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Zielfahndungserfolg: Seisenbacher in der Ukraine festgenommen

Seit Jänner 2017 ist die Zielfahndungseinheit des Bundeskriminalamtes (BK) auf den Spuren des international gefahndeten Peter Seisenbacher. Nach akribischer Ermittlungsarbeit konnte er in der Ukraine lokalisiert und sieben Monate später dort festgenommen werden.

Zur Vorgeschichte: Peter Seisenbacher steht im dringenden Tatverdacht zwischen 1997 und 2004 sexuelle Handlungen an weiblichen Opfern vorgenommen und dadurch den Tatbestand des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Ausnutzung eines Autoritätsverhältnisses begangen zu haben.

Nach Anklageerhebung beim Landesgericht für Strafsachen Wien blieb Peter Seisenbacher am 19. Dezember 2016 einem Gerichtstermin unentschuldigt fern, weshalb vom Landesgericht Wien unverzüglich eine internationale Festnahmeanordnung erlassen und die Fahndung am 12. Jänner 2017 von der Zielfahndungseinheit im BK übernommen wurde.

Peter Seisenbacher war als Olympia-Doppelsieger in Judo im Jahr 2010 Trainer der Nationalmannschaften in Georgien und im Jahr 2012 in Aserbaidschan, weshalb sich die Ermittlungen auch auf diese Länder konzentrierten. Erste Erhebungen ergaben, dass Seisenbacher am 14. Dezember 2016 von Georgien in die Ukraine eingereist war. Nach umfangreichen Erhebungen und internationaler Zusammenarbeit konnte schließlich sein Aufenthalt in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, lokalisiert werden.

Nach Erfüllung aller justiziellen Anträge und Formerfordernisse in der Ukraine konnte in enger Kooperation mit Interpol und der örtlichen Kriminalpolizei Kiew der Aufenthaltsort des Gesuchten im Stadtteil Podolsky ausgeforscht werden.

Der Zugriff in seine Wohnung erfolgte am Dienstag, 1. August 2017 um 12:30 Uhr durch ein Sonderkommando der Polizei Kiew. Peter Seisenbacher hielt sich alleine in der Wohnung auf, war völlig überrascht und konnte ohne Widerstand festgenommen werden. Peter Seisenbacher wird nun dem Gericht in Kiew vorgeführt. Wie lange das Auslieferungsverfahren dauern wird, ist derzeit nicht absehbar.

Hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit zwischen den österreichischen Justiz- und Polizeibehörden mit der Ukraine und Georgien. Eine wichtige Rolle übernahmen die in Kiew/Ukraine und Tiflis/Georgien stationierten österreichischen Verbindungsbeamten, die die Koordinierung zwischen dem BK und den örtlichen Behörden sicherstellten.


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Artikel Nr: 14974 vom Dienstag, 01. August 2017, 21:03 Uhr.
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