Sicherheit

Kardeis: "Müssen smarter sein als smarte Geräte"

Digitalisierung und künstliche Intelligenz standen im Zentrum des diesjährigen IT-&-Beratertags. Das Bundeskriminalamt hat mit dem Cybercrime Competence Center C4 und "GEMEINSAM.SICHER – fIT im Netz" einen Schwerpunkt im Bereich digitale Sicherheit.

"Cyber-Sicherheit ist eine Herausforderung für die Gegenwart und wird uns auch in der Zukunft intensiv beschäftigen", sagte die Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, Dr. Michaela Kardeis, am 23. November 2017 beim Österreichischen IT-&-Beratertag, bei dem die Sicherheit im digitalen Raum im Vordergrund stand. "Die Internetkriminalität ist in den letzten Jahren gestiegen. Der Schutz kritischer Infrastruktur sowie die Verfolgung der Straftäter im Internet ist daher ein wichtiges Anliegen der Polizei."

Für Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz, die nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren mit sich bringen, müsse man gerüstet sein. "Geräte sind smart, aber wir müssen smarter sein, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden", sagte Kardeis. "Gemeinsam sicher, fit im Netz zu sein, bedeutet Daten zu schützen, Passwörter zu ändern und Back-ups sicherzustellen. Dafür haben wir alle Sorge zu tragen." Das Bundesministerium für Inneres und der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), sorgen mit der Kooperation "GEMEINSAM.SICHER – fIT im Netz" dafür, dass Österreichs Unternehmen für Gefahren aus dem Internet gerüstet sind und digitale Businesschancen optimal nützen können.

In Österreich erfolgen täglich tausende Cyber-Angriffe. Auf den deutlichen Anstieg der Cyber-Delikte in den letzten Jahren hat man im Innenministerium mit der Einrichtung eines Cybercrime-Competence-Centers C4 im Bundeskriminalamt reagiert. Mag. Gert Seidl, Referatsleiter im Cybercrime-Competence-Center C4, sprach beim IT- &-Beratertag über die häufigsten Phänomene des Online-Datendiebstahls und berichtete über aktuelle Beispiele aus der Praxis. "Kriminelle sind sehr kreativ. Der technologische Fortschritt macht nicht nur den Nutzern das Leben leichter, sondern bietet leider auch den Kriminellen neue Möglichkeiten", sagte Seidl. "Derzeit sind die am häufigsten beobachteten Angriffe auf Firmen Ransomware, DDoS-Attacken, Fake-President-Fraud (CEO-Fraud) und verschiedene Spielarten von Rechnungsbetrug." Potenzielle Opfer werden vor allem durch Versendung von Arbeitsangeboten, Hilfe-Mails und in Online-Marktplätzen gefunden. So kommt es jährlich zu erheblichen Schadenssummen durch Schadsoftware und Internetbetrug. Seidl empfahl Unternehmern und Internetnutzern, aufmerksam zu sein, sich zu informieren sowie besonders bei neuen Technologien den Sicherheitsaspekt früh mitzudenken, da so Sicherheitsaspekte effizienter umzusetzen seien.

Der 15. IT- &-Beratertag wurde vom Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) unter dem Titel "Smart Future – Und jetzt? Wie menschlich ist künstliche Intelligenz?" veranstaltet. Das Bundesministerium für Inneres und UBIT kooperieren im Rahmen der Initiative "GEMEINSAM.SICHER – fIT im Netz", um Österreichs Wirtschaft im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit optimal zu unterstützen.

Meldestelle für Internet-Kriminalität: against-cybercrime@bmi.gv.at

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Die Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, Dr. Michaela Kardeis informierte beim IT-&-Beratertag über Cyber-Sicherheit und den Schutz kritischer Infrastruktur
Foto: ©  Caro Strasnik

Artikel Nr: 15330 vom Montag, 27. November 2017, 09:45 Uhr
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