Startseite   Platzangebot, freie Stellen   Suche
 
Der Weg zum Zivildienst
Formulare
Platzangebot, freie Stellen
Finanzielles, Beihilfen
Aufschub, Befreiung vom Zivildienst
Ausbildung und Einsatz
Dienstabzeichen
Dienstzeit
Urlaub
Krankenstand
Beschwerden
Vertrauensperson
Dienstpflichtverletzung
Versetzung
Zeugnisse
Waffenverbot, Widerruf Erlöschen ZD-Pflicht
Freiwilligendienste im In- und Ausland
Neue Zivildienst-Einrichtung werden
Zivildiener des Jahres
Häufige Fragen
Gesetze, ZDG, VO
Berichte
Suche
Kontakt
Impressum

Neue Zivildienst-Einrichtung werden

Zivildienstpflichtige können nur zu einer gemäß § 4 des Zivildienstgesetzes anerkannten Zivildienst-Einrichtung zugewiesen werden. Für die Anerkennung ist der Landeshauptmann (als Behörde) zuständig. Die Ansprechpartner bei Fragen und Anträge finden Sie bei den Downloads weiter unten auf dieser Seite.

Für eine Anerkennung in Betracht kommen Einrichtungen:

  • des Bundes, der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände
  • sonstiger öffentlich-rechtlicher Körperschaften oder
  • sonstiger juristischer Personen, die nicht auf Gewinn berechnet sind und ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz in Österreich haben

Einrichtungen müssen in einem der folgenden Gebiete tätig sein:

  • Krankenanstalten
  • Rettungswesen
  • Sozialhilfe
  • Sozialhilfe in der Landwirtschaft (landwirtschaftliche Betriebshilfe)
  • Behindertenhilfe
  • Altenbetreuung
  • Krankenbetreuung (außerhalb von Krankenanstalten)
  • Gesundheitsvorsorge
  • Betreuung von Drogenabhängigen
  • Justizanstalten
  • Betreuung von Vertriebenen, Asylwerbern, Flüchtlingen, Menschen in Schubhaft
  • Katastrophenhilfe, Zivilschutz
  • Inländische Gedenkstätten, insbesondere für Opfer des Nationalsozialismus
  • Vorsorge für die öffentliche Sicherheit und die Sicherheit im Straßenverkehr
  • Tätigkeiten im Rahmen der zivilen Landesverteidigung
  • Umweltschutz
  • Jugendarbeit
  • Kinderbetreuung
  • Integration oder Beratung Fremder

Einrichtungen müssen eine dem Wesen des Zivildienstes entsprechende:

  • Einschulung
  • Beschäftigung
  • Leitung und
  • Betreuung der Zivildienstleistenden gewährleisten.

Zivildienstleistende sind zu Dienstleistungen heranzuziehen,

  • die der zivilen Landesverteidigung oder dem allgemeinen Besten dienen und
  • den Zivildienstpflichtigen ähnlich belasten wie der Wehrdienst den Wehrpflichtigen;
  • Diese Dienstleistungen dürfen nicht in der Anwendung von Gewalt gegen Menschen bestehen.

Grundsätzlich können Zivildienstleistende nur zu Hilfsdiensten unter entsprechender Anleitung, Beaufsichtigung und Verantwortung eines Vorgesetzten, nicht aber zu leitenden, eigenverantwortlichen, eine bestimmte Fachausbildung und Erfahrung voraussetzenden Dienstleistungen herangezogen werden. Dies setzt zumindest einen vollbeschäftigten Mitarbeiter in der Einrichtung (Dienststelle) voraus! 

Außerdem muss der Einsatz durchgehend gewährleistet sein. Das heißt, es darf keine Schließung der Einrichtung in der Ferienzeit geben! Die jeweiligen Tätigkeiten, zu denen Zivildienstleistende herangezogen werden dürfen, werden im Anerkennungsbescheid der Einrichtung und im Zuweisungsbescheid des Zivildienstpflichtigen angegeben.

