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Thema: Soziale Netze und Home Invasion

Bei Home Invasions handelt es sich um genau geplante Raubüberfälle, bei denen die Täter mit einer sehr hohen Beute rechnen. Aufgrund aktueller Ereignisse informiert das Bundeskriminalamt (BK) über den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien im Zusammenhang mit dieser Form des Raubes.

In der vergangenen Woche ist ein Fall aus Frankreich durch die Medien gegangen, in dem ein Star in einem Pariser Nobelhotel von verkleideten Tätern ausgeraubt worden ist. Abgesehen von dem Bekanntheitsgrad des Opfers ist interessant, dass es intensiv in sozialen Medien präsent war. Dabei hat es der Öffentlichkeit - bewusst oder unbewusst - wiederholt Aufnahmen von äußerst wertvollen Schmuckstücken und anderen Luxusgütern präsentiert. Zudem hat es via Sozialer Medien seinen Standort angegeben und sogar angekündigt wann es sich zu welchen Anlässen begeben wird.

Der Erfolg war den Kriminellen gewiss, da sie durch gezielte Recherche genau wussten, wo sich das Opfer aufhält und was es zu holen gibt. Ein öffentlich zugängliches Profil sowie eine sehr große Anzahl von Followern bedeutet eine rasche, unkontrollierbare Verbreitung von sensiblen Informationen, die ein hohes Sicherheitsrisiko bedeuten können.

Selbstverständlich sind nicht bei jedermann millionenschwere Brillantringe im Safe untergebracht. Aber schon ein hochpreisiges Fahrrad, eine teure Uhr oder Handtasche können die Aufmerksamkeit von Kriminellen auf Sie ziehen, speziell wenn die Täter auch noch wissen wo sich die Gegenstände befinden und wann das Opfer nicht zugegen ist. Um möglichen Tätern diesen Vorteil nicht zu geben hat das BK eine Liste an Präventionstipps zusammengestellt.

Drei grundlegende Tipps der Kriminalprävention zum Umgang mit sozialen Medien:

• Überlegen Sie sich genau, ob es notwendig ist, Fotos von wertvollem Eigentum in sozialen Medien zu posten.
• Achten Sie auf die Privatsphäreneinstellungen. Bedenken Sie, dass ein von Freunden geteiltes Foto trotzdem unendlich oft geteilt und somit weiterverbreitet werden kann.
• Posten Sie nicht unbedingt Ihren Aufenthaltsort oder den ihrer Wertsachen. Das gilt besonders dann, wenn Sie länger nicht zu Hause sind.

Allgemeine Tipps der Kriminalprävention zu Home Invasions:

• Halten Sie zu Hause den Bargeldbetrag niedrig.
• Fotografieren Sie Ihre Schmuck- und Kunstgegenstände damit man diese wieder identifizieren kann.
• Mieten Sie Bankschließfächer und bewahren Sie Sparbuch und Losungswort jedenfalls getrennt auf.
• Sichern Sie Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter. Schließen Sie generell Fenster, Terrassentüre und Balkontüre.
• Lassen Sie hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

Beachten Sie die nachfolgenden Tipps, wenn Sie mit Tätern konfrontiert werden:
• Erwecken Sie den Eindruck, dass Sie nicht alleine sind. Rufen sie zum Beispiel "Helmut! Hörst du das?".
• Drehen Sie das Licht auf.
• Ermöglichen Sie dem Täter die Flucht.
• Vermeiden Sie jede Konfrontation, sonst könnte die Situation eskalieren.
• Merken Sie sich möglichst viele Details zur Person des Täters.
• Rufen Sie sofort die Polizei unter 133 an und geben Sie bekannt, wie viele Täter Sie gesehen haben und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei.
• Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung und warten Sie auf der Straße auf die Polizei.

Kontaktdaten zur Kriminalprävention und Informationsmaterial erhalten Sie kostenlos auf jeder Polizeidienststelle, telefonisch unter 059 133, oder im Internet unter http://www.bmi.gv.at/praevention.

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(BK Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14068 vom Mittwoch, 12. Oktober 2016, 09:00 Uhr.
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