Startseite   Platzangebot, freie Stellen   Suche
 
Der Weg zum Zivildienst
Formulare
Platzangebot, freie Stellen
Finanzielles, Beihilfen
Aufschub, Befreiung vom Zivildienst
Ausbildung und Einsatz
Dienstabzeichen
Dienstzeit
Urlaub
Krankenstand
Beschwerden
Vertrauensperson
Dienstpflichtverletzung
Versetzung
Zeugnisse
Waffenverbot, Widerruf Erlöschen ZD-Pflicht
Freiwilligendienste im In- und Ausland
Neue Zivildienst-Einrichtung werden
Zivildiener des Jahres
Häufige Fragen
Gesetze, ZDG, VO
Berichte
Suche
Kontakt
Impressum

Ausbildung und Einsatz des Zivildienstleistenden

Einschulung

Zivildienstleistende müssen vom Vorgesetzten (oder von einer dafür zuständigen Person) ausreichend über ihre Rechte und Pflichten informiert und - soweit dies für die ordnungsgemäße Dienstleistung erforderlich ist - eingeschult und fortgebildet werden. Dazu zählen Schulungen über:

  • Allgemeine Rechte und Pflichten
  • Verrichtung der Dienstleistungen
  • Dienstzeiten
  • Meldepflichten bei Erkrankung und Dienstverhinderung
  • Beantragung einer Dienstfreistellung (des Urlaubes)
  • Einfügen in die Gemeinschaft
  • Hausordnungen
  • Verschwiegenheitspflicht
  • besondere hygienische Vorschriften und Verhaltensregeln
  • Folgen von Dienstpflichtverletzungen
  • Finanzielle Angelegenheiten
  • usw.

Der Rechtsträger (die Einrichtung) muss dem Zivildienstleistenden auch bekannt geben, wer der Vorgesetzte ist. Der Vorgesetzte hat darauf zu achten, dass der Zivildienstleistende seine Pflichten nach dem Zivildienstgesetz nicht verletzt.

 

Der Zivildienstleistende muss an der notwendigen Einschulung, Aus- und Fortbildung teilnehmen. Er muss die Schulungen absolvieren, die für die ordnungsgemäße Dienstleistung notwendig sind, zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungssanitäter. 

Allgemeine Pflichten des Zivildienstleistenden

Der Zivildienstpflichtige muss den Zivildienst zu dem im Zuweisungsbescheid genannten Zeitpunkt bei der angegebenen Stelle antreten. Der Zuweisungsbescheid wird ihm rund 4 Monate bis 6 Wochen vor dem Dienstantritt zugesendet.

Der Zivildienstleistende  muss an den notwendigen Einschulungen, Aus- und Fortbildungen teilnehmen und die Schulungen absolvieren, die für die ordnungsgemäße Dienstleistung notwendig sind, zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungssanitäter.

 

Die Tätigkeiten des Zivildienstleistenden sind im Zuweisungsbescheid angegeben. Der Zivildienstleistende muss die vom Vorgesetzten im Rahmen des Zuweisungsbescheides angeordneten Dienstleistungen gewissenhaft verrichten. Er muss die dienstlichen Weisungen des Vorgesetzten pünktlich und genau befolgen.

 

Soweit dies im Interesse des Dienstes erforderlich ist, muss er auch kurzfristig nicht zu seinen Aufgaben gehörende Dienstleistungen erbringen - diese Dienstleistungen müssen jedoch im Rahmen des Aufgabenbereiches der Einrichtung liegen.

 

Die Befolgung einer dienstlichen Weisung darf nur dann abgelehnt werden, wenn diese von einem unzuständigen Organ erteilt wurde oder die Befolgung gegen strafgesetzliche Vorschriften verstoßen würde. Das vorsätzliche Nichtbefolgen einer Weisung ist eine Dienstpflichtverletzung, die zu einem Verwaltungsstrafverfahren führt.

Qualifizierter Einsatz mit Berufsberechtigung

Zivildienstleistende haben grundsätzlich Hilfsdienste unter entsprechender Anleitung, Beaufsichtigung und Verantwortung des Vorgesetzten zu erbringen. Wenn der Zivildienstleistende aber eine nachweisliche Berufsberechtigung in jenem Dienstleistungsgebiet hat, das im Anerkennungsbescheid der Zivildiensteinrichtung angegeben ist, dann ist auch ein qualifizierter Einsatz zulässig. Die Berufsberechtigung kann vor oder während des Zivildienstes erlangt worden sein.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Zivildienstleistende und der Rechtsträger (die Einrichtung) mit dem qualifizierten Einsatz schriftlich einverstanden sind. Für dieses Einvernehmen gibt es das Formular Vereinbarung über den qualifizierten Einsatz.

 

Zivildienstleistende dürfen in Krankenhäusern jedoch nicht als Turnusärzte qualifiziert eingesetzt werden, weil aufgrund des Ärztegesetzes bei Turnusärzten noch keine Berufsberechtigung vorliegt.

 

Bei einem qualifizierten Einsatz unterliegt der Zivildienstleistende den entsprechenden berufsrechtlichen Bestimmungen. Er muss nach diesen fachlich von einer entsprechend ausgebildeten Fachaufsicht beaufsichtigt werden.

 

Unabhängig davon muss der Zivildienst-Vorgesetzte darauf achten, dass der Zivildienstleistende seine sonstigen Pflichten nach dem Zivildienstgesetz einhält - zum Beispiel die fristgerechte und korrekte Meldung von Krankenständen, die Einhaltung der Dienstzeiten wie bei allen anderen Zivildienstleistenden, usw. Der Zivildienstleistende ist von seinen Pflichten nach dem Zivildienstgesetz also nicht entbunden.

Bei einem qualifizierten Einsatz hat der Zivildienstleistende auch keinen Anspruch auf eine höhere Vergütung oder zusätzliche Urlaubstage.

Möglichst hochwertiger Einsatz

Zivildienstleistende sollen nach Maßgabe ihrer Einschulungen, Aus- und Fortbildungen möglichst hochwertig beschäftigt werden. Damit soll eine möglichst sinnvolle Gestaltung des Zivildienstes auch im Hinblick auf die Wertschätzung des erworbenen Wissens der Zivildienstleistenden gewährleistet werden. Falls ein Zivildienstleistender eine geförderte Ausbildung gemäß § 38a ZDG erfolgreich absolviert hat, soll diese auch bei seinem Einsatz mitberücksichtigt werden

Verschwiegenheitspflicht

Der Zivildienstleistende muss die ihm aufgrund seiner Dienstleistung bekannt gewordenen Amts-, Dienst- und Betriebsgeheimnisse bewahren (Verschwiegenheitspflicht). Die Verschwiegenheitspflicht besteht auch nach dem Ausscheiden aus dem Zivildienst weiter.

Tragen des Dienstabzeichens

Details siehe Dienstabzeichen

Meldepflichten bei Dienstverhinderung

Ist der Zivildienstleistende verhindert, seinen Dienst ordnungsgemäß zu versehen, muss er dies umgehend dem Vorgesetzten (der Einrichtung) mitteilen und die Gründe für diese Dienstverhinderung bekannt geben. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf Krankenstand und Dienstverhinderung.
 

 

 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0