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Urlaub

2 Wochen Dienstfreistellung (Urlaub)

Zivildienstleistende haben das Recht auf zwei Wochen Dienstfreistellung („Urlaub“), das sind zwölf Arbeitstage bei einer Sechs-Tage-Woche, zehn Arbeitstage bei einer Fünf-Tage-Woche.

Über den konkreten Zeitpunkt und Zeitraum des Urlaubes haben der Vorgesetzte und der Zivildienstleistende rechtzeitig eine Vereinbarung zu treffen. Dabei ist auf die dienstlichen Interessen der Einrichtung (Einsatzstelle) und die persönlichen Interessen des Zivildienstleistenden angemessen Rücksicht zu nehmen.

 

Gibt es eine solche Einigung, kann der Zivildienstleistende seinen Urlaub jederzeit konsumieren. Wenn es aber keine Einigung (keine Vereinbarung) gibt, dann hat der Zivildienstleistende das Recht, die Hälfte des Urlaubes (1 Woche) zu Beginn des siebenten Monats und die restlichen Urlaubstage am Ende seines Zivildienstes zu konsumieren. Dabei hat der Zivildienstleistende auch das Recht, eine Urlaubswoche am Stück (ungeteilt) zu verbrauchen, wenn er dies möchte.

 

Wenn der Zivildienstleistende während der Dienstfreistellung erkrankt, so sind die Tage der Erkrankung dann nicht auf den Gesamtanspruch anzurechnen, wenn die Erkrankung länger als drei Kalendertage gedauert hat und diese ordnungsgemäß und zeitgerecht gemeldet wurde.

Zivildienstleistender bei Wasserrettung; Foto: Stephan Bauer

Sonderdienstfreistellung für Berufsvorbereitungen oder Ausbildungszwecke

Zusätzlich zu den zwei Wochen Urlaub hat der Zivildienstleistende Anspruch auf eine Dienstfreistellung von bis zu zwei Tagen aus beruflichen Gründen oder aus Gründen der Ausbildung (z.B. für ein Vorstellungsgespräch, die Lehrabschlussprüfung, eine Aufnahmeprüfung auf einer Universität). Der Zivildienstleistende hat den Vorgesetzten über einen solchen Termin mindestens eine Woche im Voraus zu informieren und eine entsprechende Bestätigung für diesen Termin vorzulegen.

Sonderdienstfreistellung für wichtige familiäre oder persönliche Angelegenheiten

In dringenden Fällen, insbesondere aus familiären oder sonstigen wichtigen persönlichen Gründen, KANN der Vorgesetzte dem Zivildienstleistenden eine Sonderdienstfreistellung im unbedingt notwendigen Ausmaß, jedoch höchstens bis zu einer Woche bewilligen – und zwar zusätzlich zum Urlaub. Auf diese Sonderdienstfreistellung hat der Zivildienstleistende aber keinen Rechtsanspruch, d.h. sie ist nur mit Zustimmung des Vorgesetzten möglich. Der Zivildienstleistende hat auch keinen Rechtsanspruch auf "Pflegefreistellung" oder "Übersiedlungstage".  

Auslandsreise im Urlaub erlaubt

Zivildienstleistende dürfen während ihrer dienstfreien Zeit ins Ausland reisen. Die Einholung einer Genehmigung bei der Zivildienstserviceagentur ist dafür nicht notwendig.  

Nebenbeschäftigung während der dienstfreien Zeit zulässig

Es ist zulässig, in der dienstfreien Zeit eine Nebenbeschäftigung (z.B. geringfügige Beschäftigung) auszuüben, allerdings darf die Zivildiensteistung dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden. Die Nebenbeschäftigung darf also nur in der dienstfreien Zeit ausgeübt werden und die Interessen des Zivildienstes müssen gewahrt bleiben. Steuerrechtliche Fragen zu Bezügen aus einer weiteren Beschäftigung sind mit dem Finanzamt abzuklären.

Feiertage

Gemäß Feiertagsruhegesetz 1957 gelten folgende Tage als Feiertage (bitte beachten Sie die untenstehenden Hinweise zu Normal- und Turnusdienst):

  • 1. Jänner (Neujahr)
  • 6. Jänner (Heilige Drei Könige)
  • Ostermontag
  • 1. Mai (Staatsfeiertag)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • 15. August (Maria Himmelfahrt)
  • 26. Oktober (Nationalfeiertag)
  • 1. November (Allerheiligen)
  • 8. Dezember (Maria Empfängnis)
  • 25. Dezember (Weihnachten)
  • 26. Dezember (Stephanstag)
  • Der Karfreitag gilt als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche.

Diese gesetzlich anerkannten Feiertage sind bei Normaldienst grundsätzlich dienstfrei. Der Zivildienstleistende hat in einer Arbeitswoche mit einem Feiertag dementsprechend weniger Wochenstunden (zum Beispiel 34 Wochenstunden anstelle von 42 Wochenstunden). Es fallen dabei auch keine „Minusstunden“ an, d.h. der Feiertag muss nicht eingearbeitet werden.

Bei zwingenden dienstlichen Erfordernissen kann der Zivildienstleistende jedoch bis zu zweimal pro Monat an Sonn- oder Feiertagen zu Dienstleistungen eingeteilt werden. Durch solche Dienste darf die wöchentliche Mindestruhezeit aber nicht unterschritten werden. Diese beträgt grundsätzlich 36 Stunden. Nur im Falle zwingender dienstlicher Erfordernissen kann die Mindestruhezeit bis auf 24 Stunden verkürzt werden. 

Bei Turnusdienst kann der Zivildienstleistende auch an Sonn- und Feiertagen eingeteilt werden. Hinsichtlich der Mindestruhezeiten gelten dieselben Bestimmungen wie bei Normaldienst.

 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0