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Innenministerium

Neues Bundeslagezentrum in Umsetzungsphase

Mit dem Projekt "EKC-Neu" wird das Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) im Innenministerium in ein Bundeslagezentrum umstrukturiert.

Vor dreizehn Jahren, als das Einsatz- und Koordinationscenter seinen Betrieb aufnahm, waren in Österreich erste Handys mit Kamera auf dem Markt. Internetfähige Mobiltelefone, Apps und soziale Medien waren dem Großteil der Österreicherinnen und Österreicher noch völlig unbekannt. Heute ist das anders. Die weitere Technisierung und Digitalisierung der letzten Jahre haben die Geschwindigkeit deutlich erhöht und so eine noch schnellere Information der Führungsebene über Lage und Einsatz notwendig gemacht. Das erfordert auch eine einsatzbezogene Analyse offener Quellen im Internet und die Risikobewertung sowie erforderlichenfalls die Vernetzung mit der Bundeswarnzentrale und dem Fremdenwesen. Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen wurde das bestehende EKC nun evaluiert und neu konzipiert.

Das Projektteam unter Führung von EKC-Leiter Wolfgang Nicham, MA, hat sich dazu ähnliche Einrichtungen in Norwegen, Großbritannien, Italien und Deutschland angesehen und Best-Practice-Beispiele für Reporting- und Ablaufprozesse sowie technisches Equipment für das Bundeslagezentrum in Österreich umgesetzt. So hat man etwa bereits ein neues System für Videokonferenzen im derzeitigen Führungsstabsraum installiert, das auch im neuen Bundeslagezentrum zum Einsatz kommen wird. Es verfügt über eine "lernende" Kamera, die bei Konferenzen automatisch den jeweiligen Sprecher anvisiert und heranzoomt. "Das ist jedoch erst ein erster Schritt, um die derzeitige Struktur den internationalen Standards anzupassen. Wir müssen auch in einigen anderen Bereichen die Infrastruktur schaffen, um eine längere polizeiliche Lage auch entsprechend führen zu können, ohne den Dienstbetrieb oder Veranstaltungsräumlichkeiten zu binden. Wie rasch das passieren kann, zeigen uns die Berichterstattungen aus dem Ausland", sagt Wolfgang Nicham.

Projekt-Auftrag

Den Auftrag zur Neustrukturierung des EKC erteilte die damalige Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner im Dezember 2015. Fünf Kernteams (Lage und Information, Kommunikation, Organisation, Recht sowie Technik und Ressourcen) entwickelten ein Gesamtkonzept für das EKC-Neu. Dabei wurden unter Einbindung aller Sektionen des Innenressorts, nachgeordneter Organisationseinheiten sowie externer Experten zum einen die vorhandenen Möglichkeiten für eine moderne Darstellung bzw. Aufbereitung der Sicherheitslage in Österreich analysiert und die Bediensteten des EKCs sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Permanenzdienste versehen, anonym zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Zum anderen wurden sektionsübergreifend der Bedarf sowie Anforderungen an das EKC erhoben. Der Abschluss des Projekts erfolgte am 7. Juli 2017. "Die Arbeit war sehr umfangreich und zeitintensiv und stellte für alle Beteiligten einen erheblichen Mehraufwand neben der Linienarbeit dar. Dennoch war jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter stets sehr engagiert und immer am Ergebnis des Projektes orientiert", sagt Projektleiter Wolfgang Nicham.

Bundeslagezentrum

Das EKC in seiner neuen Form wird als "Bundeslagezentrum" die zentrale Anforderung haben, jederzeit die sicherheitspolizeiliche Lage in Österreich abzubilden. Die Permanenzdienste werden grundsätzlich wie bisher rund um die Uhr besetzt sein. Dabei werden die Kernzeiten zwischen 7:30 Uhr und 15:30 Uhr vom Stammpersonal des EKC abgedeckt. Zwischen 15:30 und 7:30 Uhr versehen auch weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Abteilungen und Sektionen die Permanenzdienste.

Ziel ist es, mit dem neuen Bundeslagezentrum die Phase zwischen einem Ereignis und dem Hochfahren des einsatzbereiten Stabes im Innenministerium wesentlich zu verkürzen. "Das Bundeslagezentrum wird mit Beginn der Lage in einer Landespolizeidirektion sofort via Videokonferenz und Einspielen der Lagevorträge in den Informationsfluss eingebunden", sagt Nicham. "Dadurch wird die jeweilige LPD entlastet, da sie keine zusätzlichen Informationen an das Bundeslagezentrum senden muss. So kann die Chaosphase wesentlich verkürzt und rasch eine Lagedarstellung zur Verfügung gestellt werden."

Das neue Bundeslagezentrum bleibt in der Abteilung II/8 (Grundsatz und Strategie GD) angesiedelt und wird aus zwei Referaten mit jeweils drei Fachbereichen bestehen.

Da vom Abschluss des Projekts "EKC-Neu" alle Sektionen des BMI betroffen sind, wurde ein weiteres Projekt zur Umsetzung des Bundeslagezentrums in Auftrag gegeben.


EKC-Leiter Wolfgang Nicham testet das neue Videokonferenzsystem im derzeitigen Führungsstabsraum.

EKC-Leiter Wolfgang Nicham testet das neue Videokonferenzsystem im derzeitigen Führungsstabsraum.


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(BMI/Alexander Tuma)

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Permanenzdienste werden über den Abschluss des Projektes "EKC Neu" informiert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Permanenzdienste werden über den Abschluss des Projektes "EKC Neu" informiert.


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(BMI/Alexander Tuma)

Dieses Projekt wird durch den Fonds für die Innere Sicherheit kofinanziert.

Dieses Projekt wird durch den Fonds für die Innere Sicherheit kofinanziert.


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(Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14921 vom Donnerstag, 13. Juli 2017, 14:52 Uhr.
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