Zivildienst

Engagement weit über das normale Maß hinaus

Innenminister Wolfgang Sobotka ehrte am 11. Dezember 2017 in Wien die Zivildiener des Jahres. Engagement, Sozialkompetenz, Zivilcourage und der Beitrag zum besseren Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft wurden bei der Prämierung berücksichtigt. Der Bundessieger 2017 heißt Manuel Klieber und kommt aus Tirol.

Junge Männer, die sich für den Zivildienst entschieden haben, leisten wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Innenminister Wolfgang Sobotka holte am 11. Dezember 2017 die besten Zivildiener des Landes vor den Vorhang, um ihnen für ihr besonderes Engagement zu danken und sie mit der Auszeichnung "Zivildiener des Jahres" zu ehren. "Solidarität, Nächstenliebe und Zivilcourage sind wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zivildiener leben diese Werte jeden Tag", sagte Sobotka vor den Preisträgern aus allen Bundesländern.

Als Bundessieger wurde der Tiroler Manuel Klieber geehrt. Mit großem Einfühlungsvermögen und viel Humor begleitete er in seinem Zivildienst in der Landessonderschule in Kramsach Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Sein Einsatz für die individuelle Förderung der Kinder war beispiellos. "Ihre Einsatzbereiche in der Sozial- und Behindertenhilfe sowie Flüchtlings-, Kinder- und Altenbetreuung können unterschiedlicher nicht sein. Sie haben jedoch eine Eigenschaft gemeinsam: Engagement weit über das normale Maß hinaus", sagte der Innenminister.

Bundessieger:

Manuel Klieber ist österreichischer Bundessieger und stammt aus Tirol. Er leistete seinen Zivildienst in der Landessonderschule mit Internat in Kramsach. Behutsam und mit viel Humor hat er den Kindern mit besonderen Bedürfnissen die Sicherheit gegeben, Aufgaben meistern zu können. Er konnte Dinge aus ihnen herausholen, die alle erstaunt haben.

Zum Beispiel unterstützte der Preisträger gemeinsam mit Betreuern ein 15-jähriges Mädchen beim Ski-Training auf der Piste und im Turnsaal. Er hat sie motiviert, nicht aufzugeben. Die Freude in der Einrichtung war bei allen groß, als sie bei den Special Olympics Weltwinterspielen die Silbermedaille im Riesenslalom gewann.

Landessieger:

Burgenland : Julian Schranz leistete seinen Zivildienst im "Haus Gabriel" in Südburgenland. Er betreute Erwachsene mit schweren Beeinträchtigungen, hat sie vorbehaltlos mit ihren Stärken und Schwächen angenommen und bestmöglich unterstützt.

Kärnten (zwei Preisträger, beide leisteten ihren Zivildienst bei der Lebenshilfe): Valentino Zippo hat die Inneneinrichtung des neuen Geschäftslokals Lebenswerk´l in der Spittaler Innenstadt gemeinsam mit den Klienten und Mitarbeitern der Lebenshilfe gestaltet. So sind etwa aus Holzpaletten neue Möbel und kreative Verkaufsregale geworden.

Michael Rasch organisierte Workshops, bei denen er mit den betreuten Menschen außergewöhnliche Werkstücke anfertigte. Seine Kurse waren sehr beliebt, und alle waren mit Begeisterung dabei.

Niederösterreich (zwei Preisträger): David Leopold Schmatz leistete seinen Zivildienst im "Haus St. Louise" in Maria Anzbach. Der Ausgezeichnete hatte immer ein offenes Ohr für die Lebensgeschichten und Sorgen der alten Menschen. Er hat viel Zeit mit ihnen verbracht, einfühlsam zugehört und an ihrem Leben Anteil genommen.

Armin Robl leistete seinen Zivildienst in der "Kindergruppe Kunterbunt" in Stockerau. Innerhalb kürzester Zeit ist er zu einem großen Vorbild für viele Kinder geworden. Durch viel gemeinsamen Sport hat er die Kinder zu neuen Ideen inspiriert.

Oberösterreich (zwei Presiträger): Sebastian Diermayr war im Kindergarten Raimundstraße in Ried im Innkreis eingesetzt. Er hat Buben und Mädchen mit seinen physikalischen Experimenten begeistert. Jede Woche durften die Kinder ein neues Experiment über Luft, Rutschgefahr, Hebelwirkung, usw. durchführen. Die Kinder waren mit großer Neugier und Freude dabei.

Alexander Wiesinger leistete im Kindergarten Parz der Stadtgemeinde Grieskirchen seinen Zivildienst. Alexander konnte jedem Kind, das Hilfe und Unterstützung brauchte, vermitteln: "Ich bin für dich da." Er kannte alle 130 Kinder mit Namen und hatte immer eine lustige Anekdote für sie parat.

Salzburg: Matthias Aichinger ist der Salzburger Landessieger. Im sogenannten "Saftladen" des Vereins Neustart in Salzburg hatte er Obdachlose, alkohol- und drogenabhängige Menschen, Straffällige und Menschen mit psychiatrischer Indikation bestmöglich unterstützt.

Steiermark: Michael Paierl war im "Haus Steiermark" in Loipersdorf eingesetzt, einer Betreuungseinrichtung für minderjährige Flüchtlinge des Vereins menschen.leben. Michael war eine große Bereicherung für die Jugendlichen, weil sie sehr viel vom ihm lernen konnten und dabei auch Spaß hatten.

Vorarlberg: Matthias Hänsler betreute im "IFS-Haus Lustenau" jugendliche Flüchtlinge. Er lernte mit ihnen und unterstützte sie ganz besonders in schwierigen Situationen. Damit die Jugendlichen mobiler sind, wurden alte Fahrräder gesammelt, die in Teamarbeit wieder fahrtüchtig gemacht wurden.

Wien: Ramias Nousheh leistete seinen Zivildienst beim Verein "Austrak Flüchtlingshilfe" und betreute geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien. Ramias stand den Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite.

Links:

Innenminister Wolfgang Sobotka mit Bundessieger Manuel Klieber und allen Landessiegern aus den Bundesländern
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Artikel Nr: 15379 vom Donnerstag, 14. Dezember 2017, 08:55 Uhr
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