Startseite   Platzangebot, freie Stellen   Suche
 
Der Weg zum Zivildienst
Formulare
Platzangebot, freie Stellen
Finanzielles, Beihilfen
Aufschub, Befreiung vom Zivildienst
Ausbildung und Einsatz
Dienstabzeichen
Dienstzeit
Urlaub
Krankenstand
Beschwerden
Vertrauensperson
Dienstpflichtverletzung
Versetzung
Zeugnisse
Waffenverbot, Widerruf Erlöschen ZD-Pflicht
Freiwilligendienste im In- und Ausland
Neue Zivildienst-Einrichtung werden
Zivildiener des Jahres
Häufige Fragen
Gesetze, ZDG, VO
Berichte
Suche
Kontakt
Impressum
Preisträger 2008 Preisträger 2009 Preisträger 2010 Preisträger 2011 Preisträger 2012  
  Preisträger 2013 Preisträger 2014 Preisträger 2015 Preisträger 2016 Zivildiener des Jahres
 

Die Preisträger 2012

Foto: BM.I

Fabian Salzgeber aus Götzis in Vorarlberg wurde wegen seiner außergewöhnlichen Leistungen bei der Sunnahof-Lebenshilfe in Göfis zum "Zivildiener des Jahres 2012" gewählt. Mag.a Johanna Mikl-Leitner überreichte ihm die Auszeichnung am 19. Dezember 2012 in Wien.

In diesem Jahr gab es nicht neun, sondern zwölf Landessieger, denn für Burgenland wurden drei und für Wien zwei Landessieger ausgewählt. Aus den zwölf Landessiegern wählte eine Expertenjury Fabian Salzgeber zum Bundessieger 2012. "Fabian Salzgeber ist aufgrund seines Einfühlungsvermögens sehr schnell zu einem angesehenen, beliebten Betreuer geworden, der respektvoll mit den Menschen in der Einrichtung umgegangen ist", sagte Mikl-Leitner bei der Auszeichnungsfeier am 19. Dezember 2012 im Innenministerium. "Er hat während seiner Zivildienstzeit mehr als seine Pflicht getan. An seinen Feierabenden hat er beispielsweise eine Spezialschubkarre für einen Menschen mit Behinderung gebaut und ihm somit ermöglicht, seine Arbeit in der Landwirtschaft weiter auszuüben", berichtete die Innenministerin. Salzgeber war von Dezember 2010 bis Ende August 2011 in der Sunnahof-Lebenshilfe tätig. In dieser Zeit lernte er die Arbeit im sozialen Bereich kennen und schätzen und blieb deshalb als hauptberuflicher Mitarbeiter im Sunnahof tätig. Salzgeber überlegt, berufsbegleitend eine Ausbildung im Sozialbereich zu machen.
Die Innenministerin gratulierte allen Landessiegern: "Sie haben viel geleistet für das soziale Wohl in unserem Land."

 
Foto: BM.I

Landessieger Burgenland

Manuel Babes, Michael Leder und Andreas Landauer retteten als Zivildiener beim Roten Kreuz Eisenstadt einem 76-jährigen Mann durch Erste Hilfe und Wiederbelebung mit einem Defibrillator das Leben. Der Pensionist war regungslos am Parkplatz eines Supermarktes gelegen. Alle drei Zivildiener sind weiterhin als Freiwillige beim Roten Kreuz tätig.

  
Foto: BM.I

Landessieger Kärnten

Patrick Krall leistete seinen Zivildienst bei "pro mente". Durch sein handwerkliches Geschick, seine hauswirtschaftliche Tüchtigkeit, seine vielfältigen, kreativen Ideen und seinen Humor wurde er rasch zu einem wichtigen Teammitglied in der Einrichtung. Er brachte Jugendliche zum Arzt, baute ein Regal aus alten Hölzern, bereitete Mittagessen zu, strich Wände und reparierte Möbel. Auch von den Jugendlichen wurde er aufgrund seiner humorvollen Art sehr geschätzt. Seine positiven Erfahrungen während seines Zivildienstes motivierten ihn dazu, ein Studium der Sozial- und Integrationspädagogik zu beginnen.

 
Foto: BM.I

Landessieger Niederösterreich

Lukas Kraus arbeitete im Pflegeheim "Haus der Barmherzigkeit" in Poysdorf. Durch seinen Witz und Charme munterte er ältere und kranke Menschen auf. Mit seiner offenherzigen und freundlichen Art motivierte er die Bewohnerinnen und Bewohner, mit ihm spazieren zu gehen oder mit ihm zu basteln. Damit leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der motorischen Fähigkeiten der pflegebedürftigen Menschen.

 
Foto: BM.I

Landessieger Oberösterreich

Jakob Leitner arbeitete im Kindergarten und Hort Alberndorf. Durch seine ruhige, nicht aufdringliche, jedoch selbstsichere Art gab er den Kindern Sicherheit und machte sich als ihr Spielpartner und Erzieher sehr beliebt. Vor allem seine vielfältigen Fähigkeiten machten ihn zu einem wertvollen Teammitglied. So reparierte er einen Tonofen, Kinderfahrräder und ein Türschloss. Er unterstützte die Kinder unter anderem bei der Hausübung und verhalf ihnen so zu persönlichen Lernerfolgen.
 
