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Kriminalgeschichte

Die Überfälle der „Donaupiraten“

Wachau bei Dürnstein: In den 1930er-Jahren verübten Kriminelle mit Booten von der Donau aus Raubüberfälle und Einbrüche.
Wachau bei Dürnstein: In den 1930er-Jahren verübten Kriminelle mit Booten von der Donau aus Raubüberfälle und Einbrüche.
© Werner Sabitzer

Drei Männer wollten 1932 auf der Donau in der Wachau Boote überfallen, die Insassen erschlagen und ausrauben. 1935 fuhren zwei Einbrecher auf einer Zille zu ihren Tatorten im Nibelungengau.

Die Leiche, die ein Mann in einem Getreidefeld am 9. Juni 1932 nachmittags in der Nähe der Haltestelle Rollfähre Melk der Wachau-Bahn fand, war grässlich zugerichtet. Die Kehle war durchgeschnitten und der Schädel eingeschlagen. Beim Toten handelte es sich um den Wirtschaftsbesitzer Christoph Reeh aus Hain. Er war mit etwas mehr als 2.000 Schilling auf dem Weg zur Sparkasse Melk gewesen. Das Geld fehlte. Am Vormittag hatte er in seinem kurz davor gekauften Anwesen erzählt, dass er an diesem Tag von Verwandten eine Geldsendung erhalten werde, um Schulden für den Hauskauf bezahlen zu können. Das hatte auch der 21-jährige Gelegenheitsarbeiter Johann Brunner aus Hain gehört, der im Haus Reehs Maurerarbeiten verrichtet hatte.
Brunner wurde als Verdächtiger festgenommen. Er leugnete, etwas mit dem Mord zu tun gehabt zu haben. Nachdem seine Mutter ausgesagt hatte, ihr Sohn hätte ihr seine blutbefleckte Hose zum Waschen gegeben, gab Brunner zu, Reeh aufgelauert, erschlagen und beraubt zu haben. Die Brieftasche mit dem Geld hatte der Raubmörder in einer Spalte einer Gartenmauer versteckt. Dort wurde die Beute gefunden. Brunner sagte aus, er sei vom 21-jährigen Knecht Josef Kugler aus Emmersdorf zur Tat überredet worden. Kugler wurde ebenfalls verhaftet. Er behauptete zunächst, die Idee, Reeh zu überfallen, sei von Brunner ausgegangen. Schließlich gestand er, dem Opfer ebenfalls aufgelauert zu haben, um es zu ermorden, falls dies Brunner nicht gelänge.

Überfallsziel Faltbootfahrer.

Die weiteren Ermittlungen führten zu einem dritten Beschuldigten – dem 19-jährigen Schlossergehilfen Ferdinand Schweller aus Luberegg. Brunner und Schweller planten, in der Wachau Motorradfahrer und auf der Donau Faltbootfahrer zu überfallen, umzubringen und zu berauben. Die beiden Männer fuhren mit einer Zille auf der Donau hin und her, um Opfer zu finden. Sie wollten die Boote ihrer Opfer zum Kentern bringen, die Überfallenen ins Wasser werfen, ihnen auf den Schädel schlagen und aus dem Boot Geld und Wertsachen rauben.
Anfang Mai 1932 ruderten sie mit einer Zille in Raubabsicht auf einen Faltbootfahrer zu. Als ein zweites Paddelboot auftauchte, ließen sie von ihrem Vorhaben ab. Auch einige weitere Versuche, ein Boot zu rammen, die Insassen zu erschlagen und ihre Wertsachen zu rauben, schlugen fehl. Daraufhin beschlossen die beiden Männer, Motorradfahrer zu überfallen. Mitte Mai 1932 warf Brunner auf der Bundesstraße bei Orndingberg einen schweren Holzprügel auf einen Motorradlenker, um ihn zu Fall zu bringen. Schweller hätte dann den zu Boden gestürzten Motorradfahrer mit einem Prügel erschlagen sollen. Brunner verfehlte aber sein Opfer und es konnte flüchten.

Lebenslanger Kerker.

Johann Brunner wurde am 15. Dezember 1932 von einem Geschworenengericht in Krems wegen Raubmordes und Raubmordversuchs zu einer lebenslangen schweren Kerkerstrafe verurteilt, mit Dunkelhaft am Jahrestag der Bluttat. Josef Kugler erhielt fünf Jahre schweren Kerkers. Bei Ferdinand Schweller bejahten sieben der zwölf Geschworenen die Schuldfrage. Da eine Ja-Stimme zur Zwei-Drittel-Mehrheit für einen Schuldspruch fehlte, wurde Schweller freigesprochen.

Auf der Donau zum Tatort.

Drei Jahre später machten abermals „Donaupiraten“ die Wachau und den Nibelungengau unsicher. Der 54-jährige Landwirt Anton Liendl und der 19-jährige Hilfsarbeiter Friedrich Schöneckl ruderten mit gestohlenen Zillen auf der Donau zu ihren Tatorten im Raum Ybbs und Persenbeug. Liendl hatte viele Vorstrafen und schon Jahre in Gefängnissen verbracht. Die Raubzüge am Donauufer verübte er während einer Haftunterbrechung.
Im März 1935 drangen sie in das Haus eines Lehrers ein, fesselten einen 73-jährigen Hausbewohner und raubten Geld, Schmuck, Lebensmittel und Kleidung, bevor sie über die Donau flüchteten. Kurz darauf überfielen sie das Gastwirtepaar Pointner in Freyenstein und bedrohte es mit einer Pistole. Die Räuber erbeuteten Geld, Schmuck und Wertgegenstände und fuhren mit der Zille davon. Sie nahmen die Kleidung des Ehepaares mit, um zu verhindern, dass sie von den nackten Opfern verfolgt werden.
Am 30. April 1935 wollten die beiden Gewalttäter ein Geschäft in Ispersdorf plündern, wurden aber von einem Chauffeur beobachtet, der die Einbrecher mit zwei Schrotschüssen verjagte. Kurz darauf wurden die Täter von Gendarmen verhaftet.
Anton Liendl wurde Ende August 1935 wegen Raubes und Diebstahls zu zwölf Jahren schweren, verschärften Kerkers verurteilt. Schöneckl fasste acht Jahre und der 51-jährige Bäckergehilfe Karl Liendl als Hehler drei Jahre Kerker aus.

Werner Sabitzer


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 9-10/2022

 Druckversion des Artikels (PDF 205 kB)

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