Datensicherheit

Pilotprojekt "Alterskontrolle in Trafiken" gestartet

In drei Trafiken rund um die Wiener Marokkaner Kaserne werden zwei Wochen lang 28 Polizeischülerinnen und -schüler die "Alterskontrolle in Trafiken" testen. Dies ist das erste Pilotprojekt von "IDA – Identity Austria", dem sicheren, digitalen Identitätsmanagement.

Wenn 28 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in drei Trafiken rund um die Wiener Marokkaner Kaserne zu Testzwecken Rauchwaren kaufen möchten, benötigen sie zwei Wochen lang nicht nur Bargeld oder Bankomatkarte bzw. einen Lichtbildausweis, sondern zur Alterskontrolle nur ihr Smartphone. Denn auf diesem Smartphone ist die Applikation "IDA – Identity Austria" installiert, mit der in diesen Trafiken der Altersnachweis durchgeführt werden kann.

Wie funktioniert diese Alterskontrolle? Der "Käufer" ruft in der IDA-App den Bereich "Mein Altersnachweis" auf. Daraufhin erscheint ein QR-Code ("Quick Response"), den der Trafikant mit einem Tablet oder Smartphone liest. Der "Käufer" muss anschließend bestätigen, dass der Trafikant den Altersnachweis (16+, 18+) sowie sein Foto sehen darf. Nach diesem Okay erhält der Trafikant die entsprechende Information: "Person ist über 18 Jahre alt", "Person ist zwischen 16 und 18 Jahre alt" oder "Person ist unter 16 Jahre alt".

"Der Pilotbetrieb 'Alterskontrolle in Trafiken' dauert zwei Wochen und erfolgt unter Einbindung der Monopolverwaltung und der Wirtschaftskammer", sagt der Leiter des BMI-Projekts "IDA – Identity Austria" sowie Leiter der Abteilung IV/6 (IKT-Strategie und IKT-Governance) des Innenministeriums, Mag. Markus Popolari. "Dabei soll das technische System in Kooperation mit relevanten Stakeholdern aus der Wirtschaft getestet werden."

Co-Projektleiter Mag. Peter Andre von der Rechtssektion des Innenministeriums versichert, dass die personenbezogenen Daten (Vorname, Familienname, Geburtsdatum, Lichtbild), die die Testpersonen freiwillig zur Verfügung stellten, nur im Einklang mit der bestehenden Rechtslage ausschließlich für den Pilotbetrieb verarbeitet und genutzt würden. "Die Daten werden im Anschluss unwiderruflich aus der Testdatenbank gelöscht", betont Andre.

Österreichweite Umsetzung: zweite Jahreshälfte 2018

Eine österreichweite Umsetzung soll – nach einer Evaluierung des Testbetriebs – in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen. Mögliche zukünftige Anwendungen der digitalen Ausweisfunktion am Smartphone mittels IDA-App liegen laut Popolari in den Bereichen Ausweiskontrolle/Identitätsnachweis z.B. bei Verkehrskontrollen, Bankgeschäften oder Behörden sowie anonyme Alterskontrollen in Clubs, Supermärkten, Museen oder Trafiken.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind die gesicherte Identitätsüberprüfung zwischen Online-Usern, die elektronische Eröffnung von Bankkonten, Vollmachten und Vertretungsservices sowie Versicherungsabschlüsse. "IDA ist die konsequente und logische Weiterentwicklung von Bürgerkarte und Handysignatur, aufbauend auf dem österreichischen E-Governmentkonzept", sagt Projektleiter Andre.

Links:

In drei Trafiken rund um die Wiener Marokkaner Kaserne wird zwei Wochen lang die "Alterskontrolle in Trafiken" getestet.
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma
Die Alterskontrolle erfolgt über die Applikation "IDA - Identity Austria".
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma
Der Trafikant liest einen QR-Code ("Quick Response") und kann so den Altersnachweis des "Käufers" abrufen.
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma

Artikel Nr: 15325 vom Donnerstag, 23. November 2017, 11:30 Uhr
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