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Der Weg zum Zivildienst

Stellung (Musterung)

Jeder männliche österreichische Staatsbürger wird ab dem 17. Geburtstag vom Militärkommando schriftlich zur Stellung (Musterung) aufgefordert. Der Stellungsaufforderung ist unbedingt Folge zu leisten - allfällige Hinderungsgründe sind dem Militärkommando zu melden.
 
Es besteht die Möglichkeit, beim Militärkommando um eine Vorverlegung des Stellungstermins anzusuchen. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn man z.B. relativ jung maturiert und somit noch längere Zeit bis zur Einberufung zum Grundwehrdienst oder der Zuweisung zum Zivildienst warten müsste.
 
Bei der Stellung wird mit einigen Untersuchungen (z.B. Blut-, Seh-, Gehör- und Belastungstest, psychologischer Test) die Eignung zum Wehrdienst ermittelt. Am Ende wird der Befund über die wichtigsten Untersuchungsergebnisse und die Tauglichkeitsbescheinigung erstellt. Von dieser hängt die Verpflichtung zur Leistung des Grundwehrdienstes bzw. Zivildienstes ab. Das bedeutet, dass man eine Zivildiensterklärung nur dann abgegeben kann, wenn man bei der Stellung als tauglich befunden wurde.

Abgabe der Zivildiensterklärung

Mit der Zivildiensterklärung gibt der Antragsteller bekannt, die Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht erfüllen zu können. Die Erklärung lautet: "Ich kann die Wehrpflicht nicht erfüllen, weil ich es - von den Fällen persönlicher Notwehr und Nothilfe abgesehen - aus Gewissensgründen ablehne, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden und daher bei der Ableistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würde. Ich will deshalb Zivildienst leisten."
 
Das Formular ist bei der Stellungskommission erhältlich oder kann unter Zivildiensterklärung heruntergeladen werden. Es ist entweder direkt bei der Stellungskommission abzugeben oder an das Militärkommando zu senden. Wir empfehlen, eine Kopie der Zivildiensterklärung aufzubewahren und das Original eingeschrieben zu senden. Bei einer persönlichen Abgabe beim Militärkommando sollte man sich die Übergabe bestätigen lassen. 

Geben Sie die Zivildiensterklärung unbedingt innerhalb der Frist ab, das bedeutet

  • innerhalb von 6 Monaten ab der ersten Tauglichkeitsfeststellung 
  • bzw. darüber hinaus bis VOR dem 2. Tag vor einer Einberufung zum Grundwehrdienst (Zustellung des Einberufungsbefehles) 

Rund 6 Wochen nach Abgabe der Zivildiensterklärung wird der Bescheid über die Feststellung der Zivildienstpflicht ("Feststellungsbescheid") mit der persönlichen Zivildienstzahl zugeschickt. Danach folgt die Zuweisung zu einer Zivildiensteinrichtung durch die Zivildienstserviceagentur, und zwar nach vorhandenen Plätzen, persönlicher Eignung und Erfordernissen des Zivildienstes.
 

Zuweisung zu einer Zivildiensteinrichtung

Bitte Zuweisungswunsch abgeben und anfordern lassen

  • Geben Sie bitte im Platzangebot einen oder mehrere Zuweisungswünsche ab. Die Wünsche sind jedoch unverbindlich.
  • Stellen Sie sich deshalb bitte auch persönlich bei Ihrer Wunscheinrichtung vor und lassen Sie sich als Wunschkandidat anfordern. Die Einrichtung braucht dazu Ihre Zivildienstzahl, die Ihnen mit dem "Feststellungsbescheid" zugeschickt wird. Diesen Feststellungsbescheid erhalten Sie ca. 6 Wochen nachdem Sie die Zivildiensterklärung abgegeben haben. Eine Anforderung als Wunschkandidat ist also erst nach Erhalt des "Feststellungsbescheides" möglich. Danach sollten Sie sich aber ehestmöglich bzw. bis spätestens 4 Monate vor dem gewünschten Zivildienstbeginn anfordern lassen. Bei einer späteren Anforderung kann es sein, dass Sie bereits zu einer anderen Einrichtung zugewiesen wurden! 

Wenn Sie noch in einer Ausbildung sind und das Ende dieser Ausbildung in Kürze bevorsteht, geben Sie bitte einen Zuweisungswunsch für einen Termin nach dem Ausbildungsabschluss bekannt bzw. lassen Sie sich von Ihrer Wunscheinrichtung für diesen Termin anfordern. Mehr Infos zum Aufschub des Zivildienstes finden Sie unter Aufschub und befristete Befreiung vom Zivildienst.

