar 2019, 14:55 Uhr
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