GEMEINSAM.SICHER in Österreich

Weltfrauentag: "GEMEINSAM.SICHER mit Frauen"

Am 8. März 2018 ist der internationale Weltfrauentag. Alljährlich bietet dieser Tag Anlass, um Verbesserungen rund um die Rechte von Frauen zu initiieren. Ein wesentlicher Faktor von Gleichberechtigung ist, dass sich Mädchen und Frauen im Land sicher fühlen können. Die Arbeitsgruppe "GEMEINSAM.SICHER mit Frauen" veranlasste eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl und setzt neue Maßnahmen zur Steigerung des Sicherheitsgefühls von Mädchen und Frauen.

85 Prozent der Mädchen und Frauen geben an, dass sie sich sehr sicher bzw. eher sicher fühlen. Beunruhigung betreffend Sicherheit besteht sehr häufig an bestimmten Orten oder in bestimmten Situationen. Dazu zählen allem voran Tiefgaragen, Unterführungen und Wohnviertel mit einem überwiegenden Anteil an Zuwanderern aus dem Ausland. Das ist das Ergebnis einer Befragung von insgesamt 1.409 Mädchen und Frauen. Die Studie wurde von der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit in Auftrag gegeben und von der "OMG Gesellschaft für Marketing" im Sommer 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse werden anlässlich des Weltfrauentags präsentiert.
Die Konfrontation mit Gruppen von jungen Männern wird von Frauen als häufigste Situation genannt, die ein Unsicherheitsgefühl bewirkt. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, Interesse an Selbstbehauptungskursen zu haben. Von der Polizei wünschen sich die Mädchen und Frauen gute und rasche Erreichbarkeit und Präsenz von Streifenpolizisten – sowohl zu Fuß als auch mit dem Streifenwagen.
Im Herbst 2016 wurde im Innenministerium unter der Leitung von Dr. Michaela Kardeis, heute Generaldirektorin für die Öffentliche Sicherheit, die Arbeitsgruppe "GEMEINSAM.SICHER mit Frauen" gegründet. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes und der neun Landespolizeidirektionen zusammen. Ein Ziel der Arbeitsgruppe war es zu erheben, welche Maßnahmen für Mädchen und Frauen in den Bereichen "Selbstschutz, Selbstbestimmung und Selbstbehauptung" derzeit bestehen und wo es Bedarf an weiteren Angeboten gibt.

Geplante Maßnahmen

Basierend auf den Ergebnissen der Befragung wurden vom Büro für Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes und der Landespolizeidirektion Wien in Zusammenarbeit mit der Opferhilfe österreichweit 145 Präventionsbeamtinnen und Präventionsbeamte mit Themenschwerpunkt "Sicherheit im öffentlichen Raum" ausgebildet. Die Präventionsbeamtinnen und Präventionsbeamten sind Polizistinnen und Polizisten mit entsprechender rechtlicher, psychologischer und verhaltensorientierter Ausbildung. Innerhalb der "GEMEINSAM.SICHER"-Initiative werden den Mädchen und Frauen von den Präventionsbeamtinnen und Präventionsbeamten in Vorträgen Fachwissen und Verhaltenstipps vermittelt. Darüber hinaus werden mit den Beamtinnen und Beamten bestimmte Situationen "Licht.Tours" durchgegangen. Da in der Befragung Orte mit schlechter Beleuchtung, wie Tiefgaragen, Unterführungen und Parks als "Unsicherheitsorte" genannt wurden, werden diese von Beamtinnen und Beamten gemeinsam mit Frauen aufgesucht. An den Orten beschreiben Frauen ihre Bedenken und Unsicherheiten. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, etwa andere Wegrouten oder vorbeugende Maßnahmen wie ein griffbereiter Taschenalarm. Im optimalen Fall werden diese "Licht.Tours" von GEIMEINSAM.SICHER-Netzwerkpartnern begleitet, die an den Örtlichkeiten selbst Veränderungen initiieren können, wie etwa die Verbesserung der Beleuchtung.

Die Sicherheit von Mädchen und Frauen liegt jedoch keinesfalls allein in deren Selbstverantwortung sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es sind dabei Politik, Polizei, NGOs, Behörden und die Zivilgesellschaft gleichermaßen gefordert, für ein sicheres und wertschätzendes Miteinander zu sorgen.

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Artikel Nr: 15658 vom Donnerstag, 8. März 2018, 11:00 Uhr
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