Bekleidungswirtschaftsfonds

Per Mausklick zur Uniform

400.000 Artikel werden pro Jahr für 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsexekutive bearbeitet. 60.000 Pakete werden versandt, 1.200 Laborprüfungen erledigt. Das sind die beeindruckenden Zahlen des Bekleidungswirtschaftsfonds des Innenministeriums.

Kolleginnen und Kollegen der Sicherheitsexekutive können rund um die Uhr 380 Uniformartikel (exklusive der Größenaufteilungen) im Onlineshop des Bekleidungswirtschaftsfonds (BWF) bestellen. Durchschnittlich 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats IV/4/c des Bundesministeriums für Inneres versorgen Polizei und Justizwache mit diesen Uniformartikeln. Sie bearbeiten Wareneingang, -kontrolle und -logistik, Kommissionierung und Ausgabe, Versand sowie Reklamations- und Serviceanliegen. Sie prüfen die Materialien im eigenen Labor auf Verträglich- und Tauglichkeit, stehen aber auch beratend bei der Anprobe bei.

"Die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern für die Polizei und Justizwache bedeutet eine besondere Herausforderung für das Team des BWF", sagt der Leiter der Logistik, Amtsdirektor Herbert Sprengnagl. "Zwei Drittel des Personals des Logistikbereichs werden abgestellt, um die neuen Kolleginnen und Kollegen bestmöglich bei der Uniformausgabe und -anprobe zu unterstützen." Es werde dabei aber auch bedacht, den übrigen Dienstbetrieb nicht zu vernachlässigen, ergänzt Sprengnagl.

Prüfung im eigenen Labor

Die Beschaffung der Uniformen erfolgt in Zusammenarbeit zwischen BWF und Referat III/11/b (Allgemeine Beschaffungen und BBG-Koordinierung) im Innenministerium. Als Grundlage dienen die vom BWF ausgearbeiteten technischen Leistungsbeschreibungen der Uniformartikel, die von Faden über Farbe und Material bis zur Fertigung jedes Detail bestimmen. Geprüft werden diese Anforderungen im eigenen Textillabor. "Mit jeder zusätzlichen Anforderung an die Exekutive, mit jeder neuen Gefahr, steigt auch der Anspruch an die Uniform der Kolleginnen und Kollegen im Außendienst", sagt Ali Eken, der Leiter des Wirtschaftsbereiches im BWF. "Alle diese Details haben wir bei den Qualitätsansprüchen an die Uniform in den Ausschreibungen zu bedenken."

Intensive Marktforschung

Um die Ansprüche an einen modernen Logistikdienstleister erfüllen zu können, betreiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung des BWF intensive Marktforschung. Sie definieren neue Arbeitsprozesse sowie den Bedarf an neuer Hard-und Software. "Die Anforderung hinter einer andauernden Modernisierung ist, den Kolleginnen und Kollegen im Außendienst eine ständige Serviceleistung zu ermöglichen und Anpassungen durchzuführen. Das unterscheidet uns von Versandhäusern, wie wir sie kennen", sagt Maximilian Handl, Servicekoordinator des BWF. Der BWF pflegt internationale Kontakte zu vergleichbaren Organisationen, um über Neuerungen informiert zu sein. "Die Qualität der österreichischen Uniform ist mittlerweile eine Marke, denn sogar die Bayerische Polizei hat sich an dieser orientiert."

"Die Philosophie des BWF ist es, hoch qualitative Uniformteile liefern und ideale Serviceleistung erbringen zu können. Unsere Kolleginnen und Kollegen im Außendienst leisten täglich Großes, wir wollen sie dabei bestmöglich unterstützen", sagt Ministerialrat Richard Mock, BA, Referatsleiter und Geschäftsführer des Bekleidungswirtschaftsfonds.

Der Bekleidungswirtschaftsfonds der Exekutive

Im 12. Wiener Gemeindebezirk in der Meidlinger Kaserne befindet sich der Bekleidungswirtschaftsfonds des Bundesministeriums für Inneres. Als Organ des Fonds fungiert ein Kuratorium, dessen Vorsitzender vom Bundesminister für Inneres auf die Dauer von fünf Jahren bestellt wird. Dem Kuratorium gehören an: ein Vertreter der Sektion I (Ressourcen), zwei Vertreter der Sektion II (Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit), zwei Vertreter der Sektion III (Recht), ein Vertreter der Sektion IV (Service und Kontrolle) und fünf Vertreter der Personalvertretung.

Der Jahresabschluss wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Für alle Sektionsvertreter und Personalvertreter sind Ersatzmitglieder bestellt. Dem Kuratorium wird der Leiter des Referats IV/4/c als geschäftsführender Leiter beigegeben. Der Bekleidungswirtschaftsfonds wird nach außen durch den Vorsitzenden des Kuratoriums und den geschäftsführenden Leiter im Rahmen ihrer jeweiligen Aufgaben vertreten. Die Mittel des Fonds werden aus der Bekleidungseinlage, den Bekleidungspauschalien und anderen Einnahmen gebildet.

Im Bekleidungswirtschaftsfonds des BMI werden 400.000 Artikel pro Jahr bearbeitet.
Foto: ©  BMI/.BWF

Artikel Nr: 15408 vom Donnerstag, 21. Dezember 2017, 16:42 Uhr
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