Internationale Zusammenarbeit

Griechische Feuerwehrleute auf Arbeitsbesuch im Innenministerium

Eine fünfköpfige Delegation der griechischen Feuerwehr absolvierte vom 1. bis 4. November 2021 einen Arbeitsbesuch im Innenministerium. Dabei wurden Kooperationsmöglichkeiten mit der österreichischen Alpinpolizei und weiteren zivilen Rettungsorganisationen besprochen und vorbereitet.

Die österreichischen Alpinpolizei und das auf Freiwilligkeit basierende, österreichische System bei Rettungsorganisationen genießt international einen hervorragenden Ruf. Vonseiten des griechischen Ministeriums für Klima- und Katastrophenschutz besteht großes Interesse an einer Kooperation mit den österreichischen Behörden und Rettungsorganisationen.

Eine fünfköpfige Delegation der griechischen Feuerwehr besuchte daher vom 1. bis 4. November 2021 das Innenministerium in Wien, wo sie vom zuständigen Abteilungsleiter für Einsatzangelegenheiten, Generalmajor Robert Strondl, begrüßt wurden.

Bedingt durch die vielen Einsätze der griechischen Feuerwehr bei Waldbränden und sonstigen Brandereignissen in Griechenland, sind die Einsatzkräfte in einem eigenen Ministerium organisiert und nicht nur für klassische Feuerwehreinsätze, sondern auch für Such- und Rettungsaktionen im Gebirge zuständig. Die griechische Feuerwehr-Delegation zeigte großes Interesse an der Arbeitsweise der österreichischen Alpinpolizei sowie an einer Ausbildungskooperation im Feuerwehrwesen bei der Bekämpfung von Bränden in Tunnelanlagen und Hochhäusern. Bei einem Besuch im Ausbildungszentrum der Wiener Berufsfeuerwehr wurden diese Themen besprochen und die Ausbildungsmöglichkeiten in Wien präsentiert.

Rettungsaktionen im alpinen Gebiet

Auf dem alpinen Sektor besteht in Griechenland Bedarf von Schulungen bei der Abwicklung von Lawinenunfällen (auch mit Lawinensuchhunden) und bei Rettungsaktionen in Klettergebieten. Für die griechische Delegation waren daher Seilbergungen mithilfe des Polizeihubschraubers von besonderem Interesse. Bei einem Besuch der Flugeinsatzstelle Wien Meidling des Innenministeriums wurden auch die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten der Polizeihubschrauber vorgestellt.

Ein Erfahrungsaustausch mit den Rettungskräften beim Waldbrand auf der Rax in Niederösterreich stand ebenfalls auf dem Programm des Arbeitsbesuchs. Die "Alpine Einsatzgruppe Niederösterreich Süd" führte eine Bergeübung im schwierigen alpinen Gelände im hinteren Höllental vor.

Ziel des Arbeitsbesuchs war das Ausloten von zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten auf dem Ausbildungssektor. Es wurde vereinbart, die Gespräche Anfang 2022 fortzusetzen und sobald wie möglich mit einem Ausbildungskurs zu beginnen.
"Die internationale Vernetzung ist von enormer Bedeutung, wie auch die jüngsten Beispiele bei der Waldbrandbekämpfung im Gebiet der Rax zeigten", sagte Generalmajor Strondl, der sich über das große Interesse an der Arbeitsweise der Alpinpolizei sowie die Einsatzmöglichkeiten von Hubschraubern erfreut zeigte.

Der Abteilungsleiter für Einsatzangelegenheiten, Generalmajor Robert Strondl, begrüßte die griechische Feuerwehr-Delegation im Innenministerium.
Foto: ©  BMI
Die griechischen Feuerwehrmänner zeigten großes Interesse an der Arbeitsweise der Alpinpolizei sowie den Einsatzmöglichkeiten von Hubschraubern.
Foto: ©  BMI
Ziel des Arbeitsbesuchs war das Ausloten von zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten auf dem Ausbildungssektor.
Foto: ©  BMI

Artikel Nr: 19100 vom Samstag, 6. November 2021, 10:34 Uhr
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