Mauthausen Memorial
Nehammer: Erinnerungskultur für nachfolgende Generationen lebendig gestalten
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen zeigt bis Ende Oktober 2021 eine neue Ausstellung unter dem Titel "Written in Memory". Zu sehen sind 22 Portraits von Holocaust-Überlebenden des US-amerikanischen Fotokünstlers Jeffrey A. Wolin.
"Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Deshalb ist es wichtig, ihre Lebensgeschichten so aufzubereiten, dass auch nachfolgende Generationen die damaligen Ereignisse lebendig vermittelt bekommen. Es ist unsere Verantwortung, die Erinnerung aufrecht zu erhalten, damit sich Gräueltaten dieser Art nicht wiederholen können", sagte Innenminister Karl Nehammer anlässlich der Eröffnung der Fotoausstellung am 1. Juni 2021.
Jeffrey Wolin portraitierte Überlebende des Holocaust. Vor den Aufnahmen führte er mit jeder fotografierten Person ausführliche Interviews, die der Fotograf als Video aufzeichnete. Inhalt der Gespräche sind die Lebensgeschichten und Erinnerungen der portraitierten Personen. Auszüge aus den Interviews übertrug Wolin handschriftlich auf die Fotos.
"Wolins Arbeit spiegelt die Stärke des Individuums, den Einfallsreichtum und die Widerstandsfähigkeit von Holocaust-Überlebenden wieder, von denen wir eine wichtige Lektion in Sachen Menschlichkeit lernen können", sagte Nehammer.
"Diese Fotoausstellung berührt: Die Portraits zeigen Einzelschicksale, wie sie millionenfach hinter dem Holocaust stehen, gleichzeitig strahlen die Fotos auch sehr viel positive Energie und Lebenswillen aus", sagte Barbara Glück, Direktorin des Mauthausen Memorial. Zu sehen ist die Ausstellung im Reviergebäude der KZ-Gedenkstätte Maushausen, täglich von 9 bis 17:15 Uhr.