Schwerpunktaktion

Drogenlenker: Polizei erhöht Anzahl und Qualität der Kontrollen

Innenminister Karl Nehammer nahm am 11. Februar 2020 an einer gemeinsamen Schwerpunktaktion der Polizei und Amtsärzte zum Thema "Drogen im Straßenverkehr" in Wien teil. Die Maßnahmen der Polizei, die Intensität und Qualität der Kontrollen von Drogenlenkern zu erhöhen, führe zur Verringerung der Anzahl der unter Drogeneinfluss fahrender Personen, stellte Nehammer fest. Auch die Dunkelziffer würde durch präventive Aktionen verringert werden.

"Unsere Polizistinnen und Polizisten sind ein Garant für Sicherheit auf unseren Straßen. Jede Kontrolle ist auch eine präventive Maßnahme, die zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt", sagte Innenminister Karl Nehammer beim Besuch der Polizistinnen und Polizisten, die am 11. Februar 2020 in Wien eine Schwerpunktaktion zur Kontrolle von Drogenlenkern im Straßenverkehr durchführten. In den vergangenen Jahren wurden intensive Schulungen durchgeführt, um Beamtinnen und Beamten auf der Straße praxisnah auszubilden, wie man Drogenlenker in der Praxis erkennt. Aufgrund dieser Schulungen sei es der Polizei möglich, die Intensität der Kontrollen zu Drogen im Straßenverkehr in der Intensität sowie in der Qualität zu erhöhen und das Dunkelfeld der Drogenlenker präventiv zu verringern, erklärte der Innenminister.

Insgesamt waren bei der Schwerpunktaktion in Wien etwa 40 Beamtinnen und Beamte im Einsatz, die im Rahmen der Kontrolle zehn Drogenlenker feststellen konnten.

"Die Polizei wird auch in Zukunft die Intensität der Kontrollen bei Alkohol- und Drogendelikten weiter erhöhen", betonte Innenminister Karl Nehammer.

Zahlen & Daten

Gemeinsame Schwerpunktaktionen besonders geschulter Organe der Polizei sowie Amtsärzte führten dazu, dass die Zahl der festgestellten "Drogenfahrten" in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen ist, von 1.068 Fällen 2015 auf 4.364 Fälle 2019. (2016: 1.491; 2017: 2.161; 2018: 3.011).

Laut einer IFES Dunkelfeldstudie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit 2019 kommt auf vier Alkohollenker ein Drogenlenker. Jedes Jahr werden mehr als 28.000 (2018: 28.067) Lenker wegen eines Alkoholdelikts angezeigt. Bestünde bei Beeinträchtigung durch Suchtgifte eine ähnlich hohe Entdeckungsrate wie bei Alkoholdelikten müssten jedes Jahr circa 7.000 Lenkerinnen und Lenker angezeigt werden.

Im 1. Halbjahr 2019 gab es 43 Unfälle mit Personenschaden im Straßenverkehr, deren Ursache der Konsum von Suchtgift war. Dabei wurden 56 Menschen verletzt und zwei Menschen getötet.

2019 wurden in Österreich 4.364 Anzeigen wegen Drogen im Straßenverkehr erstattet, diese verteilen sich wie folgt auf die Bundeslänger: Wien 1.623, Niederösterreich 1.020, Oberösterreich 899, Kärnten 196, Vorarlberg 191, Tirol 172, Burgenland 107, Steiermark 97 und Salzburg 59.

Links:

Innenminister Karl Nehammer besuchte Polizistinnen und Polizisten, die am 11. Februar 2020 in Wien eine Schwerpunktaktion zur Kontrolle von Drogenlenkern im Straßenverkehr durchführten.
Foto: ©  BMI / Pachauer
Entwicklung Anzeigen Drogen im Straßenverkehr
Foto: ©  BMI / Mossbeck

Artikel Nr: 17691 vom Donnerstag, 13. Februar 2020, 08:57 Uhr
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