Ausbildung

Polizisten für Auslandseinsätze ausgebildet

17 Polizistinnen und Polizisten absolvierten vom 1. bis 12. April 2019 im Zentrum für internationale Einsätze des österreichischen Bundesheeres (AUTINT) in Götzendorf den vom Innenministerium organisierten 31. Ausbildungskurs für Auslandseinsätze und das 6. HEAT-Training.

Das Innenministerium führte vom 1. bis 5. April 2019 im Zentrum für internationale Einsätze des österreichischen Bundesheeres (AUTINT) in Götzendorf den 31. Ausbildungskurs für Auslandseinsätze durch. Daran nahmen elf Polizistinnen und Polizisten teil. Anschließend, vom 8. bis 12. April 2019, wurde das 6. HEAT-Training (Hostile Environment Awareness Training) abgehalten. Daran nahmen weitere sechs Polizistinnen und Polizisten teil.

Elf Polizeibedienstete von den Landespolizeidirektionen Wien, Niederösterreich, Kärnten, Vorarlberg, Tirol sowie des BVT und EKO Cobra waren bei beiden Kursen mit dabei, zwei Angehörige des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl, zwei Polizei-Attaché`s sowie zwei Polizisten, die für FRONTEX-Einsätze der Europäischen Union vorgesehen sind. Organisiert wurde die Ausbildung vom Referat II/2/c (Auslandseinsätze) des Bundesministeriums für Inneres. Das Referat für Auslandseinsätze erhielt erstmalig 2015 die EU-Zertifizierung für das HEAT-Training, die Zertifizierung wurde 2018 um weitere drei Jahre verlängert.

Ausbildungskurs für Auslandseinsätze

Bevor österreichische Polizisten und Polizistinnen sich für Positionen im Rahmen von EU- oder UN-Einsätzen bewerben können, müssen sie den Ausbildungskurs für Auslandseinsätze des Innenministeriums erfolgreich absolvieren. Die Ausbildung wird in Englisch abgehalten und soll Polizisten und Polizistinnen auf ihre zukünftige Tätigkeit bei einer internationalen Organisation vorbereiten. Schwerpunkte sind unter anderem "EU- and UN-Institutions", "Monitoring-Mentoring-Advising", "Code of Conduct and Discipline", "Rule of Law", "Cultural Awareness", "Crisis-Communication” sowie eine Einführung ins Bewerbungsverfahren für EU-Missionen oder Verhalten bei Telefoninterviews.

HEAT (Hostile Environment-Awareness-Training)

Das HEAT-Training steht allen Angehörigen des Innenministeriums zur Verfügung, die in sicherheitssensiblen internationalen Gebieten ihren Dienst verrichten. Dabei handelt es sich um eine dynamische realitätsnahe Ausbildung, die den Polizisten und Polizistinnen helfen soll, mit gefährlichen Einsatzszenarien und Stresssituationen professionell umzugehen und richtig zu reagieren. Zur Ausbildung gehören unter anderem das Fahren mit Allradfahrzeugen in schwierigem Gelände, der Einsatz von Orientierungsmitteln wie GPS, Kompass und Karten, aber auch das richtige Verhalten bei Minen und Sprengfallen sowie die Versorgung von Verletzten unter gefährlichen Einsatzbedingungen.

Derzeit entsendet das Innenministerium Polizisteninnen und Polizisten zu vier internationalen Einsätzen der Europäischen Union (EUMM-Georgia, EULEX-Kosovo, EUBAM Libya und EUAM Ukraine) und zu einem Einsatz der Vereinten Nationen (UNMIK Kosovo).

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Foto: ©  BMI/Petra Fürst-Mold
Artikelfoto # 2
Foto: ©  BMI/Petra Fürst-Mold
Artikelfoto # 3
Foto: ©  BMI/Friedrich Katschnig

Artikel Nr: 16932 vom Donnerstag, 18. April 2019, 11:04 Uhr
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