Startseite   Platzangebot, freie Stellen   Suche
 
Der Weg zum Zivildienst
Formulare
Platzangebot, freie Stellen
Finanzielles, Beihilfen
Aufschub, Befreiung vom Zivildienst
Ausbildung und Einsatz
Dienstabzeichen
Dienstzeit
Urlaub
Krankenstand
Beschwerden
Vertrauensperson
Dienstpflichtverletzung
Versetzung
Zeugnisse
Waffenverbot, Widerruf Erlöschen ZD-Pflicht
Freiwilligendienste im In- und Ausland
Neue Zivildienst-Einrichtung werden
Zivildiener des Jahres
Häufige Fragen
Gesetze, ZDG, VO
Berichte
Suche
Kontakt
Impressum

Aufschub und Befristete Befreiung vom Zivildienst

Aufschub des Zivildienstes aufgrund einer noch nicht abgeschlossenen Ausbildung

Ein Zivildienstpflichtiger wird grundsätzlich zum frühest möglichen Termin nach der bescheidmäßigen Feststellung der Zivildienstpflicht zu einer Einrichtung zugewiesen.

Wenn der Zivildienstpflichtige derzeit in Ausbildung ist und das Ende dieser Ausbildung mit Ende des heurigen Schul- oder Lehrjahres bevorsteht, wird geraten, sich für einen Zuweisungstermin nach Ausbildungsabschluss von einer Einrichtung anfordern zu lassen. Außerdem sollte sobald wie möglich eine Kopie der Schulbesuchsbestätigung oder eine Kopie des Lehrvertrages an die Zivildienstserviceagentur geschickt werden. (Wenn die Bestätigung bereits mit der Zivildiensterklärung abgegeben wurde, muss diese nicht nochmals geschickt werden!) Das Formular „Antrag auf Aufschub“ muss dabei auch nicht extra ausgefüllt werden.

Ein Aufschub der Zivildienstleistung wird grundsätzlich nur für jene Ausbildung gewährt, die bereits vor dem 1. Jänner des Stellungsjahres begonnen wurde.

Für eine später begonnene Ausbildung (zum Beispiel ein Studium) ist ein Aufschub prinzipiell nicht möglich, außer wenn durch die Ausbildungsunterbrechung nachweisbar eine außerordentliche Härte bzw. ein bedeutender Nachteil entstehen würde. In diesem Fall ist ein Antrag auf Aufschub mit Nachweisen (Kopie des Lehrvertrages, Kopie der Schulbesuchs- oder Inskriptionsbestätigung, Kopie des Studienblattes, Kopie des Studienbeihilfenbescheides, oder dgl.) so bald wie möglich an die Zivildienstserviceagentur zu senden. Die maximal mögliche Frist für einen Aufschub ist der 15. September des Kalenderjahres, in dem das 28. Lebensjahr vollendet wird.

Zu den außerordentlichen Härten bzw. bedeutenden Nachteilen zählen:

  • Verlust von Studien-, Schüler- oder Heimbeihilfe oder des Studienzuschusses 
  • Verlust eines Mobilitätsstipendiums oder Auslandsjahres im Rahmen des ERASMUS/ SOKRATES-Programmes; Achtung: Ein Aufschub wird nur für die Dauer des Auslandsaufenthaltes gewährt! 
  • Verlust des Studenten-, Schülerheim- oder Internatsplatzes 
  • Unterbrechung der Bakkalaureatsarbeit, der Diplomarbeit oder Dissertation 
  • Unterbrechung einer Lehrveranstaltung, die nur in mehrjährigem Abstand angeboten wird; Achtung: Ein Aufschub wird nur für die Dauer dieser Lehrveranstaltung gewährt! 
  • Verlust der Halb- oder Vollwaisenpension

Download: Antrag auf Aufschub aufgrund einer noch nicht abgeschlossenen Ausbildung, die bereits vor dem 1. Jänner des Stellungsjahres begonnen wurde

Achtung: Wenn Sie eine Verschiebung des Zivildienstes wegen unvorhersehbarer wirtschaftlicher oder familiärer Interessen beantragen möchten, müssen Sie KEINEN Antrag auf Aufschub aufgrund von Ausbildungen stellen, sondern einen Antrag auf Befristete Befreiung von der Zivildienstleistung (Details siehe weiter unten).

Bei einem Aufschub des Zivildienstes wird empfohlen, rechtzeitig, also rund 8 Monate (!) vor dem Ausbildungsende, einen Zuweisungswunsch abzugeben oder sich von einer Wunscheinrichtung anfordern zu lassen.

Beurlaubung vom Studium

Für Studierende von Universitäten besteht gemäß § 67 des Universitätsgesetzes 2002 die Möglichkeit, sich vom Studium für höchstens zwei Semester beurlauben zu lassen. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei den Universitäten.

Befristete Befreiung vom Zivildienst aufgrund unvorhersehbarer wirtschaftlicher oder familiärer Interessen

Insoweit es unvorhergesehene besonders berücksichtigungswürdige wirtschaftliche oder familiäre Interessen erfordern, kann eine befristete Befreiung von der Zivildienstleistung gewährt werden. Ein begründeter, selbst formulierter Antrag ist mit geeigneten Nachweisen schriftlich an die Zivildienstserviceagentur zu stellen. Es gibt hierfür KEIN vorgegebenes Formular!

Dabei ist zu beachten, dass einem derartigen Antrag nur dann stattgegeben werden kann, wenn der Zivildienstpflichtige nicht gegen die Harmonisierungspflicht verstoßen hat. Diese sieht vor, dass jeder Zivildienstpflichtige in Kenntnis des noch vor ihm liegenden Zivildienstes alle seine persönlichen und wirtschaftlichen Lebensumstände derart einzurichten hat, dass er seinen bevorstehenden Zivildienst ungehindert leisten kann.

Eine von der Zivildienstleistung befreite Person hat den Wegfall der Voraussetzungen für die Befreiung unverzüglich der Zivildienstserviceagentur mitzuteilen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zivildienstserviceagentur unter Tel. 01/585 47 09-5856 oder DW 5857. Wenn Sie uns eine E-Mail schreiben möchten, verwenden Sie bitte info@zivildienst.gv.at.

 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0