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Pokémon Go nun auch in Österreich – Präventionstipps der Polizei

Seit rund 20 Jahren machen begeisterte Spielerinnen und Spieler weltweit Jagd auf die kleinen Monster. Mit der Neuerscheinung Pokémon Go gibt es aber auch viele Gerüchte und Unsicherheiten. Das Bundeskriminalamt gibt einige Tipps um den Spielspaß auch in Zukunft sicher zu gestalten.

 

Sie heißen Pikatchu, Glumanda oder Rattfratz. Seit der Veröffentlichung Anfang Juli 2016 ist ein regelrechter Hype um die App entstanden. Vor zwanzig Jahren gab es diverse Spiele und eine beliebte Zeichentricksendung. Mittlerweile ist das Spiel in eine neue Ebene des Interagierens getreten.

 

Pokémon Go ist nunmehr eine ortsbasierte Spiele-App für das Smartphone, bei der Realität und Spiel miteinander verschmelzen. Unter Kennern wird dies „Augmented Reality“ genannt. Diese „erweiterte Wirklichkeit“ bedeutet, dass sich die Spielerinnen und Spieler auf einer virtuellen Landkarte bewegen die auf der realen Umgebung basiert. Genauer gesagt: die App projiziert eine neue Realität auf unsere Welt, in der der Nutzer sich bewegt und interagieren kann. Damit das Ganze funktioniert, müssen am Handy permanent der GPS-Empfang und die Kamera aktiviert sein. Nur die realen Gefahren wie zum Beispiel der Straßenverkehr oder natürliche geographische Begebenheiten werden nicht übernommen. Wenn sich also die Spielerin oder der Spieler zu sehr auf die Jagd nach den begehrten Monstern konzentriert und mit der künstlichen Spielwelt verschmilzt, kann es dazu führen, dass Gefahren des Alltags unterschätzt oder gar nicht bemerkt.

 

Im Laufe des Spiels trifft man in der realen Welt zwangsläufig auf andere Pokémonfans, etwa an einem beliebten PokéStop oder einer Pokémon Arena. Es bleibt leider immer das Risiko, dass andere solche Situationen ausnützen. Besonders wenn die Anwender sich voll auf ihr Spiel und die Jagd konzentrieren und daher unaufmerksam für die Gefahren der natürlichen Umwelt sind.

 

Werden bei der Pokémon-Jagd besonders entlegene oder bisher unbekannte Orte betreten, sollte man am besten einen Freund oder eine Freundin mitnehmen und zusätzlich seine Eltern über den Ausflug informieren. Besonders im Straßenverkehr empfiehlt es sich, regelmäßig den Blick vom Bildschirm zu lösen und auf die Umgebung zu achten. Fremde Grundstücke oder abgesperrtes Areal sollten besser nicht betreten werden, auch wenn einem dadurch ein Pokémon entwischt.

 

Das Spiel animiert zum ständigen Weiterspielen. Die Nutzer sollten daher laufend versuchen, das eigene Spielverhalten zu reflektieren und eventuell durch andere Aktivitäten auszugleichen. Wenn sich bei den eigenen Kindern plötzlich alles nur noch um die kleinen Monster dreht, sollten Eltern eine Alternative anbieten. In jedem Fall gilt: Informieren Sie sich über die beliebteste Freizeitbeschäftigung ihres Kindes und reden Sie mit ihm darüber. So können Sie ein wachsames Auge darauf haben und gezielt mit ihm interagieren. Dabei sollen die unten angeführten Tipps und Links helfen.

 

Tipps der Kriminalprävention:
• Richten Sie ihre Aufmerksamkeit auf ihr Umfeld und andere Verkehrsteilnehmer. 
• Bleiben Sie achtsam! Auch andere Verkehrsteilnehmer machen Fehler oder sind abgelenkt.
• Lenken Sie sich nicht ab! Telefonieren, SMS schreiben, Musik hören, Spiele spielen oder Internet surfen lenkt  vom Verkehr ab.
• Achten Sie das Eigentum anderer - Abgesperrte Bereiche oder Privatgelände sowie Grundstücke nicht betreten.
• Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern einen Bewegungsradius, je nach Alter nur Bereiche, die es bereits kennt.
• Wichtig ist, dass Kinder darauf achten, noch genügend Akku zu haben, um erreichbar zu sein oder in Notfällen anrufen zu können.
• Beachten sie generell beim Download von Apps die AGB´s. Vielfach ist es anfangs notwendig, der Weitergabe von personenbezogenen- und damit auch vertraulichen Daten zuzustimmen.

 

Weiterführende Links:

Pokémon unter der pädagogischen Lupe

Tipps für Eltern und Lehrende

Hilfe, ich bin Pokémon süchtig!

 

 

Über die Kriminalprävention 

Sicherheit gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen und ist Bestandteil Ihrer ganz persönlichen Lebensqualität. Der Kriminalprävention kommt dabei vor allem die Aufgabe zu, die Bürger über Möglichkeiten des Selbstschutzes aufzuklären. Denn jeder Bürger kann aktiv zu seiner eigenen Sicherheit beitragen. Die Kriminalprävention hilft Ihnen dabei mit unabhängiger und kompetenter Beratung.

Polizei-Servicenummer 059-133

Wo immer Sie in Österreich die Polizei-Servicenummer 059-133 wählen – Sie gelangen immer zur nächstgelegenen Polizeidienststelle. Anrufe von Mobiltelefonen werden zum zuständigen Bezirkspolizeikommando oder Stadtpolizeikommando weitergeleitet.

Die Servicenummer 059-133 ersetzt jedoch nicht den Notruf. Bei unmittelbar drohender Gefahr rufen Sie bitte den

Polizei-Notruf unter Tel. 133
bzw. den Euro-Notruf     112

Weitere wichtige Telefonnummern für den Notfall:

Feuerwehr Tel.     122
Rettung Tel.        144
Ärzte-Notruf Tel.  141

BM.I Bundesministerium für Inneres - Bundeskriminalamt, 1090 Wien, Josef-Holaubek Platz 1, Tel.: +43-1-24836 Dw. 985025-985027 

BM.I Sicherheits-App
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