Sicheres Meldeamt

Reisedokumente überprüfen

Das Meldeamt von St. Pölten verfügt über neue Dokumentenlesegeräte, mit denen die Echtheit von Reisedokumenten überprüft werden kann.

Innenminister Gerhard Karner, Sabrina Hager (Meldeamt St. Pölten), Bürgermeister Matthias Stadler
Innenminister Gerhard Karner, Sabrina Hager (Meldeamt St. Pölten), Bürgermeister Matthias Stadler
© Karl Schober

Das entschlossene Vorgehen gegen jede Form von Kriminalität braucht die enge Kooperation aller Behörden. Durch die automatische Überprüfung von vorgelegten Dokumenten kann vor allem gegen Sozialleistungsmissbrauch noch wirksamer vorgegangen werden. Ich danke Bürgermeister Mathias Stadler und seinem Team für die Vorreiterrolle, die sie hierbei einnehmen“, sagte der Bundesminister für Inneres Gerhard Karner.

Korrekte Daten sind Grundlage der Verwaltung.

„Die Dokumentenlesegeräte stellen eine wesentliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde dar. Für eine effiziente Verwaltung unserer Stadt sind wir auf korrekte Meldedaten angewiesen. Außerdem unterstützt uns das Melderegister bei der Durchführung von Wahlen“, sagte St. Pöltens Bürgermeister Mathias Stadler über die technische Neuerung.

Projekt „Sicheres Meldeamt“.

Anfang 2020 startete das Bundesministerium für Inneres das Projekt „Sicheres Meldeamt“ und entwickelte gemeinsam mit österreichischen EDV-Unternehmen, die auf E-Government-Lösungen spezialisiert sind, eine österreichweite Meldeamtslösung, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde.
Das Meldeamt St. Pölten nahm als Pilotgemeinde an dem Projekt teil und half die Software zu entwickeln und die Dokumentenlesegeräte auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Bediens­tete und Führungskräfte des Magistrats St. Pölten lieferten wesentlich Inputs zur Entwicklung des „Sicheren Meldeamts“.
Die Meldebehörde im St. Pöltner Rathaus zählt neben den Meldeämtern der Gemeinden Linz, Innsbruck und Telfs nun zu den ersten großen Meldeämtern in Österreich, die auf das System „Sicheres Meldeamt“ umgestiegen sind.

Das Zentrale Melderegister ist das führende Verwaltungsregister in Österreich. Darin sind die persönlichen Daten und die Adressen aller in der Republik wohnhaften Personen verzeichnet. Alle Behörden, Verwaltungsstellen, Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft beziehen ihre Daten aus diesem elektronischen Verzeichnis, weshalb die Angaben stets aktuell und korrekt sein müssen. Täglich halten Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Meldebehörden die Daten auf dem neuesten Stand. Beim Meldeamt St. Pölten können nun mit Hilfe der neuen Dokumentenlesegeräte die Daten aus inländischen und ausländischen Reisepässen übernommen werden. So können Tipp- und Übertragungsfehler sowie eine unvollständige Datenübernahme ausgeschlossen werden. Die Daten im Melderegister werden dadurch noch präziser. Die Dokumentenlesegeräte kommen auch bei Wahlbehörden für die Dokumentenüberprüfung zum Einsatz.


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2024

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