﻿TY  - JOUR
AB  - Im Jahresdurchschnitt 2012 hatten 1,58 Millionen (18,9 %) der etwa 8,35 Millionen Menschen in Österreich einen Migrationshintergrund. Der Großteil davon lebt in Städten mit mindestens 20.000 Einwohnern. Doch Zuwanderung ist längst kein rein städtisches Phänomen mehr, sondern findet auf Grund von Arbeitsmigration, Familiennachzug oder Flucht und Vertreibung und der Beherbergung von Asylsuchenden verstärkt auch in ländlichen Regionen statt. Gemeinden im ländlichen Raum finden aber im Unterschied zu Städten andere integrationspolitische Rahmenbedingungen und Infrastrukturen vor. Die Erfahrungen aus der städtischen Integrationsarbeit sind daher nur bedingt auf Gemeinden des ländlichen Raums übertragbar. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, den ländlichen Raum als Zuwanderungsort zu fokussieren und dabei seine integrationsrelevanten Besonderheiten und Rahmenbedingungen zu verdeutlichen. Der Beitrag setzt sich zunächst kritisch mit dem Begriff der Integration auseinander und versucht Abgrenzungen zu anderen in diesem Kontext
verwendeten Begriffen wie Pluralismus, Diversität oder Inklusion vorzunehmen. Anschließend erfolgt ein Überblick über den Forschungsstand zu Integration im ländlichen Raum. In weiterer Folge verdeutlicht der vorliegende Beitrag wesentliche integrationsrelevante Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gemeinden und zeigt Möglichkeiten zur organisatorischen Verankerung sowie Beispiele für die praktische Gestaltung von Integrationsarbeit im ländlichen Raum auf. Als eine zentrale Voraussetzung für gelingende Integrationsarbeit wird entsprechendes Know-how sowie Planungs- und Umsetzungskompetenz der handelnden Integrationsakteurinnen und -akteure genannt. Damit Gemeinden diese Querschnittsmaterie aktiv gestalten können, brauchen sie häufig Unterstützung: finanzieller Art, aber auch etwa in Form von Kompetenzvermittlung oder Prozessbegleitungen.
AU  - Gruber, Marika
DO  - 10.7396/2014_1_D
ET  - 5/2014
KW  - Migration
ländlicher Raum
Zusammenleben
Rahmenbedingungen
L1  - http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_SIAK/4/2/1/2014/ausgabe_1/files/Gruber_1_2014.pdf
LA  - ger
IS  - 1
PY  - 2014
SN  - 1813-3495
SP  - 35-45
ST  - Zusammenleben in Vielfalt im ländlichen Raum
T2  - SIAK-Journal − Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis
TI  - Zusammenleben in Vielfalt im ländlichen Raum
UR  - http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_SIAK/4/2/1/2014/ausgabe_1/files/Gruber_1_2014.pdf
VL  - 11
ID  - 463
ER  - 


