Bundeskriminalamt

Startseite | Notrufnummern | Kontakt | Impressum

Wir über uns

Prävention

Betrug im Internet

Fahndung

Presse

Berichte und Statistiken

Kontakt und Meldestellen

Links

Kriminalitätsbekämpfung

Großaktion gegen Bandenkriminalität

Im Rahmen eines koordinierten Einschreitens durch das Bundeskriminalamt (BK) und der Landeskriminalämter (LKA) Niederösterreich und Wien konnte eine kriminelle Vereinigung zerschlagen werden. Insgesamt waren 200 Beamte im Einsatz. Es wurden neun Haftbefehle und 16 Hausdurchsuchungen vollzogen. Zudem konnten mehrere Schusswaffen und Suchtmittel sichergestellt werden.

Am Mittwoch, 23. August 2017 erfolgten um sechs Uhr an 16 Örtlichkeiten in Wien, St. Pölten und Krems zeitgleich Hausdurchsuchungen durch Kräfte des BK, Büro zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, des LKA Niederösterreich und des LKA Wien.

Insgesamt waren 200 Beamte im Einsatz. Im Zuge des Einsatzes wurden acht Haftbefehle des Landesgerichtes Korneuburg vollzogen. In der Nacht auf den 25. August wurde ein weiterer Tatverdächtiger in Wien festgenommen. Die Zielpersonen waren, mit Ausnahme eines Tunesiers, durchwegs Konventionsflüchtlinge mit tschetschenischem Hintergrund die in Wien und Niederösterreich lebten. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, schwerer Betrug, Brandstiftung, Erpressung, Nötigung, verbotener Waffenbesitz sowie Suchtgifthandel vorgeworfen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Sonderkommission "Gambit", die sich mit Strukturermittlungen gegen tschetschenische Straftäter in ganz Österreich auseinandersetzt und vor allem die Vorfälle vom 4. Februar 2017, als 22 Tschetschenen auf der Donauinsel in der Nähe des Schulschiffes vorübergehend festgenommen wurden, nachdem mehrere Schusswaffen, unter anderem eine Maschinenpistole der Marke UZI, gefunden wurden. Die Ermittlungen brachten zutage, dass dieselben Täter für einen Brandanschlag am 13. März 2017 auf ein Lokal in Hollabrunn/NÖ verantwortlich waren, bei dem an angrenzenden Gebäuden sowie an geparkten Fahrzeugen massiver Schaden entstanden ist. Durch weitere Ermittlungen werden der kriminellen Vereinigung auch Erpressungen von Geschäftsbesitzern in Wien und Niederösterreich, Betrug in großem Stil mit Rezepten für Schmerztabletten, die als Suchtmittelersatz verkauft wurden, sowie der Handel mit Marihuana vorgeworfen. Da der Verdacht bestand, dass die Tschetschenen in Besitz von Schusswaffen sein könnten, wurde beim Einschreiten die Kolleginnen und Kollegen der Sondereinheit Einsatzkommando Cobra/Direktion für Spezialeinheiten und der Diensthundeabteilung der Landespolizeidirektion Niederösterreich zur Unterstützung beigezogen. Im Zuge der Hausdurchsuchungen wurden mehrere Schusswaffen, Messer und Suchtgift sichergestellt.

Das Einschreiten erfolgte ohne Aufsehen und ohne besondere Vorfälle.


Foto BK Abdruck honorarfei

Großaktion gegen Bandenkriminalität


Bild anzeigen
Druckansicht

(Foto BK Abdruck honorarfrei)

Foto BK Abdruck honorarfrei

Großaktion gegen Bandenkriminalität


Bild anzeigen
Druckansicht

(Foto BK Abdruck honorarfrei)

Foto BK Abdruck honorarfrei

Großaktion gegen Bandenkriminalität


Bild anzeigen
Druckansicht

(Foto BK Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 15019 vom Freitag, 25. August 2017, 09:39 Uhr.
Reaktionen bitte an die Redaktion

Zurück

BM.I Bundesministerium für Inneres - Bundeskriminalamt, 1090 Wien, Josef-Holaubek Platz 1, Tel.: +43-1-24836 Dw. 985025-985027 

BM.I Sicherheits-App