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Kriminalitätsbekämpfung

Verstärkung im Kampf gegen den Online-Suchtmittelhandel

Um auf das neue Phänomen des Suchtmittelhandels im Darknet effektiv zu reagieren, wurde das Büro zur Bekämpfung der organisierten Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt (BK) mit 1. September 2017 durch ein eigenes Team "Suchtmittelhandel via Postversand und Internet" verstärkt. Erste Erfolge wurden bereits erzielt.

Die von Bundesminister für Inneres Mag. Wolfgang Sobotka im Mai 2017 in Auftrag gegebene Implementierung einer eigenen Unit zur professionellen und effektiven Bekämpfung des Suchmittelhandels im Darknet hat die Ermittlungstätigkeit aufgenommen. Die vier Spezialistinnen und Spezialisten konnten bereits in enger Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern Wien und Oberösterreich zwei österreichische Anbieter auf verschiedenen Plattformen ausforschen, festnehmen und Suchtmittel sicherstellen. Beiden Onlineverkäufern wurde der rege Suchtmittelhandel im Darknet nachgewiesen, sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Eine erste Bilanz zeigt, dass die Schaffung dieser Spezialeinheit der richtige Schritt war, um dieses neue Phänomen effektiv zu bekämpfen. Seit Aufnahme der Tätigkeit wurden in Kooperation mit den Landeskriminalämtern bereits
• neun Suchtmittelhändler festgenommen,
• 22 Hausdurchsuchungen durchgeführt und
• 2,4 kg Amphetamin, 1,3 kg Heroin und über 2.500 Stück Ecstasy aus dem Verkehr gezogen.

Darüber hinaus wurden nach über 2.000 Sicherstellungen von suchtgifthältigen Postpaketen
• 167 Hausdurchsuchungen geführt und
• 818 Anzeigen wegen Verstößen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet.
• Dabei wurden insgesamt 27 kg Amphetamin, 1.200 Stk. Ecstasy, 2 kg Heroin, 1,4 kg Kokain, 18,5 kg Cannabis und verschiedene Substanzen sichergestellt.

Derzeit wird die Arbeit der Ermittler durch die geltenden rechtlichen Bestimmungen wesentlich erschwert. So dürfen Postpakete – auch bei Verdacht auf suchtgifthältigem Inhalt – nicht von den Exekutivorganen geöffnet werden, sondern ausschließlich von den Organen der Zollwache. Die unabdingbar dringend notwendigen legistischen Änderungen wurden bereits seitens des Bundesministeriums für Inneres (BMI) eingebracht und befinden sich derzeit im Begutachtungsstadium im Sicherheitspaket.


Foto

Der Leiter des Büros Suchmittelkriminalität Oberstleutnant Dieter Csefan mit seiner Ermittlungsgruppe


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(BK)

Artikel Nr: 15098 vom Donnerstag, 14. September 2017, 19:00 Uhr.
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