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BMI-Zivilschutzschule stellt internationale Trainer im CBRN-Bereich

In ihrer Funktion als "Capacity Building Centre" der "Internationale Atomic Energy Agency" (IAEA) unterstützte eine Expertin der Zivilschutzschule des BMI, Almira Geosev, den IAEA-Kurs "International School of Radiation Emergency Management" für den afrikanischen und den karibischen Raum.

Die Zivilschutzschule des BMI (Referat II/13/d – Bevölkerungs- und Zivilschutzausbildung) ist das erste "Capacity Building Centre" (CBC) der IAEA innerhalb Europas. Der Schwerpunkt der Zivilschutzschule liegt dabei auf Ausbildung und Aufbau von Kapazitäten im Bereich "Vorbereitung auf sowie Bewältigung von Strahlenunfällen" auf internationaler Ebene. Dies wird insbesondere mit dem dreiwöchigen Kurs "International School of Radiation Emergency Management" verfolgt.

Ziel des Kurses ist, Kenntnisse über internationale Standards für die Planung der Vorsorge und die Bewältigung von Strahlenunfällen zu erwerben und die Fähigkeit zu erlangen, diese Kenntnisse in das nationale radiologische Notfallmanagement implementieren zu können.

Die "International School of Radiation Emergency Management" wird weltweit jeweils für eine bestimmte Region durchgeführt. Die Zivilschutzschule des Innenministeriums führt dabei die Kurse für den europäischen Raum durch. Auf Ersuchen der IAEA wurde auch ein Kurs für den afrikanischen Raum in Österreich organisiert. Dabei sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zivilschutzschule nicht nur Organisatoren, sondern auch – gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IAEA – Hauptvortragende. Zusätzlich wird auf zahlreiche externe Vortragende aus dem Netzwerk der Zivilschutzschule zurückgegriffen, ohne die eine Kursdurchführung kaum vorstellbar wäre.

Kurse in Rabat und Texas

Seit 2016 organisierte die Zivilschutzschule diesen Kurs bereits zum vierten Mal. "Da ist nicht nur viel Erfahrung bei der Kursorganisation, sondern auch ein breites Wissen über die Kursinhalte vorhanden", sagt der Leiter der Abteilung II/13 (SKKM – Staatliches Krisen- und Katastrophenmanagement und Koordination Zivile Sicherheit) des Innenministeriums, Robert Stocker. Aus diesem Grund hat die IAEA um Unterstützung für die Kursdurchführungen im afrikanischen und karibischen Raum Unterstützung durch die Zivilschutzschule erbeten.
Das BMI entsandte dafür die Expertin Almira Geosev, die bei allen in Österreich durchgeführten IAEA-Kursen "International School of Radiation Emergency Management" inhaltlich und organisatorisch mitgewirkt hat.

Der Kurs für den afrikanischen Raum fand vom 5. bis 23. November 2018 in Rabat, Marokko, statt. Almira Geosev unterstützte diesen Kurs einerseits organisatorisch, andererseits hielt sie 19 Vorträge und leitete die dazugehörenden Working Sessions. Von den fünf anwesenden internationalen Expertinnen und Experten hatte sie als einzige die Möglichkeit, den Kurs für den gesamten Zeitraum von drei Wochen zu begleiten, wodurch sie für zusätzliche Kontinuität im Kurs sorgte.

Der Kurs "International School of Radiation Emergency Management" für den karibischen Raum fand vom 26. November bis 7. Dezember 2018 in Texas, USA, statt. Auch bei diesem Kurs konnte Almira Geosev für die gesamte Kursdauer den Kurs betreuen und hielt dabei elf Vorträge inklusive Working Sessions.

"Die Erfahrungen, die ich in diesen fünf Wochen sammeln konnte, sind zahlreich und vielseitig. Die Kurse waren auch eine großartige Chance, das BMI als Institution mit Expertenstellung im internationalen Strahlenschutz-Netzwerk weiter zu verankern", resümiert Almira Geosev. "Wir werden die gewonnenen Erkenntnisse und das neu erworbene Wissen in unsere Kurse, die wir in der Zivilschutzschule durchführen, miteinfließen lassen", sagt Geosev.

Zugang zu hochrangigem Experten-Netzwerk

Der Leiter der Zivilschutzschule, Günter Timal, sieht einen unmittelbaren Nutzen dieser Reise- und Vortragstätigkeit. "Als einzige nach ÖNORM S 5207 zertifizierte Ausbildungsstelle für Notfalleinsatzkräfte bei Strahlenunfällen unterliegen wir strengen Auflagen. Selbstverständlich gehört dazu auch ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess", sagt Timal. "Durch die erfolgten Reisen und die Vortragstätigkeit von Almira Geosev im vergangenen Jahr haben wir unmittelbaren Anschluss an die aktuellsten Entwicklungen im Strahlenschutz weltweit und Zugang zu einem hochrangigen Experten-Netzwerk. Es steht außer Frage, dass die bei uns durchgeführten Strahlenschutz-Ausbildungen von dieser Expertise profitieren werden."

Auch Abteilungsleiter Robert Stocker zieht eine positive Bilanz über die Tätigkeit von Almira Geosev im Rahmen der beiden Kurse in Marokko und in den USA: "Für den Schutz der österreichischen Bevölkerung in Krisen und Katastrophen setzen wir höchste Standards an und nutzen daher immer wieder Best-Practice-Beispiele aus dem Ausland, um unsere Prozesse und Abläufe zu optimieren. Die Vortragstätigkeit von Almira Geosev und die dadurch erfolgte Vernetzung mit Experten für Strahlenunfälle weltweit sind genau in diesem Sinne erfolgt und tragen somit dazu bei, die Sicherheit bei uns in Österreich noch weiter zu verbessern", sagt Stocker.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses für den afrikanischen Raum in Rabat, Marokko.
Foto: ©  Zivilschutzschule
Gruppenfoto des Kurses "International School of Radiation Emergency Management" in Texas für den karibischen Raum.
Foto: ©  Zivilschutzschule
Almira Geosev präsentiert ein Training in persönlicher Schutzausrüstung.
Foto: ©  Zivilschutzschule
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer üben den Umgang mit Messgeräten und Strahlenquellen.
Foto: ©  Zivilschutzschule

Artikel Nr: 16607 vom Donnerstag, 17. Jänner 2019, 09:15 Uhr
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