Sie haben keinen Rechtsanspruch auf eine wunschgemäße Zuweisung! Jede Möglichkeit, einen Zuweisungswunsch abzugeben oder sich von einer Einrichtung anfordern zu lassen, endet mit Zustellung des Zuweisungsbescheides.

Zuweisungsbescheid

Der Zuweisungsbescheid enthält Informationen zum Dienstantritt, zur Einrichtung und zu den Tätigkeiten und wird rund 4 Monate bis 6 Wochen vor dem Dienstantritt per Post zugesendet.

Nach dem Dienstantritt bei der Einrichtung kann der Vorgesetzte bestimmen, in welcher untergeordneten Einsatzstelle (z.B. Bezirksstelle) ein Zivildienstleistender eingesetzt wird. Da Einsatzstellen (Bezirksstellen) nicht im Zuweisungsbescheid angegeben sind, empfehlen wir, dass Sie vor dem Dienstantritt die Einrichtung kontaktieren und nach dem genauen Einsatzort fragen. Die Kontaktdaten finden Sie im Platzangebot und im Zuweisungsbescheid.

Tipp: Bitte heben Sie alle Bescheide der Zivildienstserviceagentur und Ihre Zivildienstbescheinigung auch nach dem Zivildienst gut auf. Dann können Sie diese später bei Behörden oder bei Bewerbungen vorweisen.

Kündigungs- und Entlassungsschutz

Arbeitnehmer, die zum Zivildienst zugewiesen wurden, haben einen Kündigungs- und Entlassungsschutz unter der Vorraussetzung, dass der Arbeitgeber bei Zustellung des Zuweisungsbescheides unverzüglich über die Zuweisung informiert wurde. Bei Bezug von Arbeitslosengeld ist das AMS unverzüglich über die Zuweisung zu verständigen.
 
Tipp: Lassen Sie sich vom Arbeitgeber schriftlich bestätigen, dass Sie ihm den Zuweisungsbescheid unverzüglich nach der Zustellung vorgelegt und ihn über die Zuweisung zum Zivildienst informiert haben.
 
Bei einer Zivildienstleistung von 9 Monaten beträgt der Kündigungs- und Entlassungsschutz 1 Monat. Wenn der Zivildienst jedoch weniger als 2 Monate geleistet wurde, umfasst der Kündigungs- und Entlassungsschutz einen Zeitraum von der halben Dauer des geleisteten Zivildienstes (Beispiel: Eine Zivildienstleistung in der Dauer von 4 Wochen bedeutet Kündigungs- und Entlassungsschutz für 2 Wochen).

Waffenverbot

Ab Eintritt der Zivildienstpflicht ist für die Dauer von 15 Jahren der Erwerb und Besitz von verbotenen Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das Führen von Schusswaffen untersagt. Für die Jagdausübung, für Angehörige traditioneller Schützenvereinigungen sowie für Sportschützen können jedoch von den Landespolizeidirektionen in begründeten Fällen Ausnahmen von diesem Waffenverbot erteilt werden (§ 5 Abs. 5 ZDG). Ein allfälliger, selbst formulierter Antrag ist bei der zuständigen Landespolizeidirektion einzubringen.

Mehr als 6-monatiger Auslandsaufenthalt vor Beginn des Zivildienstes

Falls ein Zivildienstpflichtiger vor Beginn des Zivildienstes für 6 Monate oder länger ins Ausland reist oder sich dort aufhält, hat er dies unverzüglich der Zivildienstserviceagentur und der örtlich zuständigen Vertretungsbehörde bekannt zu geben, damit er für diesen Zeitraum nicht zugewiesen wird. Entsprechende Beweismittel (z.B. Mietvertrag der Wohnung im Ausland, Arbeitsvertrag o.dgl.) sind beizulegen. Die Rückverlegung des Wohnsitzes nach Österreich ist binnen drei Wochen der Zivildienstserviceagentur zu melden. Ein Auslandsaufenthalt ist jedoch nicht mehr zu melden, wenn der Zivildienst vollständig abgeleistet wurde.

Widerruf der Zivildiensterklärung

Die Zivildiensterklärung kann widerrufen werden, Details siehe Widerruf der Zivildiensterklärung, zurück zum Bundesheer 

Download Zivildienstfolder (Wegweiser zum Zivildienst)




 

 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0