Finanzielles

Im Anerkennungsbescheid einer Einrichtung wird angegeben, welche Tätigkeiten die Zivildienstleistenden bei der Einrichtung zu verrichten haben, wie viele Zivildienstplätze zugelassen werden und zu welcher Dienstleistungssparte die Einrichtung gehört. Von der Zuordnung zu einer Sparte und der Zugehörigkeit zu einer Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) hängt ab, ob der Bund an den Rechtsträger ein monatliches Zivildienstgeld (600 Euro oder 410 Euro) oder der Rechtsträger an den Bund eine monatliche Vergütung (130 Euro) pro Zivildienstleistendem zu leisten hat.

Manche Einrichtungen besitzen unter ihrer Leitung stehende Einsatzstellen (z.B. Außenstellen, Filialen, Bezirksstellen). Wenn Zivildienstleistende nicht nur in der Einrichtung, sondern auch in einer untergeordneten Einsatzstelle  eingesetzt werden sollen, ist dies mit einem eigenen Formular (Antrag auf Einbeziehung einer Einsatzstelle) zu beantragen. Die Voraussetzungen für die Einbeziehung einer Einsatzstelle entsprechen jenen einer Zivildiensteinrichtung.

Nach der rechtskräftigen Anerkennung mit Bescheid des Landeshauptmannes erhält die Einrichtung eine schriftliche Aufforderung der Zivildienstserviceagentur, eine Bedarfsanmeldung über die gewünschte Anzahl an Zivildienstleistenden zu einem bestimmten Termin bekannt zu geben.

Downloads

Kontakt beim Amt der Landesregierung für Fragen zur Anerkennung als Zivildiensteinrichtung
Kostenrechner Zivildienst  
Finanzielle Aufwendungen einer Zivildiensteinrichtung 
Wie wird man eine Zivildiensteinrichtung? 
Antrag auf Anerkennung als Zivildiensteinrichtung = für neue Organisationen 
Antrag auf Einbeziehung einer Einsatzstelle = z.B. für Bezirksstellen, Ortsstellen einer Einrichtung
  

Aufstockung der Zivildienstplätze

Eine Einrichtung darf nicht mehr Zivildienstleistende gleichzeitig beschäftigen, wie Plätze mit Bescheid des Landeshauptmannes genehmigt wurden. Wenn eine Aufstockung dieser maximalen Plätze gewünscht ist, ist dies zu beantragen. Download: Antrag auf Aufstockung

Davon abgesehen kann der Rechtsträger beantragen, dass die Plätze in Einzelfällen für höchstens zwei Monate um höchstens zwei Plätze überschritten werden dürfen. Bei einem "Überschreitungsplatz" handelt es sich um KEIN zusätzliches Platzkontingent der Einrichtung. Vielmehr soll die kurzfristige Überschreitung der maximalen Plätze die Zuweisung von Zivildienstpflichtigen mit „Restdienstzeiten“ (z.B. infolge einer vorzeitigen Entlassung aus dem Zivildienst aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Nichteinrechnung von Zeiten) erleichtern. Die Zuweisung erfolgt dann im Einzelfall durch die Zivildienstserviceagentur nach Rücksprache mit dem Rechtsträger. Download: Antrag für Überschreitungsplätze  

Änderungen der Hilfstätigkeiten

Sollte eine Änderung der genehmigten Hilfstätigkeiten der Zivildienstleistenden gewünscht sein, ist dies zu beantragen. Download: Antrag auf Erweiterung der Hilfstätigkeiten

Widerruf einer Zivildiensteinrichtung

Die Anerkennung einer Zivildiensteinrichtung ist vom Landeshauptmann mit Bescheid zu widerrufen, wenn

  • dies der Rechtsträger der Einrichtung beantragt,
  • die Einrichtung nicht mehr den Voraussetzungen für eine Anerkennung entspricht oder der Rechtsträger der Einrichtung die ihm obliegenden Pflichten nicht erfüllt oder
  • wenn die Einrichtung wiederholt arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen nicht eingehalten hat. Dazu zählen Verstöße gegen § 7i Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz, arbeitnehmerschutzrechtliche Normen wie das Arbeitszeitgesetz, Arbeitsruhegesetz, Mutterschutzgesetz oder Arbeitnehmer/innenschutzgesetz, kollektivvertragliche oder sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen.
 
  Zivildienstserviceagentur, Paulanergasse 7-9,
1040 Wien, Telefon: +43-(0)1-585 47 09-0