Foto: BM.I

Landessieger Salzburg

Bernhard Zwein verrichtete seinen Zivildienst im Kulinarium Salzburg, wo auch Menschen mit Behinderungen mitarbeiten. Zwein war sehr engagiert und übernahm selbstständig die Organisation von Cateringveranstaltungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderungen. Durch sein offenes, freundliches und verständnisvolles Auftreten fand er auch zu eher schwer zugänglichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kontakt.

 
Foto: BM.I

Landessieger Steiermark

Lorenz Bogdanovics leistete seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe Hartberg. Er fiel besonders durch sein außerordentliches Engagement und seine große Begeisterung für den Zivildienst auf. Durch seine ehrliche, zuverlässige und verständnisvolle Art wurde er von den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr geschätzt.
 
Foto: BM.I

Landessieger Tirol

Martin Berger absolvierte seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe Tirol. Durch seine Herzlichkeit und sein Einfühlungsvermögen schaffte er es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Er schloss außerdem Freundschaft zu einem Klienten und plant, diesen auch nach seinem Zivildienst in seiner Freizeit zu besuchen.
 
Foto: BM.I

Landessieger Vorarlberg

Fabian Salzgeber (siehe Seitenanfang)

 
Foto: BM.I

Landessieger Wien

Johannes Lentz war bei der Caritas Socialis GmbH im Pflege- und Sozialzentrum Kalksburg tätig. Er zeichnete sich vor allem durch seinen persönlichen Einsatz aus. So entwickelte er Unterlagen für die Demenzbetreuung, erstellte Fotocollagen, ein Kräuterbuch und organisierte einen Antiquitäten-Nachmittag. Er begegnete den dementen Menschen mit Wertschätzung und Respekt und betreute auf eigenen Wunsch die schwierigsten Klientinnen und Klienten.

 
Foto: BM.I

Landessieger Wien

Jakub Macheta absolvierte seinen Zivildienst beim Hort "Kinder in Wien". Er war stets bestrebt, die Kinder zu fördern. So veranstaltete er jeden Montag einen "Obsttag", an dem er den Kindern eine neue Frucht vorstellte, startete einen Literatur- und Zeichenwettbewerb, organisierte ein Fußballturnier und besorgte jeden Tag für 150 Kinder Jause, sodass sich der Hort die Essenslieferungen sparen und stattdessen viele neue Spiele und andere Gegenstände leisten konnte.

 

Sonderpreis für Integration

Der Zivildienst ist auch ein wichtiger Eckpfeiler für die Integration. Menschen mit Migrationshintergrund haben die Möglichkeit, aktiv zum sozialen Wohl in Österreich beizutragen. Viele junge Männer absolvieren ihren Zivildienst in Flüchtlingseinrichtungen und engagieren sich dort für ein Miteinander der Menschen verschiedener Nationalitäten. Um diese jungen Menschen auszuzeichnen, vergab Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz bei der Ehrung des Zivildieners des Jahres 2012 den Sonderpreis für Integration an Markus Wetschka, der seinen Zivildienst bei der Caritas-Flüchtlingshilfe in Stadl-Paura ableistete. Wetschka zeichnete sich durch große Herzlichkeit und Offenheit gegenüber den Bewohnern aus, die aus vielen Ländern stammen. Er versuchte vom ersten Tag an, Menschen über den Sport zusammenzubringen. Er brachte minderjährige Flüchtlinge zu einem Fußballverein und ermöglichte einem Bewohner, der professionellen Beach-Volleyballsport betreibt, eine Spiel- und Trainingsmöglichkeit bei einem professionell geführten Club. Wetschka arbeitet seit dem Ende seines Zivildienstes ehrenamtlich mit der Caritas zusammen, so betreut er Menschen weiterhin beim Sport, organisiert Fußballspiele sowie Spenden für Sportausrüstung für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Herr Wetschka konnte bei der Preisverleihung nicht persönlich anwesend sein.

Erfolgsgeschichte Zivildienst

"Der Zivildienst ist zweifelsohne eine Erfolgsgeschichte und ein wichtiger Eckpfeiler für das soziale Wohl in Österreich", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner und verwies auf den Gesundheits- und Pflegebereich, in dem Zivildiener eine sehr wichtige Rolle spielen. Auch für das spätere ehrenamtliche Engagement der jungen Männer kommt dem Zivildienst eine maßgebliche Rolle zu. "Vielen Zivildienern gefällt die Arbeit in den Einrichtungen so gut, dass sie ihrer Organisation auch nach dem Zivildienst als ehrenamtlicher Helfer erhalten bleiben", sagte Mikl-Leitner. Ein "freiwilliges, bezahltes soziales Jahr" könnte den Zivildienst nicht ersetzen – weder qualitativ noch quantitativ. "Viele Sparten wie beispielsweise Katastrophenschutz, die Feuerwehren, Gedenkdienst und Jugend- und Kinderbetreuung würden keine Zivildiener bekommen. Dieses Modell ist außerdem mit 20 Prozent weniger Personal verbunden. Somit würden sich auch für Organisationen im Gesundheits- oder Sozialbereich deutliche Nachteile ergeben", betonte die Innenministerin.

 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0